ich hab hier ein Gerät repariert, bei dem es den +5V-Regler erledigt hat.War ein "normaler" Linearregler mit einem OPV und 2 Darlingtons als Durchlasstransistoren (mit 0R39 Emitterwiderstand). Das waren 2 HP1854-0663 (=TIP140) von TI, Italy von Ende 82.
Einer von denen war dabei kaputt, hat zwischen B und E (in beiden Richtungen) ca. 200 Ohm.C-E ist ok und Stromverstärkung ist noch gegeben, wenn auch gering.
Mit 2 neuen (TIP142, weil vorhanden) läuft das Ganze erstmal wieder einwandfrei, aber mich interessiert schon, wodurch der Transistor gestorben ist (Gerät ist nach einiger Zeit normalen Betriebs aufgefallen) um nachzusehen ob die Ursache ggf. noch gegeben ist (Gerät ist teuer und Überspannung würde viele nicht ersetzbare Bauteile erledigen).
Gruss, Robert
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J
Joerg
Vielleicht ist die Kuehlung etwas knapp bemessen? Falls das ein HP Geraet ist, eher unwahrscheinlich. Ist mir aber mit einem HP Scope passiert bei der Diplomarbeit. Ausgerechnet mit einem, dass ich bei den Leuten von der Halbleitertechnik ausgeliehen hatte, mit dem Versprechen des vorsichtigen Umgangs. Eingeschaltet, fatz ... PENG ... stink. War ebenfalls so eine Laengstransistorgeschichte. Hab's repariert und es ist danach nicht mehr kaputtgegangen.
Ueberspannungsschutz kann man z.B. durch das Setzen einer Sicherung plus knapp eingestellter Crowbar machen. Wobei die Crowbar nicht wie ueblich mit Spannungsteiler "hingeschlabbert" werden sollte, sondern sauber mit TLV431 oder so, der dann z.B. ueber einen Transistor einen dicken Thyristor triggert, welchen dann die Sicherung ausloest.
Von Condor gibt es fertige OVP Module zum Reinschrauben. Mouser oder Digikey, einer davon hat sie meist vorraetig. Da setze ich manchmal einen TLV431 rein, wenn es genau sein soll. Falls sowas eines Tages ausloest und das Geraet suendhaft teuer ist, wuerde ich diese OVP mit wechseln. Man weiss ja nie, ob nicht im Thyristor doch innen ein Teil weggebrutzelt ist.
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
R
Robert Obermayer
Joerg schrieb:
Wärme wars wohl nicht.Der Lüfter läuft einwandfrei und auf voller Drehzahl, der Kühlkörper war nach 30min Betrieb noch nicht wirklich warm. Zudem gäbe es einen Übertemperaturschutz, bei zu hoher Temperatur wird über einen Triac der Netztrafo kurzgeschlossen so dass es die Sicherung durchbrennt.Daher steht auch drauf: "Check Fan Operation After Replacing Fuse".
Das Teil läuft teilweise deutlich länger als ne halbe Stunde am Stück, gab noch kein Problem.
Allgemeine Halbleiterausfälle gabs allerdings schon mehrfach:Ein LS373 kaputt (ein Bit nur noch 0,3Vp am Ausgang), ein CD4094 (ein Bit hochohmig).
+5 liegt auf 5,20V, ist nicht seperat einstellbar (alles gekoppelt an die +15, welche auf +-15mV passen müssen laut Manual, bei mir sinds
14,9996V (laut 3456A).5,2V dürften aber noch keine erhöhte Ausfallquote geben?
Sowas hab ich mir auch schon überlegt.Wäre wohl sinnvoll. Spricht was gegen die normalen TL431A (hab Massen davon als SO8)? Thyristor müsste ein 16A-Typ eigentlich reichen?Das wär dann noch D2Pak und damit bequem, die 25A Klasse ist durchgängig Gewindebolzen oder TO247. Sicherungen kennt man bei HP anscheinend nur 2 Werte, 3 und 7A, auch bei Wicklungen des Trafos, die niemals mehr als 0,5A machen.Ob es da genug Kurzschlussstrom gibt?
Platzsparend muss es sein, denn das Gerät ist wirklich vollgestopft.
Also das, was es damals[tm] von Lambda gab?TO3 oder Gewindebolzen mit allem drin das man braucht? Leider hier etwas sperrig (Bauhöhe ist das, das ich nicht hab).SMD mit einseitig aufgelöteten D2Pak geht vermutlich gerade noch so.
