Relais Verzoegern

Nov 09, 2012 38 Replies

'n Abend,



ich moechte ein Relais verzoegert anziehen lassen. Aber mit sowas habe ich mich vor Dekaden das letzte mal auseinander gesetzt. Wird die folgende Schaltung so funktionieren koennen?



formatting link



Widerstaende und ein paar PNP und NPN Transistoren sowie Kondensatoren habe ich noch da. Mittels Suche im Netz habe ich nichts Einfaches finden koenne. Und mit einem NE555 will ich nicht anfangen.



Und dann haette ich auch gleich noch ein Frage. Koennt ihr mir ein Freeware/OpenSource Programm zur Erstellung von Schaltplaenen empfehlen?



Gruss Markus



ct,


Das Abspringen einer Begrenzungsmauer dient nicht dem direkten Zurücklegen des Arbeitsweges. http://www.rz-amper.de

Nein. Dein Relais wird damit zuverlaessig aussgeschaltet bleiben.

Warum nicht? Zu modern? Mit Roehren wird es wegen dem geringen Ausgangsstrom problematisch. :-)

Du koenntest auch ein CD4538 verwenden. Oder mal nach Monoflop suchen.

Probier mal LT-Spice. Damit kannst du deine Schaltung gleich testen. Auch Eagle waere verwendbar solage deine Schaltung noch auf eine Seite passt.

Olaf

Am 10.11.2012 00:45, schrieb Markus Sonnenberg:

Setz den Kondensator "nach oben", zwischen R1 und +12V. Gruß Mirko

Eine Hand voll NE555 habe ich sogar noch in meinem Fundus. Aber ich bekomme nicht mal mehr eine einfache Transistorschaltung gebacken.

Das LT-Spice werde ich mir mal ansehen. Aber erstmal ist Fruehstueck angesagt.

Gruss Markus

ct,

Das Abspringen einer Begrenzungsmauer dient nicht dem direkten Zurücklegen des Arbeitsweges. http://www.rz-amper.de

Und dann noch eine 4.7V Zehnerdiode in Reihe zu R1 (Kathode zum Transistor). Ohne Zehnerdiode Schaltet das Relais schon bei 0.6V am Kondensator. Mit ZD erst wenn der Kondensator auf 5V aufgeladen ist.

Ausserdem lacht der Transistor bei 220K Basisvorwiderstand nur. Entweder du verwendest einen Darlington oder weniger Widerstand.

Noch was, wenn du diese Schaltung absteckst bleibt der Kondensator geladen. Du brauchst also noch einen Widerstand zwischen den Versorgungsanachlüssen und eventuell eine Diode parallel zum Poti die das Entladen beschleunigt

MFG Gernot

"Markus Sonnenberg" schrieb im Newsbeitrag news:k7ktuo$u6q$ snipped-for-privacy@dont-email.me...

Wenn alle Transistorschaltungen einfach wären, hätte man nie ICs erfinden müssen.

Für einen korrekten Vorschlag müsste man aber wissen, wie lange verzögert werden soll, wie genau diese Zeit einzuhalten ist (z.B. wird sie abhängig von der Betriebsspannung sein) wie viel Strom das Relais zieht, und was beim abschalten passieren soll (vermutlich sofort ausgehen).

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net

Markus Sonnenberg schrieb:

Bau dir eine Verzögerungsschaltung mit dem NE555, zum Beispiel das Power-On-Reset aus dem alten PET von Commodore.

Holger

Es geht um eine SoftStart-Schaltung fuer ein Netzteil. Zwei Ringkerntrafos sollen erst uber einen Lastwiderstand anlaufen und dann ueber das Relais direkt an die Netzspannung gehen.

Ich dachte an ein bis zwei Sekunden. Dann sollten die vier

10mF Kondensatoren, die hinter dem Trafo sitzen, bereits reichlich abbekommen haben.

