[S] Quelle für Madenschrauben

Sep 28, 2022 Last reply: 3 years ago 50 Replies

Das kann ich im korrekten Datenblatt nicht finden:

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Durchgangswiderstand 4) 3 mOhm / 2 mOhm (schrauben/crimpen)

4) abhängig von der Kontaktoberfläche

Stimmt, ich hab's auch nur aus den Angaben von Conrad direkt.

Aber wieviel von diesem "Durchgangswiderstand" ist wohl der Übergangswiderstand? Ich vermute mal, der größte Teil.

Nehmen wir mal als Material (worst case) Stahl an (spezifischer Widerstand 100...200mΩ · mm2 / m) oder eher Messing (70mΩ · mm2 / m) - und dann guck' dir mal die Abmessungen an ...

Nein, der Hersteller gibt < 0,3mOhm an.

Der Hersteller

-------------- Durchgangswiderstand Der Durchgangswiderstand ist der elektrische Widerstand in einem gesteckten bzw. geschalteten Kontaktpaar, gemessen zwischen den Anschluss- punkten unter vorgegebenen Messbedingungen. Der Durchgangswiderstand ist die Summe aus Bahn-, Enge- und Fremdschichtwiderstand.

Engewiderstand Der Engewiderstand ist der Anteil des Kontakt- widerstandes, der auf Grund von Einengung und Zusammenschnürung der Stromlinien auf die stromführungsfähigen Berührungsflächen im Kontaktbereich entsteht.

Fremdschichtwiderstand Der Fremdschichtwiderstand ist der durch eine Fremdschicht bewirkte Widerstand. Als Fremdschicht wird eine unerwünschte Substanz auf der Kontakt- fläche bezeichnet.

Goldschicht Die elektrische Leitfähigkeit von Gold ist sehr gut. Gold hat außerdem die beste Beständigkeit gegen- über Korrosion. Der Kontaktwiderstand < 0,3 mOhm ist sehr niedrig und konstant.

Kontaktwiderstand Der Kontaktwiderstand ist der an der Berührungs- stelle zweier Kontaktflächen auftretende Widerstand. Er ist abhängig von der Kontaktkraft und der tatsäch- lichen Kontaktfläche. Der Kontaktwiderstand ist die Summe aus Enge- und Fremdschichtwiderstand.

Na schön, und bei mir 0,3mOhm. Und für Konstanz würde ich bei Gold auch nicht die Hand ins Feuer legen. Für wieviele Steckzyklen ist das garantiert? ;)

Abgesehen davon, dass trotzdem irgendwo was nicht stimmen kann. Wo kann denn bei diesen Abmessungen 1,7mOhm herkommen? Da ist das Material wohl das schlechtestmöglich leitfähige Metall, oder wie ...

Für wieviele Steckzyklen ist das für Nickel garantiert? Alle mechanischen Kontakte verschleißen.

Du kannst davon ausgehen, daß die Angaben dieses Herstellers korrekt sind. Der Durchgangswiderstand ist 3 mOhm für Schraubverbindung und 2 mOhm für Crimpverbindung. Das ist aufschlußreich.

Weiß ich nicht, kommt wohl auch noch ganz drauf an, wie's vernickelt ist (Gibt's sowas wie "Hartverchromen" auch für Nickel?) Aber egal, an mkeinen uralten Steckern sehe ich noch keine Verschleißerscheinungen.

Was du nicht sagst. Aber Gold ist so ziemlich das weichste Material dafür, hab' ich gehört. Und hartvergoldete Stecker könntest du nicht bezahlen, fürchte ich. Also wenn ich da was von bis zu > 1€ pro /Relaiskontakt/ lese ...

Aber sicher. Löten bleibt eben Löten. Also langsam kriege ich Lust, hier mal nachzumessen. ;)

Die sieht man auch nicht. Wenn es sichtbar ist, ist der betroffene Kontakt ohnehin unbrauchbar zum Wegwerfen.

Das Gold für alle elektrischen Kontakte ist optimal legiert. Das ist kein 999 Feingold. Das Gold ist auch nicht dort, weil Gold gut leitet - Kupfer leitet viel besser - sondern weil Gold stets hochglänzend blank bleibt. Gold ist nahezu unangreifbar.

Löten? - Von Crimpen steht was im Datenblatt.

Das waren meine doch von Anfang an, schon ab Hersteller zerstört. ;)

Im Ernst: Ob die nun 0,3 oder 0,5mOhm Übergangswiderstand haben, ist mir sowas von wurscht, ich brauch' sie doch nicht für Präzisionsmessungen. Und dass sie bis aufs Messing durchgescheuert sind, werde ich mit Sicherheit nicht mehr erleben

Chemisch. Mechanisch schon. Und zwar garantiert weicher als Nickel, wenn's nicht gerade hartvergoldet ist.

Und was meinst du wohl, warum ich gelötet habe? Richtig, weil damit alle Adern der Litze rundrum erfasst werden. Also lass' gut sein.

So ist es. Eine kurze Meßleitung hat z.B. 60 mOhm. Da sind 0,x mOhm egal. Allerdings bewirken Widerstände eine Wärmeentwicklung... Völlig egal ist das also nicht.

Die Härte wird doch durch die Legierung bestimmt. Vergleiche mal Rein-Alu mit Dur-Alu. Dur-Alu hat bis zu 10-fach höhere Werte als Rein-Alu! (Zugfestigkeit, Härte)

Mit Eisen, Kobalt, Nickel legiertes Gold wird Hartgold genannt. Steckkontakte werden grundsätzlich hart-vergoldet.

Es sind 20 Steckzyklen definiert für 0,4µm Dicke von Gold.

500 Steckzyklen für 2µm Dicke.

Ja, jedoch findet beim Crimpen eine Kaltverschweißung von sehr gut leitenden Stoffen statt. Das wird wohl wegen der schlechteren Leitfähigkeit von Zinn besser sein als Löten. Zinn leitet so gut (oder schlecht) wie Stahl, etwa 7-fach schlechter als Kupfer.

stefan schrieb:

Me too. Diese "modernen" berührungssicheren Bananenstecker gibt es explizit auch zum Löten. Bei Lötverbindungen zu beweglichen Leitern ist es aber absolut erforderlich, dass eine gute Zugentlastung/Knickschutz vorhanden ist, sodass die Zone von verzinnt zu losen Litzendrähtchen sicher vor Bewegung geschützt ist. Sonst knickt/reisst es dort früher oder später ab.

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Bei meinen Steckern waren je zwei verschieden große zweistufige Aderendhülsen beigelegt, wie unter dem zweiten Link gezeigt. Diese wird nach doppeltem Verquetschen innen mit der Madenschraube geklemmt. Der äußere Knickschutz ist etwa 2 cm lang und ist unter dem ersten Link gezeigt.

Ich halte das für ziemlich gut, auch weil federnd geklemmt.

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