ich hatte heute eine Diskussion mit einem Kollegen. Dabei tauchte die Frage auf, wozu bzw. ob bei den handelsüblichen mini-itx-boards die unterschiedlichen Betriebsspannungen benötigt werden und ob es nicht eventuell möglich wäre, so ein Board mit einem einfachen 5V Schaltnetzteil zu versorgen. Hat das schon mal jemand ausprobiert? Oder was spricht dagegen?
Die üblichen Stromversorgungen für mini-itx kosten ja schon fast dasselbe, wie ein einfaches Board mit nem Intel-Atom.
Gruß
Stefan DF9BI
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M
Michael Limburg
Stefan Brröring schrieb:
Was heißt handelsüblich? Ich hab hier ein z.B. Mini-ITX-Board mit P4 und es gibt sie auch mit Core 2. Da wird das mit 5V-Netzteil wohl nix.
Das Mini-ITX-Board in dem Rechner, an dem ich schreibe, hat sowohl einen verriegelbaren 12V 4er-Block als auch alternativ eine Klinkenbuchse für z.B. Laptopnetzteile von 12V-19V. Da sich auf dem Board ein sparsamer Mobilprozessor befindet, ist das auch kein Problem. Dazu benutze ich dann das Netzteil von meinem IBM T42. Nachteil des Klinkensteckers ist allerdings eindeutig die fehlende Verriegelung. Da muß ich dann mit einem Kabelbinder, der sich wieder öffnen läßt, improvisieren.
Sicherlich gibt es auch Boards mit Atom und ähnlicher Lösung. Beim Laptopnetzteil ist der Vorteil, daß es diese meist recht günstig gibt.
Michael
M
Michael Limburg
Michael Limburg schrieb:
Um es zu ergänzen:
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mit Atom, 12V-Stecker, Klinkenstecker.
Das Board,von dem aus ich schreibe:
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H
Henning Paul
Das Zotac ION ITX A (Dual-Core Atom 330) bringt übrigens sein eigenes
19V-"Notebook"-Netzteil mit. (Kostet dafür aber auch stolze 180EUR.)
Gruß Henning (stolzer Besitzer eines Zotac ION ITX B im ITX-Gehäuse mit
12V-ATX-Wandler und externem Netzteil:
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)
R
Ralph A. Schmid, dk5ras
Deswegen trachtet man ja auch nach Beschaffung eines boards mit einem Eingang "10-18V", oder so :) Alles Andere ist in den meisten Fällen Unsinn...
-ras
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
G
gUnther nanonüm
"Stefan Brröring" schrieb im Newsbeitrag news:4a57414f$0$3281$ snipped-for-privacy@newsreader.ewetel.de...
Hi, soein Board kann bis zu 70Watt haben, wenn man ne Karte draufnagelt, noch weit mehr. Meist treiben diese Boards auch gleich Laufwerke, speisen externe Peripherie, das kostet weitere Ampere...und Du willst da 5Volt über einen Stecker reinlassen? Welches Format müßte der denn haben, um zuverlässig und wackelfrei über 20 Ampere auszuhalten? Und das Kabel, welche Spannungsabfälle willst Du da zulassen? Vielleicht reicht 4qmm, aber nicht zu lang...ich täte die Platinenecken mit Kupferplatten belegen und dann die Batterieklemmen vom Lader dranbeißen lassen.
mfg,
gUnther
P
Peter Kürten
Stefan Brröring schrieb:
Wobei das ja nix zur Qualität sagt, wenn der Prozessor 5 Watt hat, dafür aber der Chipsatz derer 30 und aufwärts.
Aber zum Netzteil: Schön, das es manche Boards geben mag, die auch ohne 12 und 3,3V Leitung funktionieren mögen - wie z.B. PC104 Industrieformat, aber in der Praxis braucht man doch alle Spannungen, vor allem, wenn dann noch CD-Rom und Festplatten dransollen.
Immer wieder lustig, wenn Kunden meinen, die könnten mit einem
90W Netzteil einen Atom2 mit zwei 3,5" Festplatten starten, dabei aber den Anlaufstrom der Festplatten unterschlagen und mir das Zeug dann virtuell vor die Füße werfen ... :-)
Gute ITX-Netzteile sind eben kleine Kraftwerke, die ihren Preis fordern, aber sooo teuer auch nun wieder nicht sind:
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Die haben übrigens ein nettes Portfolio da
Natürlich gibt es Boards, die den Wandler direkt drauf haben, wobei ich allerdings Siemens bevorzuge (Industrieware).
Der Rechner, vor dem ich gerade sitze ist im ein Mini-ITX Quad-Core und kommt mit Peripherie auf 180Watt bei 100% Vollauslastung.
Es kommt halt darauf an, was man mit dem Zeug vorhat.
G
Gerrit Heitsch
Nope... Die Laptopversionen von HD und CDROM kommen mit 5V aus.
