Wozu Hallsensor A3144?

Sep 27, 2026 Last reply: 1 day ago 30 Replies

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OlafSchultz

Erster Gedanke: Reeds können kleben bleiben... gut, dafür muß man die mit >I_nenn betreiben;-) Und man hat eine besser Auflösung als 0 und 1... Ich habe hier einen 3-achsen Magentsensor am Gaszähler... da war ich mit einem Reed nicht erfolgreich..* und, wenn ich wollte...…

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Hallo, was habe ich verpasst? Es gibt da insbesondere in Zusammenhang mit Arduino und Co. nicht nur den Sensor sondern jede Menge fertige Module. Aber wozu? Um Magnetfelder zu erkennen? Aktuell mache ich das an



3 Fenstern und 2 Türen mit mit Reedkontakten. Gänzlich ohne zusätzlichen Aufwand rund um den A3144. Was ist das Besondere an so einem Modul? Wie z.B.
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übersehe ich hier?

Grüße Jürgen


Erster Gedanke: Reeds können kleben bleiben... gut, dafür muß man die mit >I_nenn betreiben;-) Und man hat eine besser Auflösung als 0 und 1...

Ich habe hier einen 3-achsen Magentsensor am Gaszähler... da war ich mit einem Reed nicht erfolgreich..* und, wenn ich wollte... könnte ich auch noch deutlich besser auflösen als nur den einen Impuls alle 0.01 m³.

*War wohl zu ungeduldig und hatte verdrängt, daß der Impuls nur alle 0.01 m³ und nicht 0.001 m³ kommt.

Viele Grüße, Olaf

Hi Jürgen,

Wozu man für einen Pullup-Widerstand ein Modul braucht, hab ich auch nie verstanden. Aber wo ein Markt ist, wird er bedient.

Der einzige Mehraufwand, den ich sehe, ist die Versorgungsspannung, die Du aber spätestens mit externem Pull-Up auch beim Reedkontakt brauchst (ja, ich weiß, das geht intern im µC auch).

Das IC ist aber deutlich schneller und kann die Richtung vom Magnet differenzieren. Ich hab sie schon in Elektromotorsteuerungen gesehen. So schnell könnte kein Reed schalten. Außerdem sind mir schon einige Reedschalter kaputtgegangen. Vor allem die kleinen Glasröhrchen sind doch mechanisch sehr empfindlich.

Marte

Am 27.09.26 um 22:28 schrieb Marte Schwarz:

Die Modulbauform richtet sich vermutlich vor allem an Bastler ohne Lötfertigkeiten. Arduino&Co haben eine Menge von dieser Clientel hervor gebracht.

Vorsicht - die internen Pullups sind zumeist sehr hochohmig (Größenordnung 100k und mehr). In Verbindung mit langen Leitungen wird das sehr störempfindlich.

So ist es.

Einige Vorteile haben aber Reedkontakte dennoch. Sie brauchen keine zusätzliche Betriebspannung, sondern nur den Magneten zum Schalten. Der A3144 braucht um die 5 mA. Bei einer Anwendung wie einem Fahrradtacho wäre dies wohl kaum akzeptabel. Ein weiterer Vorteil ist die galvanische Trennung.

Am 27.09.2026 um 11:14 schrieb Jürgen Jänicke:

Das ist ein wenig wie die Frage, wozu man ein Auto bräuchte - man könnte schließlich ja auch zu Fuß gehen....

Hallo Peter,

Logisch.

Wo trennt sich beim Reed-Kontakt ein Potenzial, das beim IC nicht auch getrennt wäre?

IMHO sind das einfach zwei verschiedene Sensortypen mit überlappenden Einsatzgebieten. Beide Lösungen habe ihre Nischen, in denen sie besser sind. Die ICs sind in der Regel kompakter und mechanisch wenigeranfällig, darüberhinaus schneller und Polaritätssensitiv, wohingegen die REED-Kontakte mit ihrer Einfachheit punkten, aber eben wenig punktuell arbeiten können und schnarchlangsam sind.

Ein Porsche Carrera und ein Porsche Traktor (Opa hatte noch einen) kommen vom selben Stall, sind beides KfZ mit vier Rädern, haben aber sehr unterschiedliche Einsatzzwecke, wenngleich sie für manche Zwecke auch beide einsetzbar sind ;-)

Marte

Wenn ich das Schaltbild betrachte, sehe ich, daß der Emitter mit der Masse der Versorgungsspannung des ICs eine galvanische Verbindung hat. Wenn die Versorgung aus einem Kondensatornetzteil erfolgt, braucht es IMO zus. Massnahmen zur Isolierung.

Am 28.09.26 um 12:51 schrieb Peter Heitzer:

Wozu? Die erfasste Messgröße ist ein Magnetfeld, die galvanische Trennung zwischen Umwelt und Elektronik ist somit sicher gewährleistet.

Hältst du aus unerfindlichen Gründen eine doppelte Isolationsbarriere für erforderlich, musst du diese in gleicher Form auch beim Reedkontakt fordern.

