Impulswiderstand, induktionsfreier Widerstand gesucht

Mar 29, 2012 74 Replies

Am 05.04.2012 19:50, schrieb Joerg: [...]

Hallo,

im Moment bin ich weiter gekommen, als ich dachte. Aber an den Trümmer zu gehen ist eine elende Wuchterei.

- Die Grübellei an der ZD ging dagegen völlig ins Leere. Die Stabilisierung ist zur Zeit noch in Ordnung.

Hier die stärkste Option:

- An einem Gasherd lassen die Trioden bis zu 8mm lange Funken zu. Also bei ca. 8kV erfolgt der Überschlag.

Wenn ich mir mal so überlege, was bei 2kV DC so noch an Spannung incl. Oberwellen hinzukommt, dann macht es durchaus Sinn, daß die Trioden bei ca. 0,3 bis 0,35 A Anodenstrom anfangen zu zicken. Demnach bin ich also mit meiner Parasitärfalle bereits am Ende der Fahnenstange angelangt. Sie funktioniert tadellos.

Was ich womöglich tatsächlich bräuchte ist ein Elektrisiergerät, das die Spannungsfestigkeit der Trioden durch stundenlanges inneres Funken herhöhen könnte, sonne Art Minitesla, mit der ich auch die Ausgangspannung mit der Eingangsspannung 6 bis 12V DC einstellen kann und das Gesamte bis max. 10W begrenzt. Ich gehe davon aus, daß jeder einzelne Funke gettert, gering aber über die Zeit gesehen halt genug.

Peter

Am 07.04.2012 12:48, schrieb Peter Thoms:

Im Impulsbetrieb kann die Röhre bis max 10kV sperren.

Bei 2kV Betriebsspannung (also etwa Uss=4kV) zieht die Röhre etwa 400mA.

Röhren als Überspannungsableiter quittieren die Dinger dann mit Ausfall. Um Übergangswiderstände zB durch Funkenüberschläge zu identifizieren, eiget sich ein Hochohmmeter mit 500V Meßspannung bestens.

Gasreste saugt die Anodenbeschichtung im Betrieb. Die Anode muß also erst die Betriebstemperatur erreicht haben.

mfg hdw

Am 07.04.2012 13:40, schrieb Horst-D.Winzler:

Hallo Horst,

also, ich komme mit den mickrigen 8 kVs nicht so recht auf Betriebstemperatur. Das ist mein Problem.

Um Oberwellen abzuschwächen ist meine Parasitärfalle auch stark genug. Wenn sie noch stärker wirken soll, ist es einfacher die Ansteuerfrequenz zu erhöhen als die Falle.

Peter

Ja, dabei entsteht jedesmal eine Art "Schweissspunkt" an dem es dann in Zukunft leichter ballert als an einer neuen Roehre. Viele Durchschlaege koennen eine Roehre ruinieren.

So isset.

Auf Betriebstemperatur kommt man nicht ueber Spannung sondern ueber Anodenstrom. Test-Aussendung in eine nicht gut abgestimmte Antenne, Ruhestrom hochdrehen, oder aehnliches. Einige Roehren gettern erst wenn die Anoden mal ein paar Minuten dunkelrot waren. Aber die 3-500Z kenne ich wie gesgat nicht.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Hallo,

das bedeutet dann für mich: Aufgeben

Ein kleines bischen, erahnbar dunkelrot wird sie in einen kleinen Bereich. Das Problem ist, daß sich Bereiche rekombinieren (ausgasen) und kühlere Bereiche dagegen gettern. Bei 8kV ist die aktive Marge wohl recht dünn.

Ersatzweise irgend ein Elmsfeuergenerator, dachte ich, Mikro- oder Nanoblitze.