Ich hab hier ein externes Gehaeuse fuer 1x 3.5"-HD. Das beiliegende Netzteil liefert 12V, 1.66A max (Die +5V fuer die Elektronik weren daraus per Schaltregler erzeugt). Aktuell ist da eine 320GB mit 7200 U/min verbaut. Laeuft problemlos an. Im Worst-Case waeren es also 40W fuer die HDs beim Anlaufen, bleiben 50W fuer den Rest. Wo liegt das Problem bei einem 90W Netzteil bei einem Atom-System?
Gerrit
G
gUnther nanonüm
"Gerrit Heitsch" schrieb im Newsbeitrag news:h3akvo$e1a$ snipped-for-privacy@news.bawue.net... ..
Hi, und was machst Du mit Firewire? Mit ordentlichen seriellen Ports?
Probiers halt mal selber aus. Diese billigen externen Cases haben "titulierte" Netzteile, die gelegentlich schonmal den doppelten Strom wegstecken müssen, und bei bestimmten Serien reihenweise daran verrecken. Die ersten WD-Elements etwa hatten externe Netzteile als Kabelklötze, die starben vor der Einführung der "Green Power-SATA" schonmal beim Einschalten. Mittlerweile stecken da nurnoch stromgebremste Platten drin. WD weiß, warum... Wenn Du versuchst, an Deinem Miniboard zwei Barracudas als RAID zu starten, gute Nacht Marie. Und nein, Leistung ist nicht dasselbe wie Strom. Die haben einen Zusammenhang, aber leider stürzt soein PC nicht an Leistung ab, sondern an Strompeaks und daraus resultierender Spannungsschwankung. Kann sogar passieren, wenn soeine Platte aus Stromsparkoma erweckt wird.
mfg,
gUnther
G
Gerrit Heitsch
Firewire ohne Strom, also den 4pin-Port und bei der RS232 einen MAX232 o.ae. was normalerweise funktioniert wenn die Elkos gross genug sind.
Das Teil ist von 2003 und funktioniert immer noch. Wenn das irgendein Krauter in China hinbekommt, dann sind auch 90W-Netzteile machbar die den Anlaufstrom von 2x HD und Atom-Board wegstecken koennen.
Hier steckt eine normale Desktop-Platte drin, ueber die Jahre diverse Hersteller. Machte nie Probleme. Das Netzteil ist vom Typ Wandwarze.
Frage des Netzteils, kauf keinen Schrott sondern brauchbare Ware. Nicht vergessen, der originale IBM-PC hatte was in der Gegend von 63W Netzteil und da haben Leute 5.25"-HDs mit voller Hoehe dran betrieben. Die hatten noch wirklich Anlaufstrom. Ebenso gabs zu Zeiten des Pentium-II Billigrechner mit Netzteilen in der 100W-Klasse. 2 Festplatten und 1 CDROM plus Steckkarten ging damit problemlos.
Verbau brauchbare Netzteile, dann geht das.
Gerrit
G
gUnther nanonüm
"Gerrit Heitsch" schrieb im Newsbeitrag news:h3armh$ui7$ snipped-for-privacy@news.bawue.net... ..
Hi, naja, dann. Vermutlich kriegt Dein Ding auch nur eine USB1.1, maximal 100mA? Und der PS/2-Port fürs Keyboard mit seinen 1,5A wird auch gecancelt? Wenn ich einen Mini-PC irgendwo hinplane, dann müssen alle nützlichen Fickstellen dran, zusätzliche "Steckernetzteile" für etwaige Peripherie sind tötlich. Firewire etwa, wenn man sie braucht, macht sie schon deshalb Sinn, weil manche Geräte sich darüber versorgen. Genau wie USB-Sticks. Würdest Du soeinem Stick auch ein eigenes Netzteil verpassen wollen?
Aber das Hauptproblem ist der Strom über den Anschlußstecker...20 oder 30 Ampere über ein flexibles kabel, ohne externe wechselbare Sicherung, das schreit nach einem nervenstarken Sicherheitsingenieur. Wäre nicht der erste Fall von Lichtbogenfeuerlegen. Nicht ohne Hintersinn verwenden etwa Druckerhersteller gerne möglichst hohe Spannungen, da deren Geräte kein flammhemmendes Blechgehäuse haben und bei schmorenden Steckern die Bude abfackeln könnten. Habe einen Drecker von HP mit erstaunlichen 33Volt SNT...
Machbar ist so viel...aber China-Equipment spart das meist rasch wieder ein. Guck dir mal die Platine dadrin an, vermutlich fehlen da schon einige Teile, die bei der ersten Serie noch Kopie-getreu vorgesehen waren. Etwa die Entstördrossel...habe ein solches SNT mal geknackt und darinnen etwa 50% aller Bauteile unbestückt gefunden. Mag ja sein, daß es für den Betreib ausreicht, aber so ganz ohne Grund hat man die Temperaturüberwachung wohl damals nicht reinkonstruiert. Der NTC war jedenfalls nicht bestückt...und das Ding wird schweineheiß insbesondere im Leerlauf.
