Nennspannung Batterie <-> Akku

Apr 15, 2005 10 Replies

Tag, diese "normalen" Batterien haben alle eine Spannung von 1,5V. Akkus gleicher Größe haben nur 1,25V Abgesehen von der Kapazität, die ja bei Akkus auch geringer ist habe ich das Gefühl, dass manche VErbraucher wegen des Spannungsunterschiedes gerne beleidigt sind, dh. sie gehen so richtig nur mit Batterien.



Warum eigentlich können Akkus nicht mit 1,5V Spannung gebaut werden.?


Thomas Hoffmann http://www.praxis-roth-hoffmann.de

Thomas Hoffmann schrieb:

Murks halt! Solche Geräte nutzen die Kapazität der Batterien nur teilweise (knapp die Hälfte) aus.

Wird sofort gemacht, du musst nur noch ein geeignetes elektrochemisches System finden.

Gruß Dieter

Thomas Hoffmann schrieb:

1,2 Volt!

Irrtum - Akkus haben heute meist mehr Kapazität

stimmt - das liegt an diversen Gründen

Weil man die "Chemie" nicht so ohne weiteres "umprogramieren" kann. Die Spannung einer Zelle hängt von den verwendeten Materialien und Chemikalien ab. NiCd-Akku z.B. 1,2 Volt, Bleiakku 2 Volt etc.

Und man kann eben nicht einfach "billig" irgendwelche Wunschwerte erzeugen.

Wenn Geräte mit Akkus nicht funktionieren liegt es eben am Konzept. Die würden aber mit halbleeren Batterien auch schon nicht mehr gehen.

Eine Batteriespanung fängt bei 1,5 Volt an und wird fast linear und kontinuierlich langsam weniger. Wie ein Tank, der langsam ausläuft und immer weniger "Druck" (Spannung) hat. Hat also irgend wann auch mal

1,2 Volt, dann 1,1, 1,0, etc. und "irgendwo" zwischen 1,5 und 1,0 oder weniger hört das Gerät eben auf richtig zu funktionieren.

Ein Lüfter z.B. würde damit mit hoher Drehzahl anfangen und kontinuierlich bis zum Stillstand langsamer werden.

Ein NiCd-Akku z.B. fängt bei ca. 1,2 Volt an und hat diese Spannung fast konstant bis ca. 80 oder mehr Prozent seiner Laufzeit. Erst dann wird er fast schlagartig leer.

Der Lüfter würde anfangs nicht ganz so schnell drehen. Dafür aber sehr konstant bis kurz vor Ende und dann extrem schnell langsamer werden.

Gruss Wolfgang

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Hallo Thomas,

Eine sauber konzipierte Schaltung stört sich daran nicht, weil "leer" sind beide bei ca 0,9V. Wenn Die Schaltung bis dahin tut, ist die Nennspannung herzlich egal. Wenn allerdings die "leer"- Schwelle auf z.B. 1,2 V gelegt wird dann bleibt von den ca. 1,3 V Anfangsspannung der Akkus nur wenig Reserve als Laufzeit.

Diese Aussage stammt noch aus der Zeit, als die gängigen Mignon-Akkus 500 mAh hatten. heute sind 2500 mAh keine Seltenheit mehr. Alkalinebatterien haben so ca 2000-2800 mAh. Die "Heavy Duty" Zellen dagegen sind schon lange von den Akkus überholt worden. Wenn man dann allerdings noch den Spannungsabfall bei höherem Strombedarf betrachtet, schneiden auch schwächere Akkus oft sogar besser ab

Marte

Moin Thomas,

Warum gibt es schwachsinnig entwickelte Geräte, die nicht mit 1.2V- Zellen statt Primärzellen auskommen?

Rainer

Ja, wo laufen sie denn?

Die gibt es leider, z.B. mein Pontis MP3-Player.

Allerdings gelten Batterien erst bei 0.9V als leer, eigentlich sollten die Geräte so gebaut werden, dass sie laufen bis die Batterien auf 0.9V entladen sind.

In dem Fall würden auch Akkus keine Probleme bereiten, weil sie zwar schon am Anfang nur 1.2x Volt liefern, aber bis zur beinahe vollständigen Entladung auch nicht unter 0.9V sinken.

Die Spannung eines Akkus kann nicht beliebig hergestellt werden, sondern sie hängt von den chemischen Potentialen der verwendeten Elektrodenmaterialien ab.

Das Hauptziel bei der Herstellung eines Akkus ist möglichst preiswert möglichst viel Energie bei wenig Volumen und Gewicht zu speichern. Leider liefern die Materialien, die dafür gut geeignet sind, nicht exakt 1.5V.

Es gibt sogar 1.5V Akkus, dabei handelt es sich um "bessere Alkaline-Batterien". Leider lassen sie sich nicht so oft laden wie NiCd oder NiMH Akkus, aber für einige Geräte die nicht mit 1.2V funktionieren sind sie vieleicht eine Alternative.

Im Normalfall stellen die 1.2V aber gar kein Problem dar, sie liegen in dem Spannungsbereichs wo eine Batterie als "halb voll" gilt, deshalb funktionieren fast alle Geräte damit problemlos.

Stefan

Stefan Heimers http://www.heimers.ch/

Hi

Haarspalter! Auf einer NiCd-Zelle von Varta stand mal 1,24V drauf.

Michael

Michael Rübig schrieb:

Das hat nichts mit Haarspalterei zu tun. Die nennspannung ist nun mal

1,2 Volt. Punkt.

Na und? Auch Firmen machen Fehler.

Gruss Wolfgang

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Rainer Knaepper schrieb:

Hallo,

na ganz einfach, weil da nur 2 oder 4 Zellen rein sollten, aber keine 3=20 oder 5. Das Ger=E4t klein und leicht zu bauen bekommt eine wesentlich h=F6here=20 Priorit=E4t als eine gute Batterieausnutzung und der Betrieb mit Akkus=20 statt Prim=E4rzellen.

Bye

Moin Uwe,

invisible Smiley übersehen? ;-)

Es gibt natürlich mehrere Gründe, weshalb Primärzellen gehen, Akkus aber nicht:

- Der Entwickler hat nicht zuende gedacht

- der höhere Innenwiderstand gehört zum Schaltungskonzept (1)

- das Gerät SOLL nicht mit Akkus funktionieren, um Primärzellen verkaufen können. Bei einer Mindestspannung von 1.2 oder 1.3 Volt kann man dann gleich NOCH mehr Alkalis verkaufen.

Rainer

(1) Ich hatte früher(tm) mal einen kleinen Batterie-Blitzer. Mit Akkus bestückt, freute ich mich über Ladezeiten von drei bis vier Sekunden statt etwa sieben (frisch) bis 20 Sekunden (kurz vor Aufgabe) mit Alkalis. Aber nur für etwa zehn Testblitze, dann war der Generator durchgebrutzelt ;-)

Welche Droge bewirkt nochmal totale Inkompetenz, Schizophrenie, Paranoia und Grössenwahn gleichzeitig? Ach ja, richtig: ein Managergehalt. (Benedict Mangelsdorff in ger.ct)

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