Wenn ich eine halbe bis fuenf Sekunden einstellen kann waere ich zufrieden

Am Trafo habe ich sekundaer zwei weitere Spannungen die gesamt

20V ergeben. Mit einem L7812 hatte ich vor die Schaltung zu speisen.

Gerade gemessen. Bei 12V sind es 100mA.

Richtig.

Wie gesagt, es soll nicht zu kompliziert werden und ich will auch keine Bauteile kaufen muessen sondern mit dem auskommen was noch da ist.

Wie sieht es mit folgender Schaltung aus?

formatting link

L1 stellt die Spule des Relais da und R2 soll einen Poti darstellen. (Hat LTspice wirlick keine Potis?)

Gruss Markus

ct,

Das Abspringen einer Begrenzungsmauer dient nicht dem direkten Zurücklegen des Arbeitsweges. http://www.rz-amper.de

Das Einfachste was mir einfaellt, ist einen Kondensator parallel zur Spule. Dazu dann einen Vorwiderstand in Reihe zur Spannungsquelle. Spart auch gleich die Transistoren, ist aber auch gleichzeitig eine Abfallberzoegerung. Musst Dir halt nur die Zeitkonstante ausrechnen und sehen dass das Relais mit dem Widerstand noch gut anzieht.

LTspice wurde ja schon genannt. Ich verwende neuerdings Kicad und bin recht zufrieden damit.

Gruss, Mark

Ein Widerstand in Reihe mit dem Relais und ein 1000µF Kondi paralell dazu müßten ausreichen. R experimentell ermitteln, erstmal schauen, ab wann das Relais schnappt und dann etwas verkleinern.

Waldemar

My jsme Borgové. Sklopte ?títy a vzdejte se. Odpor je marný.

Markus Sonnenberg :

Dann speise doch das Relais direkt von der Spannung hinter den Trafos. Falls Du da 24V hast, nimm ne 18V Zener in Reihe zur Spule eines 6V Relais. Sobald die 24V hochgelaufen sind, zieht das Relais an.

M.

Waldemar Krzok :

In diesem Fall kannst Du ja auch schalten, sobald deine 20V erreicht sind (bzw. etwas weniger); bei deiner Schaltung die Basis des Transistors über passende Zenerdiode (z.B. 18V) und Widerstand (10k) an die 20V schalten. Ich schätze mal, sobald da ca. 16V anliegen, zieht das Relais an. (Die Zener wird schon unter 18V leitend). Mhh naja, einen kürzeren Strompeak wird es da dann aber trotzdem geben.

M.

Matthias Weingart :

Mhh, hab beim Posten eine Schaltung mit nem NPN-Transistor im Kopf gehabt. Sowas hier z.B.:

20V 12V | | - | ^18V )| | )| | _)| .-. | | |10k | | | | '-' | | |/ +-----| NPN | |> .-. | | |1k | | | | '-' | +-------+ (created by AACircuit v1.28.6 beta 04/19/05
formatting link

M.

"ringkern einschaltstrombegrenzung"

liefert gefühlt 10.000 Bauvorschläge auf Google

Von der Funktion sehr ähnlich sind Schaltungen, die Lausprecher- boxen verzögert an Verstärkerausgänge schalten.

Dieser Teil ist ja nun vollkommen unkritisch, weil es sowieso noch einen Schalter geben muß. Wieviel später das Relais abfällt ist dan Wumpe. Wichtiger ist, daß die Verzögerung auch nach einem kurzen Ab- und gleich darauf wieder Einschalten funktioniert.

Also besser einen eigenen, knapp bemessenen Ladeelko für das Relais vorsehen. Und den zeitbestimmenden Kondensator beim Abschalten mit entladen.

XL

Muesste noch eine Diode ueber das Relais, Kathode an 12V. Das ganze hilft allerdings nicht gegen den Einschaltstoss beim Aufmagnetisieren des Kern wenn das Netz mal ganz kurz ausfaellt und die 20V nicht genug Zeit zum Absacken haben.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Bitte hoert mir mit 'lmgtfy' auf und wie viele Ergebnisse Google listet. Jede menge fertige Module fuer ein paar Euro oder Doktorarbeiten wie

formatting link

Ich moechte mich auf die Bauteile beschraenken die ich habe und keine weiteren kaufen muessen. Ich habe ein paar Widerstaende, BC546 sowie BC556 und eine kleine Auswahl an Kondensatoren.

