Energy Monitor 3000

Feb 06, 2006 22 Replies

Hallo, hat sonst noch jemand Erfahrungen damit?



Anscheinend kommt das Teil nicht mit impulsförmiger Stromaufnahme (Schaltnetzteile/Umrichter) zurecht und misst viel zu wenig. Ein Schaltnetzteil (250W, ohne PFC), das ich fertiggestellt habe, braucht laut Anzeige des EMs 80,2W/110,8VA bei einer Ausgangslast von



8,2A/13,6V.Da ich bezweifle, das perpetuum mobile erfunden zu haben vermute ich dass das EM3000 doch sehr ungenau arbeitet. Auch ansonsten kann ich die angegebenen 1% Messgenauigkeit nicht wirklich bestätigen, im Vergleich zu einem kalibrierten Fluke 175 liegt das EM3000 bei der Netzspannung um gute 5v daneben (zeigt zu viel an). Die 4-stelligen Displays sind schon angesichts der angegebenen 1% völlig unnötig... Nochmal würde ich es nicht kaufen.

BTW:Warum klebt neben dem Mülltonnenaufkleber ein weiterer solcher drauf mit "Hg" drunter?Was da drinnen sollte bitte Quecksilber enthalten?Die Lithiumbatterie wohl kaum.



Gruß, Robert


Hallo Robert,

Nein, aber solche Messungen habe ich immer mit dem guten alten mechanischen Zwischenzaehler und einer Uhr erledigt. Der zaehlt schliesslich so wie der E-Werk Zaehler und dann weiss man, wieviel zu zahlende Energie tatsaechlich pro Minute aufgenommen wird.

Ein Hg Aufkleber war da auch nicht drauf ;-)

Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

Das ist eine mögliche Alternative, dann müsste ich aber ersteinmal einen ausreichenden Kühlkörper für meine Lastwiderstände (10x250w Dickfilm) finden.Für 20s reichen die mickrigen Prozessorkühler ja aus. Eigentlich habe ich ja erhofft, dass das Gerät wenigstens seine Datenblattwerte einhält, die es durchaus als geeignet zur Wirkungsgradbestimmung gemacht hätten.War leider nicht so.

Habe das Gerät soeben aufgeschraubt, billiger gehts echt nicht mehr. Ein Plastikklecks-IC mit 4,9Mhz Quarz, ein TLC274 (ich nehme sowas ja wirklich nur für 08/15 Anwendungen, um das Signal am Stromshunt zu verstärken würde ich eher was in Richtung LTC1052 nehmen...) und n Haufen normale 5% SMD Widerstände. Ich kann, Interesse vorausgesetzt, mal ein Foto online stellen.

Gruß, Robert

Joerg schrieb:

Man kann auch ein Multimeter (am besten mit einem Teststecker und ordentlichen Messleitungen) in die Leitung einschleifen und den Strom messen. Die Leistung lässt sich dann errechnen.

Ich schätze das Messen mit dem Zwischenzähler kann bei kleinen Lasten (ermitteln von Standby-Verbrauch z.B.) recht zeitintensiv werden.

CU

Manuel

Hallo Robert,

10x250W? Ich dachte, es sind nur einmal 110W. Ich hatte fuer solche Sachen immer einen Eimer SAE10 Oel. Der brauchte sogar bei 1kW etliche Minuten, bis das handwarm wurde. Allerdings rostete nach circa 20 Jahren ein ganz kleines Loechle hinein und es gab eine kleine Sauerei.

TLC274? Kostet immerhin satte 30c. Haette ich mit LM324 versucht 8-D

Naja, ich wuerde so einen Kram eh nicht kaufen. Ich hoffe, Du hast nicht zuviel dafuer geloehnt.

Heutzutage laesst sich so ein Messgeraet (aber ein vernuenftiges) mit MSP430 aufbauen. Da sind Wandler und LCD Treiber schon drin. Bin aber trotzdem beim Zaehler geblieben, da weiss man, was man hat.

Gruesse, Joerg

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Hallo Manuel,

Das kann sehr ungenau werden, jedenfalls bei Verbrauchern, deren Strom stark von der Sinusform abweicht.

Er muss nur gut in Schuss sein (Lager usw.), sonst koennte er eventuell bei ganz kleinem Strom nicht anlaufen. Ich hatte mir auf die Scheibe weitere Teilstriche in Schwarz gemalt, sodass es nicht so lange dauerte. Fuer hohe Lasten nahm ich den normalen roten Teilstrich, fuer kleine die schwarzen. Einfach abzaehlen.

Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

In welchem Preissegment wäre ein MSP430 zu erwarten?

Ich habe auch so ein Billigmessgerät. Gehe ich recht in der Annahme das dieses Messgerät mit großer Wahrscheinlichkeit z.B. den Verbrauch eines PC-Netzteils (inklusive der dranhängenden Last) auch wesentlich zu niedrig misst?

Wäre eventuell mal eine Überlegung wert. In wieviele Teilsegmente hast du die Scheibe für das Messen kleiner Lasten eingeteilt und wie bekommt man das hin das die Striche gleichmäßig sind?

CU

Manuel

Joerg schrieb:

Die Widerstände bringen ihre 250W nur bei optimaler Kühlung. Dickfilmwiderstände sind eigentlich nur eine Keramikplatte (ca. 5x5cm hier) mit Widerstandsmaterial drauf, und nem Gehäuse aussenrum.Im Vergleich zu den goldenen Drahtwidertständen halten die ohne Kühlung nichtmal 10% aus, sind dafür aber sehr niederinduktiv (gut für Laststep-Messungen).Zudem sind momentan ja nur 2stk angeschlossen, aber das Gerät sollte eigentlich (mal sehen, wann ich dazu komme es zu testen diesbezüglich) 250W Dauerlast bringen, ohne aktive Kühlung.Bei 100W gibt es nach 1h um die 40-45°C auf dem Kühlkörper bei normaler Raumtemperatur.

Vermute ich durchaus, dass da eine große Abweichung möglich ist. Mein Netzteil ist ja auch nicht wesentlich anders aufgebaut, von der etwas solideren Konstruktion mal abgesehen (u.a. ordentliche Elkos mit ausreichender Dimensionierung [2x 2serielle 1000µ 250V BC Longlife]).

Gruß, Robert

Hallo Manuel,

Die mit 16bit Wandler fangen bei etwa $1.50 an, allerdings nur bei 1k+ Stueckzahlen und einigermassen harter Verhandlungstaktik. Gerade hinter mich gebracht, fuer den F2013. Hatte dezent erwaehnt, dass da ja auch noch der R8C ist...

Der F2013 hat allerdings keinen LCD Output, aber mit einem 1-2 zeiligen HD kompatiblen Display braucht man keinen.

F149 und so sind teurer. Bei Einzelstuecken deutlich ueber $5.

Weiss ich nicht, ich verwende die Dinger nicht.

Auf die ganz popelige: Fronthaube abgeschraubt. Dann ein Stueck Kreppband auf die Metallflaeche an der Front geklebt, ueber den Scheibenschlitz. Nun sanft mit Bleistift symmetrisch Striche drauf und auf die Scheibe uebertragen. Solange ausradiert und neu gestrichelt, bis es aufging und dann mit Sharpie (bei Euch Edding?) auf den Scheibenrand aufgepinselt. Bei der ganzen Aktion darauf achten, dass niemals Druck auf die Scheibe ausgeuebt wird.

Natuerlich darf man das nicht mit einem plombierten 'echten' Zaehler machen und es darf auch kein Strom drauf sein.

Gruesse, Joerg

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Hallo,

Manuel Reimer schrieb:

Taste die Zählerumdrehung elektronisch ab, z.B. mittels optischer Verfahren. Miß die Zeit EINER Scheibenumdrehung mit einem entsprechend kleinen Zeittakt z.B. Millisekunden, der Rest ist dann nur noch eine Frage der Auswertung.

Beispiel: Mein Zähler hat eine Zählerkonstante von 75 U/KWh (bin eben extra in den Keller gerannt :-). Die Scheibe macht also bei

1 KW Last 1/75 h = 48 Sek. für eine Umdrehung. Entspricht bei 200 W = 240 Sek. = 4 Min / Umdrehung.

Zähler kleinerer Leistung haben üblicherweise größere Zählerkonstanten, sodaß die Zeiten für kleine Leistungen auch noch im handhabbaren Bereich liegen.

Als Formel:

P(in KW) = 1 / ( Zählerkonstante * T(Zeit für 1 Umdrehung in Std.) )

besser zu handhaben:

P(in W) = 3600000 / ( Zählerkonstante * T(Zeit für 1 Umdrehung in Sek.) )

Um vorher mal abzuschätzen wie lange eine Umdrehung benötigt die folgende Umstellung:

T(Zeit für 1 Umdrehung in Sek.) = 3600000 / ( Zählerkonstante * P(in W) )

Für 5 W Standby-Leistung und bei einer Zählerkonstante von z.B. 750 U/KWh benötigt die Zählerscheibe 960 Sek. = 16 Min., wobei zu beachten ist, das Zähler im Kleinleistungsbereich einen erhöhten Fehler aufweisen bzw. eine Mindestleistung erforderlich ist, um überhaupt anzulaufen. Ist also für kleine Leistungen eher ungünstig.

