Alles klar, dann haben wir aneinander vorbeigeredet. Klang eingangs so, als wäre die Kaskade Teil des Laserkondensators wg. "schlagartig". Ich hatte unseren Eigenbau mit einem Zündspulengerät, gleichgerichtet über Diodenreihenschaltung, aufgeladen.
mfg Rolf Bombach
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M
Michael Eggert
Hi!
Nun, trotzdem muss man sie ja nicht impulsförmig belasten, da der Plattenkondensator auch über eine Induktivität geladen werden kann und nach dem Entladen des Plattenkondensators ein Aufrechterhalten des Lichtbogens keinen Gewinn bringt.
Gruß, Michael.
M
Marc Schroetel
Klingt auch nett. Auf wieviel kV seid ihr denn gekommen?
M
Marc Schroetel
Also koennte man sagen: Je steiler und kuerzer der Impuls, desto besser das Ergebnis?
M
Michael Eggert
Hi!
Jein. Der Stickstofflaser braucht eine Entladung, die sich vom Anfang der Rinne bis zum Ende hin fortpflanzt - mit Lichtgeschwindigkeit. Die Entladung, und damit die Anregung des Stickstoff, muss immer dort stattfinden, wo sich der "Lichtpuls" gerade befindet, damit er vom angeregten Stickstoff durch stimulierte Emission verstärkt werden kann. Ist der Lichtpuls gerade an einem bestimmten Ort, nützt es ihm wenig, wenn hinter ihm noch oder weit vor ihm schon eine Entladung stattfindet. Genau aus diesem Grund haben diese Laser die bekannte Geometrie mit Platten bestimmter Abmessungen und der Zündung von einer Ecke aus, welche eine Welle verursacht, die sich derart ausbreitet, daß in der "Rinne" eben eine sich mit Lichtgeschwindigkeit fortpflanzende Entladung ausbildet. Bis ein mit oder ohne Kabel an die Platten angeschlossener Kondensator hier noch Energie zuliefern könnte, ist der Lichtpuls längst raus und der Kuchen gegessen.
Gruß, Michael.
M
Michael Eggert
Hi!
Wie gesagt: Laufen muss er. Folgende Seiten kennst Du?
Pflichtlektüre:
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Seitenweise Stickstofflaser. Die Links müssten wohl mal ausgemistet werden. Recht gut gemacht finde ich:
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"The Homebuilt Lasers Site"
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"Hubert's Lasers for amateur" incl "Build a 10$ air laser!"
Gruß, Michael.
R
Rolf Bombach
Mit normaler "blauer" Zündspule bin ich vor ein paar Minuten noch auf 26kV gekommen ;-], geschätzt aus der Rücklaufspannung von etwa 330V. Als Hinlaufspannung hab ich etwa 40V, bei entsprechender Frequenz sind hochspannungsseitig >10W leicht möglich. Mit der "roten" Zündspule komm ich auf >30kV bei >30Watt. Genau konnte ich es nicht messen. Ich hab zwar eine elektronische Last gebastelt, die PD500 hält allerdings auch nicht mehr aus, auch bei den 30W glüht die Anode schnell gelb (sehr hellgelb..). Röhrengleichrichter hab ich schnell aufgegeben, teils wegen mühsamer Heizungsversorgung, teils wegen Röntgenproblemen. "Röntgen" brachte uns aber auf die Idee, eine Röntgenkaskade zu verwenden.
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BTW, im Institutsmüll hab ich folgende Kaskaden im Dutzend gesehen. Ich kann mir keine Reim drauf machen, wozu die gut sein sollten. Kommen für mich wegen hohem Querstrom nicht in Frage, scheinen aber auf unkaputtbar getrimmt worden sein.
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Urgs, seh gerade, Grössenvergleich fehlt: Die Stufen sind mit unglaublicher Präzision (0.1%) 1 cm hoch, warum auch immer.
mfg Rolf Bombach
H
horst-d.winzler
Mit normaler Bosch Zündspule für 6V bin ich bei meiner Kondensatorzündanlage auf eine Zündfunkenlänge kekommen, die ohne Belastung locker über den Kragen zum Schraubanschluß reichte. Bei max. Drehzahl bin ich auf eine berechnete Leistungsaufnahme von 50W gekommen.
Hatte mich damals mal gewundert, warum bei Beschleunigung der Wagen plötzlich etwas ruckelte. Als ich mich auf die Suche nach dieser Erscheinung machte und den Zündverteiler öffnete, lag der Grund vor Augen. Innen war alles schwarz. Der Entstörwiderstand im Verteilerfinger war explodiert ;-)
gruß horst-dieter
R
Rolf Bombach
Hochspannung wird im Zusammenhang mit (noch so kleinen) Kapazitäten "tödlich". Bei kleinen Kapazitäten zum Glück nur für Bauteile. Ein Kondensator im Zusammen- wirken mit einer Funkenstrecke ist nämlich ein prima Schaltwandler, mit verblüffend hohem Wirkungsgrad. Ich hab mit meinem Zündspulengerät die Hochspannung gleichgerichtet, einen 100pF/25kV Kondensator geladen und via Funkenstrecke und Autoscheinwerferbirne wieder entladen. Die hat geleuchtet. Iavg 1.5 mA, Irms 3 A, Ipeak (keine Ahnung, kann deutlich über 1 kA gewesen sein, viel mehr nicht wegen einiger unfreiwilliger Induktivi- täten). Wirkungsgrad Schaltwandler muss deutlich über 50% gewesen sein. Die Rechnung "Kurzschluss, also Spannung Null, also Leistung Null" geht hier nicht so einfach auf.
mfg Rolf Bombach
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