LM35 mit 1m Leitung schon problematisch?

Jan 18, 2023 Last reply: 3 years ago 111 Replies

Es nützt offensichtlich dem Autor nichts, dass DU das genau kennst.

Es ist deine Idee, dass die Abbildung zu Punkt 2 gehört.

Diese Abbildung zeigt die Heizung einer Tauwasserschale. Es ist die Kühlmittelleitung unmittelbar nach dem Kompressor, die dort durchgeleitet wird. Das ist keine elektrische Heizung.

IMHO erhöht diese Methode den Stromverbrauch kaum. Allerdings wird dieser Schalter von Laien bedient und dann wohl vergessen... Man sieht ja hier, wie selbst ausgewiesene Fachspezialisten mit 50a Erfahrung von der Materie hoffnungslos überfordert sind; da wagt man gar nicht auf die Hausfrau*In zu extrapolieren.

Marte Schwarz schrieb:

Da könnte man einen LM339 nehmen. Da kann man zwei Komparatoren als Komparatoren verwenden :-) und die weiteren als Zeitstufe und alles unter 1 sec oder so wegfiltern, in beide Richtungen.

So was mit Cortex M7, WLAN, 64bit FPU etc. gibts ja fertig als IoT-Dingens. Da passt dann schon ein Webserver, NAS, BTC-Miner etc. drauf. RGB-Treiber nicht vergessen, ganz wichtig.

Peter Heitzer schrieb:

NTCs sind genauer und stabiler, als man so denkt. Sie werden durchaus zur Präzisionstemperaturmessung verwendet.

Ein 10k NTC wird bei 5 °C etwa 22 k haben. Als Vorwiderstand ein

18 k genommen ist der im Bereich 0-10 °C sehr gut linearisiert.

ACK.

Helmut Schellong schrieb:

Erst muss man einen kriegen, die meisten wurden abgekündigt. Das gibt ziemlichen Knatsch, etwa bei Umrichter- und Motoren- herstellern, die jetzt reihenweise auf Pt1000 umrüsten müssen.

Je nach KTY-Typ werden Toleranzen von bis zu ±6.6K bei 0 °C angegeben. Damit ein linearer R-Sensor auch lineare Ausgangsspannung liefert, muss er mit konstantem Strom betrieben werden. So nett die KTY auch sein mögen, der Aufwand wird nicht kleiner als bei NTC. Lediglich der mehr oder weniger lineare Temperatur- bereich ist viel grösser. Was für einen Kühlschrank allerdings irrelevant ist.

Insbesondere auch nicht KTY.

Peter Heirich schrieb:

Womöglich ist auch im Sommer die Temperatur im Gefrierteil tiefer, da dann der Kompressor länger/häufiger läuft.

Am Unvermögen des Autors kann ich nichts ändern. Ich weiß, wie man es korrekt macht - dieser Autor anscheinend nicht.

Nein, seit eventuell mehr als 100 Jahren ist die Struktur von Texten in den westlichen Ländern der Welt festgelegt. Als Buchautor kenne ich diese Festlegungen.

Es kann sein, daß die Abbildung unter 2. eine nichtelektrische Heizung zeigt. Da es kein Foto ist, kann ich das nicht zweifelsfrei erkennen. Es kann auch sein, daß der Autor diese Abbildung als unter 3. stehend ansieht. Obwohl sie eindeutig unter 2. angeordnet ist. Dann hätte er eben seinem Artikel eine falsche Struktur gegeben.

Bei Reichelt sind mehrere KTY-Typen ab Lager lieferbar.

Bei Reichelt sehe ich sofort KTY81-110 1%. Abweichung max. ±1,91 K bei 0°C.

Bei 0..10 °C ist das vernachlässigbar.

Mir ist noch eine Idee gekommen. Ich habe auch noch ein paar LM34. Die geben 10 mV/Grad Fahrenheit aus. Damit käme ich schon bei 0 Grad Celsius auf 320 mV. Das erscheint mir günstiger, da weiter weg vom Massepotential. Auch der Hub/Grad ist wg. des Faktors 1.8 etwas höher, was auch von Vorteil sein könnte.

Peter Heitzer schrieb:

Das würde mehrere Probleme/Engstellen aufs mal lösen.

Am 18.01.2023 um 10:05 schrieb Peter Heitzer:

Schau doch 'mal Chapter 8.1.1 im ti-Datenblatt, Fig. 13 ..., Koax-Leitung ...

:)

Habe ich nicht getestet. Für NA/NE/SA/SE555 wird absolute maximum rating 18 V angegeben. Als max operating condition werden für NA/NE/SA555 16V genannt, für den military SE555 18V.

Im Titelblatt steht allerdings: "Operation is specified for supplies of 5 V to 15 V."