Der letzte Vorschlag von Joerg haette mir schon gefallen wenn er keine Zenerdiode enthalten haette da sich keine in meinem Besitz befindet. (Da haette ich auch einiges abzugeben. Aber dafuer mache ich ein gesondertes Thema auf.)

Ich habe folgende Schaltung aufgebaut

formatting link

Das Relais zieht zwar bereits bei ca 5V am Eingang der Schaltung an aber selbst bei 12V habe ich am Relais keine 5V anliegen. So richtig schnell und knacki zieht es also nicht an. Die Verzoegerung liegt gefuehlt bei nicht einer ganzen Sekunde.

Am PNP (BC556) faellt mir zuviel Spannung ab. Es muesste mehr Strom ueber die Basis raus gehen?! Den Emmiter des NPN direkt auf Minus?

Gruss Markus

ct,

Das Abspringen einer Begrenzungsmauer dient nicht dem direkten Zurücklegen des Arbeitsweges. http://www.rz-amper.de

Diese Blumen gehen aber an Matthias, der Vorschlag war nicht von mir. Statt Zener kann man auch eine ganze Latte normaler Dioden nehmen, an jeder fallen dann rund 0.6V ab. Ich hatte davon immer eine halbes Pfund in der Bastelkiste.

Das fetzt die Basis von Q1. Lieber ueber 4.7k an Masse, oder irgendwas in dem Dreh.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Oups.

1N4003 habe ich auch noch eine Hand voll da. Aber 30 Stueck werde ich bestimmt nicht verloeten.

Werde ich versuchen.

Gruss Markus

ct,

Das Abspringen einer Begrenzungsmauer dient nicht dem direkten Zurücklegen des Arbeitsweges. http://www.rz-amper.de

Ach. Und ich dachte du wolltest Hilfe?

Vollkommen albern. Was hat der Emitter des npn da am Relais zu suchen?

Kein Wunder. Du machst da ja eine Gegenkopplung. Für knackig schnelles Anziehen bräuchtest du eine Mitkopplung,

Ja. Und einen Spannungsteiler vor die Basis, damit die Spannung am Elko höher werden muß bevor der npn durchsteuert. Und eine Rückkopplung vom Relais zur Basis des npn Größenordnung einige 100k bis 1M.

Und natürlich gehört da ein Widerstand zwischen Kollektor des npn und Basis des pnp. Und die 10K brauchen da nicht hin.

Also mal Butter bei die Fische:

Elko 10µ oder mehr über ca. 100K aufladen. Vom Elko ein Spannungsteiler

470K/47K nach GND. Basis des npn an den Teilerpunkt, Emitter auf GND, Kollektor über 2.2K an Basis des pnp. Emitter des pnp an 12V, Kollektor zum Relais. Freilaufdiode nicht vergessen. Und zum zackigen Umschalten noch 470K vom Relais zum Spannungsteiler-Mittelpunkt.

Grobeinstellung der Zeit mit dem Elko, Feineinstellung mit dem 100K Widerstand. 10µ/100K sollte ca. 1s bringen. Eine Diode "rückwärts" über den 100K sorgt dafür, daß sich der 10µ Elko nach dem Abschalten der Chose auch schnell entlädt.

Alle Werte ca. und mit etwas Gefühl locker um Faktor 2 und mehr variabel ohne die Funktion zu beeinträchtigen.

XL

Das bringt's aber nun echt nicht. Die paar Cent für eine Z-Diode sparen, dafür 30 "normale" in Reihe einbauen - ist ja 'ne Arbeit für einen, der Vater und Mutter erschlagen hat. :-)

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required