Suche Mono-UKW-Empfaenger, vorzugsweise als Bausatz

Nov 15, 2006 27 Replies

Ich spiele mit dem Gedanken, ein schönes Küchenradio mit gutem Klang zu bauen, ähnlich dem Tivoli Model One, siehe . Das Model One klingt, verglichen mit ähnlichen Radios, zwar schon recht gut, aber gemessen am Preis, hat es klanglich doch recht viele Fehler.



Der NF-Teil inklusive Lautsprecher ist für mich kein Problem, allerdings verstehe ich von HF-Technik nicht viel.



Kann mir jemand einen einfach nachzubauenden UKW-Empfänger empfehlen? Mono reicht. Ein Bausatz wäre mir am Liebsten, ist aber keine Pflicht. Die Abstimmung sollte vorzugsweise per Poti geschehen, so lässt sich vermutlich eine analoge Skala am Einfachsten realisieren.



Alternativ wäre auch ein Gerät mit Digitalanzeige denkbar, das hätte vermutlich den Vorteil, dass ich auch ein paar Stationstasten vorsehen könnte. Aber das müsste man vermutlich per Tasten abstimmen, und dann hätte ich nicht mehr diesen Retro-Look, den ich schon beibehalten will.



Vielen Dank für alle Tips! Martin


Martin Klaiber schrieb:

TDA7000, hat aber ehr mäßige Qualität.

Gibts bestimmt noch, z.B. von Velleman, auch als alter Elektorbausatz (Geist Elektronik) könnte mans evtl noch bekommen.

Gruß Dieter

Betrifft das die Empfangs- oder die Tonqualität?

Dazu hätte ich auch noch zwei Verständnisfragen.

Erstmal zur Tonqualität bzw. zum Frequenzgang: Unterscheiden sich diese FM-ICs in der Hinsicht, oder können die alle, sagen wir, von 50Hz bis

15kHz übertragen? Nicht, dass ich vorhabe, über einen 5 bis 10cm großen Breitbänder diese Frequenzen wiederzugeben, mich interessiert nur, ob es da größere Unterschiede gibt, auf die ich eventuell achten sollte. Ein Frequenzgang wie bei einem Telefonhörer, wäre z.B. ungeeignet.

Und dann zum Empfang: Beim Vergleich des Tivoli-Radios mit einem ähnlich großen Teac-Radio fiel mir auf, dass das Tivoli zwischen den Sendern mehr rauschte. Das Teac sprang mehr von Sender zu Sender, bzw. schaltete zwischen den Sendern besser stumm. Ist das etwas, was man bei diesen Empfänger-ICs einstellen kann, oder ist das vorgegeben?

Ja, Bausätze gibt es noch etliche, ich weiß bloß nicht, welcher etwas taugt. Eine Empfehlung wäre nicht schlecht. Ansonsten muss ich es halt ausprobieren, sie kosten ja alle nicht viel. Aber wenn ich mir die Arbeit ersparen kann, wäre mir das auch recht.

Martin Klaiber schrieb:

Beides.

AFAIR geht der TDA7000 bis 10kHz.

Du hast eine AFC kennengelernt, regelt selbsttätig die Empfangsfrequenz nach.

Bei Bausätzen mit TDA7000 gibts ehr keine großen Unterschiede.

Gruß Dieter

=DFen

Es gibt durchaus noch bessere Radios als dieses kleine Wunderdingens. Schau mal auf

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oder
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Die Winradio's haben intern einen DSP und lassen sich angeblich sogar programmieren.

as

Kommt immer darauf an was du brauchst. Es gibt Empf=E4nger, die stellen ein 10-50MHz breites Spektrum dar und du kannst automatisch auf die Spitzen springen. W=E4hrend des Sprunges, wird der Ton abgeschaltet (PLL-Lockuptime, etc.). Zum einfachen Radioempf=E4ng reicht ein fast beliebiger Dekoder-IC. Der holt selbstst=E4ndig das Maximale raus. Auf PLL w=FCrde ich achten, denn die Vorherige Umwandlung in AM-Signale um sie dann zu dekodieren halte ich mitlerweile f=FCr Schwachsin, ich kann gleich die Steuerspannung der PLL nehmen und diese dekodieren.