Das ist schon eine verbesserte Version, vermutlich steuert die Platine das Diskverhalten. Habe eine moderne SATA-Station, die ihrer Platte sogar das Parken und Entparken vorschreibt. Spart Strom und spart Netzteil :-)
Also der erste IBM-PC in meinem Dunstkreis hatte 150Watt (168Watt) wimre. Ja, da waren 2 MFM drin, eine 5,25 und eine 3,5 als "Erweiterungskarte"...dennoch, die starteten erst nachdem der PC schon lief, war unschwer hörbar, wenn die Platten nacheinander anliefen...und die ließen sich Zeit dabei.
Dadrauf hat man bei konfektionierter Ware selten Einfluß. Man muß da nehmen, was aus dem Karton fällt...wer klug ist, merkt dabei, wo es demnächst eine Baustelle geben wird.
mfg,
gUnther
G
Gerrit Heitsch
Noe, darf schon USB2 und 500mA sein, aber dann bitte mit Stromueberwachung und gnadenloser Abschaltung des Ports bei Ueberlast.
Den koennte man weglassen, USB-Tastaturen gibts inzwischen in jeder Bauform. Selbst viele Desktopboards haben inzwischen nur noch einen PS/2-Anschluss (Maus oder Tastatur) aber nicht mehr beide.
Noe, der braucht ja auch maximal das was USB liefert, meist sogar nur
100mA da solche Sticks auch am buspowered Hub in einer Tastatur noch laufen sollen.
Jup... Deshalb werden manche mini-ITX-Boards auch gerne mit hoeheren Spannungen betrieben. Die Regler um daraus 5V zu machen sitzen dann auf dem Board. Schon die Verwendung von 12V bringt bei 90W den Strom auf unter 8A. Ein Laptopnetzteil mit 20V oder gar 24V waere noch besser, aber dann braucht man eine weitere Reglerstufe fuer 12V.
Bisher laeuft es und das Gehaeuse ist versiegelt, also mache ich es erstmal nicht auf. Wird auch nicht besonders warm.
Dazu ist die Platine zu alt. Ist eine Initio Firewire/IDE-Bridge und eine USB/IDE-Bridge von MySon. Maximal wird das Anlaufen ueber die Reset-Leitung am IDE-Port leicht verzoegert. Den Anlaufstrom begrenzt das aber nicht.
Habe ich fuer eine andere HD auch, eSata/USB/SATA-Bridge von JMicron. Da wunderte ich mich erstmal warum die HD nicht anlaufen wollte.
Ich meinte den ganz alten IBM-PC von 1982-83 o.ae. Da hatte man was in der Gegend von einer ST412 drin (10MB, MFM, volle Hoehe). Die meisten Nachbauten hatten staerkere Netzteile eben weil das Netzteil das Originaldesigns fuer die damaligen 5.25" HDs etwas knapp war.
Hatten dabei aber Anlaufstroeme bei denen einem anders wurde.
Wobei man hier auch aufpassen muss. Neulich hatte ich ein Gehaeuse bei dem das Kabel zum Netzteil (zweipol, Eurostecker) etwas weich erschien. Auch der Aufdruck '6A/250VAC' auf dem Eurostecker war etwas komisch. Es stand 2x0.75mm^2 drauf aber nach dem Durchschneiden fand ich da eher
2x0.14mm^2 drin... Es waren natuerlich alle Pruefsiegel aufgedruckt.
Gerrit
S
Stefan Brröring
Nun, genau darum ging es mir nicht. Ich hatte mehr ein leistungsfähiges Steuerungssystem mit Netzwerkanschluss und einigermaßen Speicher im Sinn. Ohne Festplatte, ohne CD etc.
Alternative war für mich ein ARM9 Board, z.B. friendlyarm. Leider habe ich mit der Anwendungsentwicklung für solche kleinen Linux-Systeme keine Erfahrung. Deshalb wäre ein Mini-ITX Board im Prinzip ebenfalls geeignet. Ein wichtiges Argument für das ARM9 System ist aber dann für mich die wesentlich einfachere Stromversorgung.
R
Ralph A. Schmid, dk5ras
Hallo?! Es gibt sehr wohl auch boards, die einfach nur eine einzige Betriebsspannung benötigen. Mein Serverchen daheim ist auch so einer...10-20 V, und gut.
-ras
Ralph A. Schmid
http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/
http://www.bclog.de/
G
Gerrit Heitsch
Das hier waere auch was fuer dich:
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Gerrit
J
Joerg
Mal eine ganz banale Frage: Warum nehmt Ihr nicht ein Netbook mit Intel Atom drin? Da gibt es welche ohne Festplatte wenn es unbedingt sein muss. Aber auch meiner mit 160GB Platte laeuft acht Stunden aus einem gewoehlichen 9-Zellen LiIon Akku. Das Netzteil hat so das Volumen einer Zigarettenpackung und sieht nun wirklich nicht teuer aus. Heiss wird auch nichts gross. RAM hat der genuegend, LAN ebenfalls, dann WLAN und so weiter. Sogar einen Slot fuer die winzigen Chip-Karten.
Ob Linux saueber drauf liefe weiss ich nicht, aber m.W. liefert Dell immer noch die ganz billige Version von deren Netbook mit vorinstalliertem Linux.
Gruesse, Joerg
http://www.analogconsultants.com/
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