Peter

Am 07.04.2012 17:01, schrieb Joerg: > Peter Thoms wrote: >> Am 07.04.2012 13:40, schrieb Horst-D.Winzler: >>> Am 07.04.2012 12:48, schrieb Peter Thoms: >>>

400mA. >>>

das bedeutet dann für mich: Aufgeben

Ein kleines bischen, erahnbar dunkelrot wird sie in einen kleinen Bereich. Das Problem ist, daß sich Bereiche rekombinieren (ausgasen) und kühlere Bereiche dagegen gettern. Bei 8kV ist die aktive Marge wohl recht dünn.

Ersatzweise irgend ein Elmsfeuergenerator, dachte ich, Mikro- oder Nanoblitze.

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Peter

OK, wenn sie zuviel Luft gezogen haben koennten sie hin sein. Liesse sich einfach testen indem Du mal zwei Stueck 3-500Z aus einer anderen PA ausleihst. Wenn damit alles bestens funktioniert hilft nur der beherzte Griff in die Ersatzteilkasse :-(

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 07.04.2012 20:00, schrieb Joerg: [...]

Hallo,

"hin" ist relativ. Die besitzt immerhin noch stolze 13 dB Verstärkung. Überleg mal, bei 100W Anteuerung ...

Peter

Ja ok, aber sie sind laut Deinen Anmerkungen nicht mehr stabil und es ballert schonmal drin. 13dB nutzt nichts wenn es beim entscheidenden QSO ballert :-)

Kann mich an einen Kontest erinnern als jemand "noch eben schnell" die letzte Stunde oder so ... es ballerte schon einige Zeit ... dann ...

*PFFFFFUFF* und es stank nach verbrannten Haaren. Der Gestank kam aus dem dicken teuren Netztrafo, der sich damit den Kosten fuer einen neuen Satz Roehren hinzugesellte. Man konnte beinahe sagen Totalschaden, so als wuerde man bei leuchtendem Oellaempchen am Armaturenbrett noch eben die letzten drei Kilometer nach Hause zockeln.
Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 07.04.2012 20:20, schrieb Joerg: [...]

Hallo,

iss ja abgesichert, geht schneller als ein Wimperschlag. Noch nicht mal der Anodenstrommesser bekommt ein Kick. In die Mikrowelle?

Peter

Ok, aber dann probier halt mal einen anderen Satz Roehren. So wie die PA jetzt ist macht sie ja keine Freude mehr.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Am 07.04.2012 19:54, schrieb Peter Thoms:

Die Anode kann bis leicht kirschrot glühen. Das kann sie ab. Es soll OMs gegebene haben, die zum Abstimmen der PA das Glühen der Anode herangezogen haben. Zumindest hatten viele PA-Stufen eine Schauglas.

Die PA-Röhren dieser Leistungsklasse ähneln sich alle. Allzugroße Unterschiede wirds nicht gegeben haben.

Du bist sicher, das der Anodenkreis der PA tatsächlich auf der Grundwelle abgestimmt ist? Hast du mit zB einem Griddipper nachgeprüft? Wäre nicht das erstemal das aus irgendeinem Grund der Anodenkreis auf einer Harmonischen arbeitet.

Die Röhre arbeitet nicht im überspannten Betrieb? Ich meine mich zu erinnern, das es beim Abstimmen auf Resonanz dann der Anodenstrom einen Dipp anzeigt. Ist aber schon zu lange her. ;-)

Die zugeführte Leistung korrespondiert mit der abgegebenen Leistung?

Die abgegebene Leistung ist wirklich real und keine Blindleistung?

Alles Punkte auf die man im Eifer des Gefechts "reinfallen" kann. ;-)

Kornblumen blaues Leuchten in der Röhre ist durchaus normal. Kannst du erkennen, wo die Überschläge stattgefunden haben? Gibt es dort dunklere Stellen am Isoliermaterial? Diese dunkleren Stellen nährten den Verdacht auf Verkohlung. Ist das der Fall, ist die Röhre nur noch unterhalb der Nenndaten verwendbar. Ansonsten trotzdem das sie geht, ein Fall für den Müll. ;-( Die Katoden dieser Röhre sind ja durchweg thoriert, jedenfalls nicht mit "normalem" Katodenmaterial überzogen. Die Gefahr das sich aktives Material auf dem Gitter niederschlägt ist deshalb sehr gering. Ganz ausgeschlossen ist es aber nicht.

mfg hdw

Am 08.04.2012 07:06, schrieb Horst-D.Winzler:

Hallo,

ich bin mir im Moment überhaupt nicht mehr sicher.

