Centronics Eprommer aus Elektor März 1990

Nov 03, 2025 Last reply: 7 months ago 29 Replies

Der 8253 im PC wird mit 1.19 MHz getaktet. 100 µS Pulse sollten sich mit geringer Abweichung durch Abfragen des Counters erzielen lassen, wenn wärend der Abfrage Interrupts abgeschaltet sind. 1 mS sind dann ebenso kein Problem. Das Lesetiming ist beim Programmieren AFAIK kein Problem. Der Programmierer kann also im unidirektionalen Modus betrieben werden und das Lesen über die Statusleitungen erfolgen.

Das war AFAIR einer der ersten Schnellprogrammieralgorithmen. Spätere Algorithmen arbeiteten mit 100 µS Pulsen ohne Nachprogrammieren. Das funktioniert aber nur, wenn die Betriebsspannung des EPROMs auf 6.25 V erhöht wird. Das dürfte der Programmierer von Elektor vmtl. nicht gekonnt haben.

Wurde dazu nicht auch die Programmierspannung etwas erhöht?

Gerrit

Möglich. Wesentlich ist aber die Erhöhung der Betriebsspannung.

Zumindest beim Lesen. Daher auch der Trick wenn ein EPROM angefangen hat seine Daten zu vergessen. Eine 1N4148 zwischen Vcc und Board und schon hat man eine gute Chance die Daten doch noch lesen zu können.

Gerrit

Gibt es eigentliche ein Möglichkeit, zu prüfen, ob man richtig gelesen hat? Ohne Dateien mit expliziter Prüfsumme (eher selten) iirc nicht, oder?

Einmal mit und einmal ohne Diode lesen. Wenn beides gleich ist war das EPROM wahrscheinlich noch nicht vergesslich. Wenn die Dateien ungleich sind ist die mit Diode eher die korrekte.

Ich hab es auch mal mit 2 Dioden in Reihe probiert, aber da kommt es aufs EPROM an, das spielen nicht alle mit.

Gerrit

Am 24.11.25 um 19:35 schrieb Gerrit Heitsch:

Tatsächlich sogar nur beim Verify. Die erhöhte Betriebsspannung verschiebt den Schwellwert der Leseverstärker so ungünstig, das schwächelnde Zellen besser erkannt werden. Bei einem Hobby-Programmiergerät kann man sich überlegen, ob man das wirklich unbedingt braucht.

Auch die präzise Einhaltung der Pulslänge ist im Hobby-Umfeld nicht sooo dramatisch wichtig. Wenn sie allerdings um eine Zehnerpotenz daneben liegt, weil der steuernde PC *viel* zu schnell ist, wird es tatsächlich problematisch.

IMO: ein chinesischer TL866-Nachbau ist nicht dramatisch teuer, das ist allemal sinnvoller, als viel Zeit in alte Hard- und Software zu verschwenden.

Und dann bitte ganz schnell ins Programmiergerät und als Datei sichern.

Nachbau? Kommt das Original nicht von dort? Ich hab den Nachfolger, den T48 / TL866-3G. Der könnte von den Daten her auch 2532 und 2564, aber von der Software her bisher noch nicht, leider.

Aktuell benutze ich den noch mit der Windows-Software, muss mir mal die Linux-Software ('minipro') installieren und die Bedienung lernen.

Natürlich, das probiert man nur im Programmer. Zweimal auslesen, einmal mit Diode und einmal ohne. Dann Ergebnis vergleichen. Beide Dateien identisch? Gut, EPROM wahr wohl noch OK. Wenn nicht ist die mit Diode gelesene die wahrscheinlich korrekte.

Gerrit

Nicht 100%. Gute Prommer lesen bei verschiedenen Versorgungsspannungen und vergleichen die Ergebnisse - das liefert Hinweise, wenn Bits auf der Kippe sind.

cu Michael

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