S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie

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Für eine elektromechanische Anwendung suche ich eine Folie, bei der es auf
elektrische Isolation (bei nur wenigen Volt Potentialdifferenz),
mechanische Robustheit und minimale Wandstärke ankommt. Handelsgängig ist
Kapton mit 25 µm. Das ist extrem robust und isoliert einwandfrei - 25 µm
ist aber viel zu dick!  

Wer verkauft mir für Versuchszwecke dünnes Kapton in der Größenordnung von
zunächst mal 1 Quadratmeter, gerne auch als Streifen mit 25mm Breite?

Was gibt es an anderen Folien mit 2.5-10µm Dicke, die ähnlich robust sind?
Was taugt "Mylar"?

TIA
Andreas

Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Am 08.02.2013 09:00, schrieb Andreas Oehler:

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boPET ist schon robust, neigt aber bei thermischer Belastung zum  
kristallisieren. Deshalb gibts spezielle Sorten, die sind da weniger  
anfällig.

Die hübsch goldenen Rettungsdecken sind üblicherweise aus boPET, und  
zwischen 8 und 12um dick. Die einseitige Metallisierung wird wohl nicht  
stören.


Gruß Dieter


Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Fri, 08 Feb 2013 09:33:46 +0100, Dieter Wiedmann:

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In der Anwendung wird es maximal 85°C warm. Dafür ist Kapton in jedem Fall
Overkill und PET müßte das doch auch noch abkönnen - oder?

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Die stört schon. Trotzdem herzlichen Dank für den Tipp! Bin gerade
heimgespurtet und habe ne schonmal gebrauchte Rettungsdecke geholt - die
ist jetzt gerade beim Laserschneiden. Ich habe 12 µm Dicke gemessen. Wird
gleich ausprobiert. Wie bekommt man die Metallisierung auf die schnelle
runtergewischt? Flußsäure ist gerade nicht zur Hand.

Ein Folienlieferant, hat mir gerade ein Muster im DIN A4 Format Kapton 12
µm für nur 100 Euro Netto angeboten...

Andreas

P.S.: Sorry für versehentlich abgesandte Mail-Antwort.

Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Am 08.02.2013 11:29, schrieb Andreas Oehler:

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Ja.



Warme Sodalösung (Na_2CO_3), oder mechanisch mit Polierkreide. Beides  
hat dein Apotheker in Kleinmengen da.


Gruß Dieter


Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Fri, 08 Feb 2013 11:55:48 +0100, Dieter Wiedmann:

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Meine Fehleinschätzung war, dass es sich um "Gold" auf der Rettungsdecke
handle. Real ist es natürlich nur Aluminium, was durch die gelbe Folie
betrachtet goldfarben wirkt. Aluminium ließ sich leicht mit heißer
Geschirrspüler-Pulver-Lösung (Natronlauge) entfernen. In Streifen
geschnittene Rettungsdecke oder auch fertig Lasergeschnittene Scheibchen
ne viertel Stunde auf kleiner Flamme im Edelstahltopf ziehen lassen,
zweimal umrühren, abspülen - kein Metall mehr zu sehen (bzw. nur noch als
Flitter in der Brühe)!

Mittlerweile habe ich aber die bisher erfolgreich verwendeten
Lackschichtdicken nachgemessen und komme auf nur 1-2 µm Dicke. Eine
taugliche Folie sollte also besser 4-6 µm dick sein und nicht 12 µ wie
meine Rettungsdecke.

Folienkondensatoren verwenden doch auch Mylar. Was wird da an Folienstärke
verwendet? Welchen Kondensatortyp genau soll ich aufknacken, wenn ich
einen möglichst dünnen 20mm breiten Folienstreifen suche?

Andreas

Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie

Die Haushaltsfrischhaltefolie (PE) hat ca. 10um. Die kannst Du aber ziehen  
und so die Dicke reduzieren. Auf 5u solltest Du da noch kommen bevor Du die  
zerreisst.

M.

Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Fri, 8 Feb 2013 14:34:57 +0000 (UTC), Matthias Weingart:

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Ich fürchte, die ist mechanisch nicht robust genug für meine Anwendung.