- Also, die Leistung hatte ein "Bird" angezeigt.

- Ein Anodenstromdip war vorhanden, das bedeutet die volle DC-Spannungsausnutzung

Mittlerweile habe ich mal ein wenig "prokastiniert"

Es könnte ja wirklich alles sein, wo als Ursache ein Spannungsdurchbruch entsteht bis zum Wackelkontakt, puh. Die alten Ladekondensatoren von HV-Netzteil?

Ich hätte noch ein schielendes Hameg 303-6 (35MHz)irgendwo im Regal. Aber wie und wo abgreifen, damit es mir nicht abraucht?

Peter

[...]

Ist das was unanstaendiges oder schreibt man das bei Euch wirklich ohne "r"? :-)

Die Hochspannung? Guck man im Schaltbild im gestrichelten Kaestchen rechts vom Trafo. Unten am R18 kannst Du abgreifen, Teilfaktor muesste etwa 1:170 sein. Den Teiler hat Dir Kenwood schon schluesselfertig hingeloetet :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Einen Tektronix P-6015 aus dem Regal nehmen :-)

Ok, das war gemein, aber zehn 10 MOhm, 1 W Widerstände in Reihe tun's auch --> Bürklin 31E296, 0,4Euro / St. , 32E654 könnten auch reichen.

Butzo

Am 07.04.2012 13:40, schrieb Horst-D.Winzler: [...]

Hallo,

die Eingangsteile habe ich mit 1000 Volt durchgemessen. Irgend etwas über 6 GOhm bis unendlich, auch an der Röhre einmal 6,5 und einmal 5,5 GOhm zwischen Kathode und Gitter. Anode und Gitter waren mit 5 kV ohne Überschläge.

Daß ein Fehler im Netzteil ist, finde ich sehr unwahrscheinlich. Dann würde es nicht an der Anode "funken".

Peter

Am 12.04.2012 15:59, schrieb Peter Thoms:

Huch, und jetzt an einer Röhre K-G 1,4 GOhm und an der anderen unendlich und das reproduzierbar.

Peter

Ich sach ja, leih Dir einen Satz Roehren aus einer anderen PA aus. Wenn dann alles paletti ist kannst Du die ganze Messerei sparen und diese Zeit in des Auffinden eines preisguenstigen Angebots fuer 3-500Z investieren :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Hallo,

wer besitzt so etwas noch? Das ist das eigentliche Problem, vorerst nehme ich Erreichbares.

Am Chassis wären noch die 15kV-Kondensatoren zu prüfen. Aber 1,4 GOhm finde ich schon heftig wenig. Man muß bedenken, daß die Kathode vom Rohr jetzt ohne die Heizung völlig ungestreßt und nicht ausgedeht ist.

Peter

Da reicht normalerweise eine kurze Anfrage auf den 2m OV-Frequenzen in der Umgebung. Es kann doch nicht sein dass sich all die PAs ueber die Jahre in Wohlgefallen aufgeloest haben. Drake L-4B wurde z.B. massenweise in Deutschland gekauft und da sind die drin. Dann Ameritron Al-82 und so weiter. Am besten vor der Anfrage im Internet nachsehen wo die noch drin sind. Danach kommen vermutlich Antworten wie "Der Jupp muesste sowas noch im Keller stehen haben".

Problem ist dass solche Roehren einen 10-jaehrigen Hiatus aehnlich quittieren wie der menschliche Koerper, mit gesundheitlichen Zipperlein.

Ok, aber am Ende bleibt das meiste doch nur Spekulation, Du brauchst echt einen zweiten Satz zum Probieren.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

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