Möglichkeit: Konstante Grundlast von z.B. 100 W schaffen und die Messung einmal mit und einmal ohne Messlast durchführen, Differenz ermitteln.

Gruß Reinhard

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Gruß Henning

Hallo Henning,

Autsch, die sind ja bei Euch echt teuer.

Gruesse, Joerg

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Naja, Endkundenpreise, weil Bastlerladen. Die Atmel AVR sind auf jeden Fall billiger, aber nur 8Bitter. Dafür aber noch bastlerfreundlicher (PDIP, Vcc=5V, SPI- statt JTAG-Programmierung).

Gruß Henning

Hallo Henning,

8bit reichen oft, aber auf die Peripherie kommt es an. Der eingebaute 16bit Wandler einiger MSP430 ist schon was feines. SO Gehaeuse geht auch noch, aber die F2xxx Serie kommt in TSSOP und das ist bei Handloetung echt aetzend. Jedenfalls, wenn die Augen nicht mehr so ganz jung sind. Habe aber schon mal gepfuscht und mir Header Boards besorgt.

Gruesse, Joerg

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Joerg schrieb:

Hallo,

ich bezweifle allerdings ob so ein Zwischenz=E4hler bei so kleiner Last=20 und nicht sinusf=F6rmiger Stromaufnahme besonders genaue Ergebnisse=20 bringt. Die 250 W liegen ja bei oder gar unter 10 % der Nennlast des=20 Z=E4hlers.

Bye

Manuel Reimer schrieb:

Hallo,

ach, auch bei einem Schaltnetzteil ohne PFC? Aber auch bei einem simplen =

Linearnetzteil d=FCrfte die Methode versagen, auch weicht der Strom stark= =20 von der Sinusform ab.

Bye

Hallo,

Uwe Hercksen schrieb:

Die Dinger sind ziemlich genau - jedenfalls für den Hausgebrauch. Lediglich bei ganz kleinen Lasten in der 1W-Klasse können sie mal stehen bleiben.

Einfach die Zeit für eine (oder mehrere) Umdrehungen stoppen. Der Umrechnungsfaktor ist aufgedruckt.

Marcel

Hallo Marcel,

Stimmt. Ich hatte es vorher natuerlich mit Widerstaenden probiert. Das haute genau hin, obwohl der Zaehler damals schon ueber 25 Jahre alt war. Er drehte sich sogar bei einem Watt noch recht praezise.

Gruesse, Joerg

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ten=20

Ich habe das schon mal gesehen. Da wurde vom EVU so ein Dreibein auf die =

Scheibe gehaftet, das die Scheibe abgetastet hat. Dabei wurde aber die=20 Riffelung der Scheibe zusammen mit der Markierung erfasst. Im Prinzip=20 einfach, weil eine einfache Reflex-Lichtschranke genutzt werden kann,=20 deren Licht zwischen den Z=E4hnchen der Scheibe Reflektiert wird. Bei der= =20 roten Markierung ist das Gesammtsignal wohl bed=E4mpft oder so. Das kann =

man ebenfalls erfassen.

Gru=DF, Ulrich

Hallo,

Ulrich Prinz schrieb:

Genau nach diesem Prinzip funktionierte auch eine Zählereichbank, an der ich vor 20 Jahren mal gearbeitet habe. Hersteller war ein Zählerproduzent aus Oranienburg. Es konnten 6 Zähler angeschlossen werden und 2 gleichzeitig geprüft werden. Die Abtastung erfolgte über 2 verfahrbare Reflexlichtschranken die je einen elektronischen TTL-Grab-Zähler triggerten. Man konnte die Anzahl der Zählerumdrehungen von 1 bis 99 vorwählen und die Marke an der Zählerscheibe triggerte Beginn und Ende der Zeitmessung, Auflösung war 1 Millisekunde.

Ich kann mich erinnern, daß das Erkennen der roten Marken oft problematisch war, die schwarzen wurden besser erkannt.

Ich glaube, das Teil existiert noch in der alten Firma, ich arbeite aber nicht mehr dort.

Gruß Reinhard

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