Lüftermotor (230V) "Dimmen", S oftwerker braucht Hilfe ;-)

Mar 04, 2013 13 Replies

Hallo zusammen, ich baue gerade eine Wintergartensteuerung auf Atmega-Basis mit Touch-Display, weil die vorhandene zu Ausfallerscheinungen neigt und der Hersteller seit Jahren nicht mehr existiert (und die Steuerung in Zukunft auch von Laien bedienbar werden soll)



Problem: Abluft ist bisher in 8 Stufen regelbar. Ich hab jetzt ein Dimmermodul von Kemo versucht (angeblich auch für Universalmotoren geeignet: Phasenanschnitt-Dimmer, Link: ) damit wird der Lüfter zwar langsamer aber auch deutlich lauter. Funktioniert also nicht so, wie es soll. Gemessen an der vorhandenen Steuerung habe ich, daß beim herunterregeln die Spannung sinkt, ist also keine Frequenzumrichtung drin. Auf dem Lüftermodul steht nur der Herstellername: "Lüftomatic GmbH" und "LDR16.1 FA 230V/50Hz, 65W"



Vorhanden ist ein TTL-PWM-Ausgang vom Atmega, bei Bedarf kann ich auch andere Ansteuerung noch implementieren.



Randproblem: ich bin ca. 400km von Ort des Geschehens weg und kann nicht einfach mal so was durchprobieren, es sollte schon mit Erfolgsaussichten verbunden sein ;-) (Digital-) Oszi ist vorhanden, hab mir aber noch keine Gedanken gemacht, wie ich 230V damit messe (ich will ungern den magischen Rauch rauslassen).



Danke für eure Anregungen. Gruß, Christian


Hallo Christian,

Kommt mir bekannt vor. Bei mir war es eine Dunstabzugshaube, die lauter wurde, je mehr sie ausgebremst wurde. Da sie mir als explitit geräuscharm verkauft wurde hatte ich das beanstandet, bekam einen neuen Motor zugesandt, ohne Erfolg... Der Hersteller hatte ohne weitere Mitteilung an die Händler einfach eine neue Elektronikeinheit verbaut, in der statt aufwändiger Spulenumschaltung (die in den Motoren vorgesehen waren) einfach eine Phasenanschnittsteuerung eingebaut, ist eben billiger als das Umschalten, Dumm nur, dass die Motoren dann herzhaft brummen.

Schau doch mal, wieviele Anschlüsse der Motor hat, bzw ob auf ihm eine Schaltskizze ist. Wenn er mehr als zwei bis drei Anschlüsse hat, ist es nicht unwahrscheinlich, dass das ein ähnlicher Fall ist.

In dem Fall wäre dann wohl eher eine Relaiseinheit oder eine Handvoll Thyristoren/Triacs angesagt

Das verkompliziert einiges.

Dann sollte die Bestandsaufnahme noch besser werden. Was tut den an der Lüftomatik nicht mehr? Kann man an der nicht herausfinden, wie der Motor angesteuert werden möchte? Hier scheint mir eine Runde Reversingeneering nützlich zu sein.

Es wäre aber sehr ratsam, sich im Voraus mit den Grundlagen und Gefahren mit der Netzspannung auseinanderzusetzen.

Marte

Am 04.03.2013 08:57, schrieb Marte Schwarz:

[...]

Keine Schaltskizze, 3 Anschlüsse (PEN, N, L) (evtl. muß ich die Lüftereinheit beim nächsten Besuch komplett auseinandernehmen.

bis jetzt funktioniert der Wintergarten noch, aber die Platine hatte wohl einen Designfehler, sodaß die Lebenserwartung nicht besonders hoch ist. Außerdem kann das ein normal Sterblicher kaum bedienen (2*10Zeichen Text-LCD, mehrere Menü-Ebenen usw. Ich komme mit Anleitung durch, aber der Benurtzer vor Ort hat keine Chance) Ich hab jetzt ein kleines Display mit ein paar Piktogrammen und Touchinterface programmiert, das ist wesentlich übersichtlicher (und schon vom Benutzer freigegeben ;-)

Ich hatte in der ersten Runde ein bischen auf das Prinzip Hoffnung gesetzt, war wohl nix.

Netzspannung an sich kein Thema, nur mit Leistungselektronik und dem drumherum hab ich noch nix gemacht.

Danke und Gruß, Christian

die 400km sind nicht gut....

denn: wenn das so ein Kondensatormotor ist dann ist die einzige mir einfallende und sehr einfache Lösung einer Wellenpaket-Steuerung. Und die braucht leider Versuchsmessungen am Motor vor Ort. Dauert nicht lang, 1-2 Stunden sind ausreichend, aber es dauert.

Als SW-Vorbereitung könnte folgendes sinnvoll sein:

ein Treiber, der über eine Tabelle einlesen kann, wieviele Halbwellen ein und wieviele Halbwellen ausgeschaltet sein soll. Das idealerweise in 5%-Schritten, kleiner ist bei Dir nicht nötig.

Die Messung selber ist relativ einfach: Stromzange an die L-Leitung vom Motor und den Strom anschauen, wenn sich das Werkl dreht. Und dann die idealen Puls/Pausenkombinationen durchprobieren. Also die, wo der Motor beim "nächsten" Pulspaket nicht schlagartig gebremst wird, weil der Rotor noch nicht "da" ist wo ihn das Magnetfeld erwartet. Wenn das passiert kurrt das ganze (ist auch mecahnisch gut zu erkennen), wird warm und taugt also nicht.

PS - als Stromzange reicht eine Entstördrossel mit ein oder 2 Windungen von L durch den Kern gefädelt und einem 470Ohm-Widerstand an der Drossel. An dem Widerstand mißt Du mit dem Oszi. Geht ausreichend genau um zu erkennen, was sich da tut.