Gruß, Robert (der es aufgegeben hat, einen zuverlässig funktionierenden Schmitt-Trigger aus Logikgattern aufzubauen, der 1Vpp Rechteck (mit DC zw. 0,2 und 0,8) und Sinus von 1Hz bis 10Mhz in ein sauberes Rechteck verarbeitet.Ich hab jetzt LT1016 bestellt, ich hab keine Lust mehr auf Jitter und Mehrfachübergänge ;)
J
Joerg
Das ist recht ungewoehnlich. Gerade CD4000 Logik haelt IME ewig. LS kenne ich nur wenig aus meiner Jugendzeit, das wurde immer recht warm und ich habe seit Anbeginn auf CMOS gesetzt. Allerdings ist mir auch LS nie ohne Grund abgeraucht.
Es koennte sich auch lohnen, mit einem DSO einmal das Hochfahren der verschiedenen Versorgungsspannungen zu beobachten.
5.2V ist an der oberen Grenze, ich verstehe nicht, wie die das an die
15V koppeln konnten. Ist das Geraet ein Yokogawa Outsource Design?
Geht auch, aber der moechte 1mA Kathodenstrom.
Das hoert sich nicht allzu professionell an. Der Trafo sollte nicht als Sicherung fungieren.
So aehnlich wie diese hier:
formatting link
Findet man z.B. bei Digikey unter "OVP" -> Power Supplies -> Accessories.
LT1016? Man goennt sich ja sonst nichts ;-)
Oder um es mit Baecker Bachmeier aus dem Kaiserwalzer zu sagen: Haetten's des net billiger mach'n koennen?
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
R
Robert Obermayer
Joerg schrieb:
Frag mal bei HP :) Die +15 dient jedenfalls als Referenz quer durchs komplette Gerät. Ist das 1980B (Bj 83), made in US.Listenpreis komplett ca. 15k. Sieht aber wirklich noch nach HP aus, mechanisch sehr solide (25kg) gebaut, typisches HP-Design.Gehäuse randvoll mit vielen Platinenlagen, saubere Verdrahtung.
Ich kenne billigen Schrott (Tek!), sieht eher aus wie nen billiger Fernseher da drinnen (einseitige braune Platine, Kabelsalat).Die größere Frechheit dazu ist, dass es nichtmal Schaltpläne gibt.
Vermutlich, mit nem NE527 oder so.Die Dinger schwingen aber lieber als dass sie was anderes tun...Der 1016 ist schnell und pflegeleicht und hat bei mir schonmal funktioniert.
Die Logikgeschichte mit HC04 vorgespannt über 100k und der Eingang AC-gekoppelt, danach ein HC14 dran (ein zweiter 04 gab Mehrfachübergänge). Ging ganz gut, solange das Tastverhältnis nahezu symmetrisch war.War es das nicht mehr, bewegte sich das Eingangssignal eben in eine Richtung und schon ging nichts mehr sauber.Klemmdioden haben den Zustand nicht grad verbessert.Man müsste irgendwie dafür sorgen, dass nicht der Mittelwert sondern die Mitte zwischen den Extremwerten des Signals auf die Schaltschwelle gezogen wird. Ca. 3 Stunden sind dabei draufgegangen, dann wars mir zu viel.Kommt pro Stunde mehr raus, einen 1016 zu nehmen, sind ja keine Großstückzahlen ;)
Linear ist bei mir recht beliebt, gute Teile, gute Webseite, guter Support (wo gibts noch kostenlos gedruckte Datenbücher und Appnotebücher?Ein guter Meter im Regal stammt von LT), gute Verfügbarkeit (im Gegensatz zu Maxim...).Ganz billig sind die Teile nicht, aber meist sind sie es wert.
Gruß, Robert
J
Joerg
Das sollte doch nicht etwas so ein Scope sein, wie es mir damals abgeraucht ist?
Da ist mir in letzter Zeit auch einiges betruebliche untergekommen. Gar nicht Tek-like. Ist am Ende wie bei den Autos, wenn nichts gescheites im unteren Preissegment da ist, kaufen die Leute asiatische Produkte. Habe ich gemacht, sowohl bei Autos als auch beim letzten Scope.
Sowas mit Schmitt und Co. funzt, kostet aber viel Entwicklung und es lohnt nur bei grossen Stueckzahlen.
Ja, das ist schon eine gute Firma.
Gruesse, Joerg
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