Andreas

Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
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Kommt da noch etwas Ingwer dazu?
SCNR

--  
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, snipped-for-privacy@rz.uni-regensburg.de
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Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Frag' mal bei Fa. Flextem nach. Da gibt's Elektroisolierfolien. Schönen  
Gruß von mir. Chef der Truppe ist Claus Kürten. http://www.flextem.de

Kapton und Mylar ist m.W. fast identisches Material. Sind halt andere  
Hersteller mit etwas unterschiedlichen Produktionsverfahren.

--  
Servus
Christoph Müller
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Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie


Christoph Müller schrieb:

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Hallo,

na dann lies mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/Kapton Polyimide
http://de.wikipedia.org/wiki/Mylar Polyethylenterephthalat

identisch ist da nur das beide Polymere sind.

Bye


Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Am 08.02.2013 10:16, schrieb Uwe Hercksen:
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Uups. Da hab' ich wohl geirrt.

--  
Servus
Christoph Müller
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Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Fri, 08 Feb 2013 09:52:29 +0100, Christoph Müller:

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Die Anfrage ist raus. Jetzt aber erstmal ans Basteln mit der
Rettungsdecke!

Andreas

Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Am 08.02.2013 10:16, schrieb Uwe Hercksen:>
 >
 > Christoph Müller schrieb:
 >
 >> Kapton und Mylar ist m.W. fast identisches Material. Sind halt andere
 >> Hersteller mit etwas unterschiedlichen Produktionsverfahren.
 >
 > Hallo,
 >
 > na dann lies mal hier:
 > http://de.wikipedia.org/wiki/Kapton Polyimide
 > http://de.wikipedia.org/wiki/Mylar Polyethylenterephthalat
 >
 > identisch ist da nur das beide Polymere sind.
Hallo,

genau, der blaue Claus hatte mal sowas im Programm.
Polyimid 92 im 25µ


Peter

Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Andreas Oehler wrote:
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Hier bekommt man Folie in diesem Dickenbereich:

http://www.2spi.com/catalog/crystals/mylar_film.shtml

Falls Bestellung in den USA ein Problem ist frage Eure gaengigen
Haendler fuer Chemiebedarf nach Folien fuer Roentgenspektroskopie. Oder
den deutschen Haendler fuer SPI, Adresse und Telefonnummer sind hier:

http://www.2spi.com/info/agents/Germany

--  
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Fri, 08 Feb 2013 07:55:46 -0800, Joerg:

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Super! Vielen Dank. Das ist genau der interessante Dickenbereich,
handliche Streifenbreite und praktische Spule. Medizintechnik hätte mich
unbesehen erstmal Mondpreise vermuten lassen, 80-100 Dollar für 92m sind
aber gut bezahlbar.  

Die Versuche mit der ent-metallisierten 12 µm Rettungsdecke waren
erfolgreich in der Hinsicht, dass mechanische und elektrische
Eigenschaften funktionieren, die Materialstärke ist aber noch zu hoch.

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Da werde ich umgehend anfragen.

Andreas


Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Andreas Oehler wrote:
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Ist jedoch ab Lager USA, da kommen noch Fracht und Zollabfertigung drauf.


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Wenn Du es eilig hast koenntest Du einen Teil der entmetallisierten
Rettungsdecke nehmen und eine Verstreckung versuchen. Im Prinzip musst
Du ja nur noch ein paar Mikrometer runter in der Dicke. Das wird
vermutlich nur nicht so gleichmaessig in der Dicke wie die SPI Folie.


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Falls Du nochmal sowas suchst, der Suchbegriff in Englisch dafuer waere
"film", weniger die bei Euch gebraeuchliche Bezeichnung "foil".

--  
Gruesse, Joerg

http://www.analogconsultants.com/

Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Am 08.02.2013 18:12, schrieb Andreas Oehler:

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Fluxana


Gruß Dieter


Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Fri, 08 Feb 2013 19:21:57 +0100, Dieter Wiedmann:

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www.fluxana.de ist jetzt nicht sooo übersichtlich... Scheinbar haben die
eher fertig fürs Labor konfektionierte Folien-Zuschnitte. Ich frage
trotzdem an. Danke für den Hinweis!

Andreas

Re: S: Quelle fuer duennstmoegliche Kapton-Folie
Am 09.02.2013 13:25, schrieb Andreas Oehler:
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Probenvorbereitung-->Flüssiganalyse-->Folien

Und die haben Zuschnitte und Rollenware.

Preis halt recht stolz, aber musst du eh anfragen.


Gruß Dieter


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