Und nicht vergessen, daß da kein Gleichstromanteil auftreten darf, in Summe (3-4 Pakete hintereinander) sollen also gleichviel negative wie positive Halbwellen aufweisen.

EMV-was weiß ich ist das sicher nicht 100prozentig (Flicker) aber bei

65W ist das kein großes Problem. Wir betreiben hier die Abluftgebläse von (Pellets)öfen mit dieser Methode, die Flickermessung war ok und wir können ab 5% der max. Drehzahl regeln (Motor hat einen Drehzahlgeber), die Regelung läßt sich ab 10% (240U/min) in 1% Stufen einstellen, da sie quasi PWM-mäßig zB. zwischen 40 und 45% pendelt und somit 42% eiinstellen kann. Weil das alles sehr leise ist machen sich die stetigen Änderungen in der Drehzal akustisch nicht bemerkbar.

Andere Lösung wäre ein Frequenzumrichter, aber das wird/ist aufwändiger.

Ob das bei einem Spaltpolmotor (wäre ggfs auch eine Motormöglichkeit bei Dir) auch so funktioniert kann ich nicht sagen....

Grüße

- Michael Wieser

Am 04.03.2013 08:06, schrieb Christian Lotze:

[...]

)
[...]

Hallo nochmal, ich hab nochmal alles durchgewühlt und auf einem Bild der vorhandenen Steuerung entdeckt, daß der vorhandene Trafo ziemlich viele Anschlüsse hat. Es scheint wohl so, daß der Lüfter an Anzapfungen der Trafowicklung jeweils durchgeschaltet wird. Das paßt auch zu den Sachen, die ich weiter mit Tante Google gefunden habe. Könnte das zielführend sein? (Platz für 2-3 Relais wird sich noch finden, Pins zur Ansteuerung sind noch da)

Gruß, Christian

Michael Wieser schrieb:

Angeblich gab es mal in einer Zeitschrift eine Billigvariante eines Frequenzumrichters für diesen Zweck. Der nahm die erste positive Halbwelle, dann die zweite negative usw. sodass netto DC=0 war. Stufenweise dann mehr Pausen. Leider hab ich so ziemlich alles vergessen, da nie direkt gesehen. Wurde hier aber mehrmals erwähnt.

mfg Rolf Bombach

IIRC irgendwas elektor oder Elrad....

Nachteil dieser Steuerung kümmert sich nicht darum, wie der Motor dies Ansteuerung haben will.... wie gesagt, manchmal kommen die Halbwellen so, daß sie die Rotation bremsen und dann knurrt das ganze.

Da eine Halbwelle mehr dazu, dort eine weg - und das je nach Drehzahl und dann paßt es, ist aber Motorabhängig (BTDT)

Grüße

- Michael Wieser

Hi Christian,

Müsste gehen... ich erinnere mich düster an die Steuereinheit meines Miefquirls in der Studentenbude. Da war eine Drossel mit vielen Abgriffen, die als Drehzahleinsteller geschalten wurde. Ich glaubs noch nicht so recht, dass da ein Trafo drin sitzt, aber eine Drossel mit Abgriffen ist plausibel.

Marte

P.S. schade... das wäre DIE Option zur Nachrüstung der Dunstabzugshaube gewesen... zu spät...

Am 06.03.2013 14:35, schrieb Marte Schwarz:

Nich geschalten, sondern geschaltet. Mir san net in Bayern.

So eine Drossel könnte ein Spartrafo sein. Also auch ein Trafo, aber nur mit einer Wicklung.

Waldemar

My jsme Borgové. Sklopte ?títy a vzdejte se. Odpor je marný.

Am 04.03.2013 08:06, schrieb Christian Lotze: [...]

[...]

Für das Archiv:

Ich habe es herausbekommen:

Da drin soll ein Kondensatormotor sein, die Stufen werden über Anzapfungen (der Primärwicklung) des verbauten Trafos realisiert.

Gruß, Christian

Hallo Christian,

Also doch Spartrafo. Eigentlich auch sinnvoller als eine Seriendrossel. Letztere bremst das Drehmoment unnötig.

Marte

Da Frequenzumrichter günstig erhältlich sind würde ich es damit machen, sofern der Platz reicht. Ich habe es ausprobiert, C abgehängt, die 3Ausgänge des FU an die 3 Anschlüsse des Motors, läuft, Geräusch nicht höher als Original. Der FU war von Siemens, ist 1Phasig anschliessbar und für 220V.

Ernst

Katja Eppstein: Wunder gibt es immer wieder....trallai trallala

Ich hätte gewettet, dass das nicht geht, aber scheinbar ist die wohl gewaltige Schieflast dem FU egal.

Prpbieren geht über studieren!

Hauptsache Spass :)

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Wolfgang Allinger, anerkannter Trollallergiker :) reply Adresse gesetzt! Ich diskutiere zukünftig weniger mit Idioten, denn sie ziehen mich auf ihr Niveau herunter und schlagen mich dort mit ihrer Erfahrung! :p (lt. alter usenet Weisheit) iPod, iPhone, iPad, iTunes, iRak, iDiot

Marte Schwarz schrieb:

Miefquirls in der Studentenbude. Da war eine Drossel mit vielen Abgriffen, die als

ein Trafo drin sitzt, aber eine Drossel mit Abgriffen ist plausibel.

Warum nicht, Spartrafo. Die heissen glaub ich sogar Ventilator- oder Lüftertrafo, typisch mit 6 oder 7 Ausgängen. Das Problem ist eher, dass es selten welche für weniger als 1.5 A gibt und die daher nicht ganz gratis sind. Eventuell Bucht.

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mfg Rolf Bombach

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