Was ist das für ein Bauteil?

Jun 19, 2007 28 Replies

Hallo,



bräuchte mal Hilfe bei der Identifizierung der mit dem roten Pfeil markierten Bauteile auf den Bildern hier:



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Es steht nichts weiter drauf, außer AKO auf beiden Seiten eingeprägt. Die Platine ist aus einem Geschirrspüler und hat keine galvanische Netztrennung. Daher vermute ich mal sowas wie Optokoppler oder eine andere Art von Isolationskopplern (induktiv, kapazitiv?). Ich hab die Teile noch nirgends gesehen und Messungen ergaben zumindest kein Diodenverhalten, was ja beim Optokoppler eigentlich messbar sein müsste. Wiederstands- messung verfälscht natürlich im eingebauten Zustand, bei einem ist es aber unendlich groß, daher wohl auch keine Spulen drin.



Kennt jemand diese Teile?



Danke im Voraus und Gruß Thomas


Hallo Thomas,

Miss nochmal zwischen den langen Enden, ob nicht doch eine Spule drin ist. Dann koennten es Reed Relais sein, die aber heute eher unueblich sind.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

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|> Kennt jemand diese Teile?

Drahtbrücken im SMD-Format? Auf dem ersten Bild ist links neben dem Loch wohl auch eins vorgesehen. Da wird jeweils nur der rechte Pin benutzt.

Georg Acher, acher@in.tum.de http://www.lrr.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

"Georg Acher" schrieb

wohl

Ja, es sind tatsächlich Drahtbrücken. Auf diese Idee bin ich nicht ansatzweise gekommen, warum denkt man bloß immer gleich so kompliziert? Danke auch an Joerg für Eure Anregungen!

Gruß Thomas

Hallo Thomas,

Hatte ich erst auch dran gedacht, aber wegen der Luxusgehaeuse verworfen. Das sind die nobelsten und vermutlich teuersten Drahtbruecken, die ich je gesehen habe.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Aber in der Montage sicher wesentlich billiger als echte Drahtbrücken.

Gruß

Stefan DF9BI

Also im ersten Moment dachte ich ja, was das für ein bekloppter Layouter, dass der massenweise diese Dinger braucht. Aber wenn ich das richtig sehe, ist das eine einseitige Platine. Da macht das echt Sinn.

Gruß

Stefan

Ist die wirklich einseitig? Die schwarzen Bobbels da sehen nach Durchkontaktierung mit Leitpaste/Graphit oder so aus. Es gibt auch ein paar Vias, die am Ende einer Leiterbahn sind. Könnten natürlich auch alles Testpunkte sein...

Georg Acher, acher@in.tum.de http://www.lrr.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

Sitzt dort an der Front irgendein Bedienelement? Könnten das Reed-Kontakte sein, die über einen Magneten geschaltet werden? Würde auch den unendlichen Widerstand erklären.

Ich habe die schon einmal irgendwo gesehen, ich erinnere mich aber nicht mehr wo... :-(

Gruß Stefan

"Georg Acher" schrieb

Ja, ist eine einseitige Platine.

Dann haben die aber wenig Vertrauen in ihre Schaltung, wenn die soviel Testpunkte brauchen ;-)

Georg Acher, acher@in.tum.de http://www.lrr.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

Naja, wenn nicht mal zum MC langt, und stattdessen ein XC drin sitzt?!

Muss nicht unbedingt Prototyp heissen, kann auch was kundenspezifisches mit anderen erlaubten minimalen Paramtern sein, was sonst als Ausschuss rausfallen würde.

Georg Acher, acher@in.tum.de http://www.lrr.in.tum.de/~acher "Oh no, not again !" The bowl of petunias

Gerade eine 6-Layer fertiggestellt, 520 Bauteile drauf. Anzahl der Testpunkte: Null.

Funzt.

SCNR, Joerg http://www.analogconsultants.com

Der Prototyp ja... Aber wie wird das Dingen in der Produktion nachher getestet?

Gerrit

Die wenigsten Freescale (bzw. Moto) Prozessoren/Controller erreichen jemals die MC Bezeichnung. Zumindest als ich mit Moto gearbeitet habe, war deren Politik, dass nur Prozessoren ohne Buglist mit MC gestempelt werden. Da es so gut wie keine Prozessoren/Controller gibt die voellig bugfrei sind, taucht(e) die Bezeichnung MC de facto nur im Datenblatt auf. Der abgebildete hat hat ja auch schon Revision C oder G erreicht (schwer zu erkennen auf dem Bild).

Gruss Klaus

>

Uups, da du ja immer jeden Cent einsparen willst, hast du also auch gleich den Produktionstest weggespart? Also handelt es sich entweder um eine triviale Schaltung, oder du hast ausgerechnet, dass es billiger ist x Prozent nicht funktionierende Elektronik an den Mann zu bringen als die Kosten fuer den "Bed of nails tester"? Im letzen Fall kann ich nur hoffen, dass ich nicht zu deinen indirekten Kunden gehoere :-)

SCNR Klaus

>

Hallo Gerrit,

Vollautomatisch ueber SPI Bus. Welche Prozess-Steuersoftware wir dafuer nehmen, wird gerade diskutiert. Dies wollte ich dem Kunden ueberlassen, denn die muessen das ja auch pflegen.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Hallo Klaus,

Nein, aber der geht ueber einen seriellen Bus automatisch. Oder in hochkorrektem Deutsch "computergestuetzt". Waehrend des normalen Betriebs testet sich die Schaltung dann weiter und laesst einen vorher abgemachten digitalen Jodler auf dem Bus los, wenn sie sich nicht wohl fuehlt. Oder auch, wenn eines der angeschlossenen Bauteile durchgefitzt ist. Sie teilt dann sogar mit, welches.

Da geht nichts ungetestet raus. Bed of Nails ist heutzutage eher passe. Zumindest in USA. Das letzte Mal, dass ich damit zu tun hatte, ist etwa

15 Jahre her.

Ich hoffe mal nicht, denn dann ginge es Dir schon vorher gesundheitlich ziemlich miserabel. Sonst braeuchtest Du nicht an diese Anlage.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

Da bleibe ich doch lieber bei analog, wenn's irgendwie geht...

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com

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