Mitlerweile erobern digitale Dekoder den Markt. Es handelt sich hierbei im weitesten Sinne um eine Direktempf=E4nger mit einem fetten DSP. Ich selbst hab einen MP3-Player, der auf diese Weise Radio empf=E4ngt zu Hause. Wenn er ein Signal hat (dummerweies hat der Hersteller den analogen HF-Teil inklusive fast aller Verst=E4rker weggelassen), so empf=E4ngt er f=FCr mein H=F6rvermgen sehr gut.

minimale HF-Technik (ein paar Verst=E4rker)--a/d-Konverter-- einen v=F6llig =FCberdimensionierten DSP--d/a-Konverter DSP-sparsamer wird es mit einem vorgeschaltetem Mischer und einen gro=DFz=FCgig dimensionierten DDS. Die absuluten Geizh=E4lse nehmen sogar eine PLL. Der eigentliche Empfang l=E4uft in der Software. Hier mal DAB oder DRM nachzur=FCsten h=E4ngt vielmehr von den Programmierern solcher Ger=E4te ab.

Da gab es lange Zeit bei P*llin einen (vermutl. Autoradio)-Tuner. Damit ist der Radio in 5 Minuten fertig, aaber er driftet ohne zusaetzliche Massnahmen nach dem Einschalten ziemlich stark, weil er (habe ich hier gelernt ;-) wohl fuer den Einsatz mit einer PLL vorgesehen ist. Sowas ist prinzipiell machbar; ich habe allerdings (bis jetzt) das Handtuch geworfen, daher waer einer uebrig.

Vielleicht ist ein (sehr) altes Autoradio eine gute Quelle?

Gruesse Michael

Michael Hoereth - MCH-RIPE - Munich, Germany

Hallo,

wie w=E4rs denn mit einem I=B2C-steuerbarem Tuner, siehe z.B.

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Da gibts den ganzen HF-Teil fix&fertig als kleine Box. Ob das allerdings "gut" klingt und wie empfindlich der Eingang ist, entzieht sich (noch) meiner Kenntnis.

Alte TV-Karten mit passenden Tuner gibt es genug. Ist nur halt die Frage, ob es zum K=E4stchen auch ein Datenblatt gibt. Zumindest f=FCr Philips FI1216 (siehe Link oben) und FM1216 (auf einigen TV-Karten aus Aldi-Rechnern oder -Angebot) ist das der Fall.

bis dann,

Martin

Stichworte "Muting" (Stummschaltung) und "AFC" (Automatische Feinabstimmung).

Das sollte in den Datenblättern der ICs erläuterst sein.

Stefan

Stefan Heimers http://www.heimers.ch/

Gibts z.B. bei Conrad, aber teuer.

MfG Michael

Wir haben hier für einen Laborversuch im Grundlagenlabor ein UKW-Stereo-Radio selbst entworfen, mit TDA7021+TDA7040. Die Versuchsanleitung findest Du unter

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Ich glaube aber nicht, daß ich Dir das Layout zukommen lassen darf, die Schaltung entspricht aber so ziemlich der Beispielschaltung aus der Application Note.

Gruß Henning

Martin Klaiber schrieb:

zu

Dann solltest Du versuchen, irgendein fertiges Kofferradio aus den siebziger Jahren zu bekommen, um dort die Platine auszubauen. Noch besser w=E4re ein HiFi-Tuner aus dieser Zeit, allerdings sind diese meist r=E4umlich recht gross. Ich habe den Eindruck, das irgendwann in dieser Zeit in die Entwicklung qualitativ hochwertiger UKW-Tuner eingestellt wurde und nur noch auf Kostenoptimierung geachtet wurde. Zu einem guten UKW-Empf=E4nger geh=F6rt m.E. nach wie vor das Superhetprinzip mit einem guten Drehkondensator am Eingang. Schon die Einf=FChrung von Stationstasten und damit Kapazit=E4tsdioden im Eingang hat die Qualit=E4t sp=FCrbar verschlechtert. Gruss Harald

Am 15 Nov 2006 23:35:19 -0800 schrieb Harald Wilhelms:

Der Tuner Typ 7 aus der DDR war von den Empfangseigenschaften recht gut (im UKW Bereich bei schwierigen Empfangsbedingungen getestet, hat aber auch C-Dioden). Allerdings kommt dort erst die ZF raus (10,7 Mhz).

Gibt es ab und an bei ebay, im Moment Artikelnr. 330037625631, incl. Versand

10 Euro.

Lutz

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Was nicht zwangsweise hätte sein müssen...man hat nur gespart, doch wenn man will, kann man auch mit Kapazitätsdioden im Eingansgteil hervorragende Empfänger bauen.