Geht nichts über sauber definierte specs :-]

Ich hab mehrfach probiert, den NE555 an 15 V zu betreiben. Entweder habe ich Mist gebaut oder Fakes bekommen; die Teile zogen unnatürlich viel Strom und wurden sehr heiss. Mysteriöse Oszillationen wären mir aufgefallen. Hab dann auf 12 V umdimensioniert (anderer Regler

7812 halt, war das schnellste zum Austauschen), dann funktionierte alles wie gedacht. Seither ist mir das Teil suspekt. Es fordert auch sehr sorgfältigen Aufbau, damit es nicht durch Störungen triggert.

Wenn es derart knapp an die maximum ratings geht, muss man wohl genau aufpassen, welchen NE555 von welchem Hersteller man bekommen hat, und das exakt passende Datenblatt konsultieren.

Bei so Allerweltsteilen wie dem 555 ist das blöd, am Rand der Specs sind die halt nicht mehr alle gleich. Dazu kommt das Problem eventueller Fälschungen.

Ich hatte die bisher nur an 12V - und das ist (z.B. in Kombination mit einem

12V-Relais) durchaus praktisch und eine Nische, wo der weiterhin Sinn macht, weil ein beliebiger Microcontroller das halt nicht kann. Dafür ist das Timing halt nicht besonders genau, und besonders bei Zeiten im Minutenbereich wird es sehr sportlich mit der Bauteileauswahl.

cu Michael

Am 25.01.2023 um 22:55 schrieb Rolf Bombach:

Doch, tut sie. Und zwar deutlich. Als ich meinen aktuellen Kühlschrank (vor mehr als 10 Jahren) gekauft habe, hab ich den mal zum Spaß an ein Energiekostenmessgerät angeschlossen. Und war entsetzt wie hoch der Stromverbrauch über der Werksangabe lag. Nach kurzer Suche habe ich bemerkt dass ich beim einräumen den Schalter betätigt habe. Der ist selten dämlich angeordnet, seitlich am Thermostat, so dass man leicht dagegen kommen kann. Bemerkt habe ich es natürlich nicht, weil man ja nicht sieht was das Licht nach dem Schließen der Tür macht.

Nachdem ich die Zusatzbeleuchtung wieder abgeschaltet hatte, hat sich der Stromverbrauch wieder normalisiert und passte auch zur Werksangabe.

Seitdem achte ich darauf, dass ich nicht aus versehen da dran komme.

Thorsten Böttcher schrieb:

Aber doch nur aufgrund Fehlbedienung, wie du ja im Folgenden auch selber schreibst

Eben!

Noch ein Stück energiesparender, aber eben auch etwas teurer, sind Geräte mit erstens etwas besserer als minimal nötiger Isolierung und zweitens getrennten Kälteaggregaten für Kühlfach einerseits und Gefrierfach andererseits

MfG Rupert

Am 09.02.2023 um 12:50 schrieb Rupert Haselbeck:

Und wenn ich den Schalter absichtlich umgelegt hätte, hätte das den Stromverbrauch nicht erhöht? Woher weiß der Kühlschrank das?

Der Schalter ist genau dafür da, die Laufzeit des Kompressors zu verlängern. Und das geht nicht ohne erhöhten Energiebedarf.

Thorsten Böttcher schrieb:

Natürlich hätte es das

Er weiß ja gerade nicht, dass es nötig ist. Daher muss man ihm das ja selber sagen - mittels besagtem Schalter

Natürlich! Man will aber doch den Kompressor länger laufen zu lassen, um das Gefrierfach ausreichend zu kühlen. Teurere Geräte erkennen das selber bzw. lösen das Problem auf andere, effizientere Weise

MfG Rupert

Am 09.02.2023 um 13:20 schrieb Rupert Haselbeck:

Ehrlich gesagt verstehe ich dann Deinen Hinweis auf die Fehlbedienung nicht.

Aussage war: Die Funktion erhöht den Energiebedarf kaum. Und ich hab das Gegenteil behauptet.

Warum man die Funktion einschaltet, ist doch vollkommen unerheblich, das Ergebnis ist identisch.

Thorsten Böttcher schrieb:

Eben nicht. Wenn man die Funktion bei Bedarf einschaltet, so erspart man sich die Lebensmittelvergiftung. Übers Jahr gesehen steigt der Energieverbrauch dennoch kaum, sofern man das rechtzeitige Ausschalten nicht vergisst.

MfG Rupert

Am 09.02.2023 um 14:10 schrieb Rupert Haselbeck:

Ob und wie der Bedarf ist, hängt vom Aufstellungsort ab.

Aha. Du weißt also schon vorher wo der Kühlschrank steht, und wie oft man die Lampe zuschalten musst, und kannst daher schon vorher den zusätzlichen Energiebedarf berechnen.

Da mir solche präkognitiven Fähigkeiten fehlen kann ich nur sagen, dass der Energiebedarf mit dauernd leuchtender Lampe deutlich höher ist als ohne.

Bei mir musste ich dieses Feature noch nie einschalten. Meine Wohnung ist geheizt, und fällt nie unter die Grenze wo der Kühlschrank nicht mehr ohne Tricks funktioniert. Oder andersherum, ich betreibe ihn in der Klimazone für die er gedacht ist.

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