Du hast recht. Der Reedkontakt für sich alleine ergibt ja keinen Sinn. Er muss in eine Schaltung eingebaut werden. Und wenn diese mit einem Kondensatornetzteil versorgt wird, habe ich das selbe Problem.

Das Magnetfeld ist die Meßgröße. Aber em Sensor gibt es Versorgung und Signal, und die sollen oft getrennt sein. Klassisch sind z.B. Optokoppler. Die am Reed nicht vorhandene Versorgung ist schon deshalb vom Signal getrennt.

Am 28.09.26 um 20:21 schrieb Axel Berger:

In erster Näherung gibt es dafür keine Notwendigkeit, wenn Sensor und Messobjekt bereits galvanisch getrennt sind. Lange Kabelwege oder hohe Störpegel können zusätzliche Maßnahmen erforderlich machen, Schirmung oder differentielle Übertragung sind dabei aber wesentlich wirksamer als eine weitere Potentialbarriere.

Das wird jetzt aber spannend. Wie genau überträgt in deiner Welt ein Reedkontakt seine Information an die Auswerteelektronik, wenn dort angeblich weder Signal noch Versorgungsspannung anliegen? Quantenverschränkung? Telepathie? Hyperraum?

Wie deutlich muß ich es noch sagen? Es ging hier um den Vergleich zum Hallsensor. Der hat Anschlüsse für die Versorgung und für den Ausgang und da ist teilweise erheblicher Aufwand für eine Potentialtrennung nötig. Beim Reedschalter fällt die Versorgung weg und das allein kann kann je nach Anwendung viele seiner Nachteile ausgleichen.

Äh - nein. Der Reedkontakt hängt ja nicht in der Luft, der braucht einen Pullup oder ähnliches, und schon hast Du auch da einen Versorgungsspannungsanschluß.

Daß der beim Reed extern ist und beim Hallsensor direkt am IC macht ja keinen Unterschied. Bei beiden liegt das Ausgangssignal isolationsmässig auf dem Potential der Versorgungsspannung.

cu Michael

Falsch. das gehört zum Ausgang und ist eben nicht Versorgung. Ein Hallsensor mit potentialfreiem Ausgang könnte z.B. einen Optokoppler als Ausgang haben. Der muß ebenso mit einer Spannung abgefragt werden und ist trotzdem nur Ausgang. Bei nicht potentialfreien open-collector ist es ebenso. Das gehört zu den Eigenschaften des Ausgangs und hat nichts mit der Versorgung des Meßgerätes selbst zu tun. Der Reedschalter hat keine und damit entfällt das Problem der Potentialtrennung.

Das Potential des Ausgangs kann von der aufnehmenden Seite vollkommen frei und beliebig irgendwohin gelegt werden ohne mit einer Versorgung des Meßgerätes zu kollidieren. Das ist sehr oft nicht so und bei nicht potentialfreien Meßgeräten nie. Deshalb sind sie oft batteriebetrieben.

Es bedingt aber, daß Du eine Versorgung auf Ausgangs-Potential brauchst - das gehört zwar zum Ausgang, ohne ist der Ausgang abernicht benutzbar, daher macht es wenig Sinn, das trennen zu wollen.

Wenn Du einen CMOS-Eingang *ohne* Pullup hast, kannst Du mit dem nackten Reedkontakt nichts anfangen.

Wozu? Das ist in keinem der Fälle ein Problem - auch der Hallsensor ist galvanisch getrennt, nämlich über das Magnetfeld.

Das geht mit dem Hallsensor genauso. Trotz Versorgung aus dem Meßgerät stellt der selber die galvanische Trennung her, indem er keine weiteren Anschlüsse herausführt, sondern den Eingang per Magnetfeld kontaktlos liest.

cu Michael

Jürgen Jänicke, 2026-09-27 11:14:

Die Größe des Hallsensors. So kleine Reedkontakte gibt es nicht.

Weiterhin kann der Sensor nicht nur erkennen, ob ein Magnetfeld vorhanden ist, sondern auch wie stark es ist und er reagiert schneller, was in manchen Anwendungen wichtig sein kann.

Axel Berger, 2026-09-29 11:07:

Und der Zustand des Reedkontakt wird ohne jeglichen elektrischen Kontakt ermittelt? Wie das?

Man könnte den Reed-Kontakt kurzschließen und induktiv befragen ...

Immer wieder dieselbe Frage als hättet Ihr alle noch nie zwei Geräte verbunden oder noch nie mit Netzbrumm auf einer Audioverbindung gekämpft.

Es sind immer zwei Geräte im Spiel, eines gibt das Signal ab, das andere nimmt es auf. Dabei liegt der Signalausgang des ersten in der Regel auf dem Versorgungspotential des Aufnehmenden -- bei passiven Signalen wie einem Kontakt zwangsweise. Das heißt, bei sendenden Gerät wird der Ausgang potentialgetrennt. Für binäre Signale nimmt man gern Relais oder wie bei der MIDI-Verbindung Optokoppler. Wie es beim Modbusausgang meines Stromzählers gelöst ist, weiß ich nicht. Der Modbus meines Wärmezählers verlangt eine eigene Stromversorgung von der Auswerteschaltung her.

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