Ralph A. Schmid, DK5RAS schrieb:

Ich bin zwar kein HF-Fachmann, aber das Problem ist wohl, das unterschiedliche St=E4rke des Eingangssignals eine zus=E4tzliche Gleichspannung an den Dioden erzeugt, und das dadurch eine Frequenz- verschiebung stattfindet. Gruss Harald

Richtig. Gute Geräte benutzen deshalb jeweils zwei antiserielle Kapazitätsdioden. Verschiebt sich die Spannung, sinkt die kapazität der einen Diode, die der anderen steigt.

Der Revox B760 geht noch weiter, da hat jede HF-Stufe eine grössere Gruppe von seriell- und parallel geschalteten Kapazitätsdioden, um die Abweichungen zu verringern.

Stefan

Ack, daran hatte ich auch schon gedacht. Dann hätte ich auch gleich MW, wobei ich nicht weiß, ob das genutzt würde. Das Ganze soll ein Geschenk werden.

Ich habe mir jetzt trotzdem erstmal so einen Bausatz mit TDA7000 von Kemo gekauft. War nicht ganz billig (ca. 20 Euro), aber da ich keine Erfahrung mit HF habe und nicht beliebig viel Zeit zum Experimentieren, war mir eine (hoffentlich) nachbausichere Lösung die paar Euro mehr wert, als wenn ich das alles selbst layoute und aufbaue.

Danke erstmal für die vielen Tips, Martin

Moin!

| Höhe 114 mm, Breite 212 mm, Tiefe 133 mm

Wenn sich die Größe noch ein bissl variieren lässt, kann man ein komplettes Autoradio reinbauen. Läuft auf 12V, kann/muss mit schwierigen Empfangssituationen klarkommen und die Verstärker sind sicher selbst aus den 70ern für diesen Zweck überdimensioniert. Einzig aufs Grundrauschen kams im Auto natürlich weniger an, keine Ahnung, ob da schon entsprechend gespart wurde im Vergleich zum HiFi-Tuner im Wohnzimmer.

Gruß, Michael.

Weswegen man die Dinger gerne als Paare findet :)

So, ich bin nun gestern endlich dazu gekommen, das Teil aufzubauen. Ein paar Bauteile hatten ein falsches Rastermaß und zwei Luftspulen mussten gewickelt werden, ansonsten ging der Aufbau flott von der Hand, und das Radio spielte auch auf Anhieb. Einziger Kritikpunkt: Die Anleitung fand ich, gemessen am Preis des Bausatzes (von Kemo), etwas lieblos gemacht.

Der Klang haut mich nicht vom Hocker, ist für den angestrebten Zweck (Küchenradio mit 8cm-Breitbänder) aber ok. Die Empfangsleistungen sind auch nicht schlecht, ich empfange mit einer einfachen Wurfantenne etwa fünfzehn Sender, aber nur die starken Sender klingen sauber, bei den anderen rauscht, zwitschert und summt es ziemlich störend. Ich brauche also vermutlich noch einen Vorverstärker am Antenneneingang.

Ein echtes Problem ist aber die Einstellung der Sender, die ist mit dem einfachen Poti sehr fummelig, weil die Auflösung zu gering ist. Eine Lösung wäre ein Mehrgangpoti, dann würde aber die Konstruktion der Skala etwas aufwendiger, ich müsste per Seilzug oder Getriebe eine Übersetzung bauen.

Alternativ dachte ich an einen Feintrieb, wie ihn Mentor anbietet:

Der Vorteil wäre, dass das Getriebe schon im Antrieb steckt und ich eine einfache Kreisskala verwenden könnte. Hat jemand Erfahrung mit diesen Antrieben und kann mir sagen, ob das was bringt? Oder bleibt das Problem, dass das Poti einfach nicht fein genug auflöst?

Wenn so ein Feintrieb was bringt, weiß jemand, wo man einen kaufen kann? Ich suche einen ohne Knöpfe, also nur das Getriebe mit Achse. Farnell hat einen im Angebot, aber nur für Viertelzollachsen. Sonst (bei Reichelt, Conrad, usw.) habe ich nur Knöpfe mit integriertem Feintrieb gefunden.

Danke für alle Tips, Martin

Lutz Schulze schrieb:

...

Hi Lutz,

hast Du dafür zufällig ein Schaltbild? Ich hab' hier ein Mischteil vom Typ

VEB Elektrotechnik Eisenach

7/3 - FET 4437.21-00.00 87,5 - 108 MHz mit Oszillatorausgang

und suche dafür zumindest die Anschlußbelegung. Nett wäre auch zu wissen, welches Rin der ZF-Übertrager sehen will.

Schöne Grüße

Reinhard

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