Re: 230V-Geraet ohne Geraetesicherung

Feb 25, 2026 Last reply: vor 4 Monaten 4 Replies

Am 25.02.26 um 12:49 schrieb Joerg Niggemeyer:



>
>
>> ein Rheostat für eine Nähmaschine war durchgebrannt. Statt 230V bekam er
>> kurz 400V ab, passiert halt mal ungewollt.
>>
>
> Drähte fliegen rum und man buchselt nach Gefühl ein, was so am nächsten
> liegt - au weia und scheinst auch noch Stolz für soviel Fahrlässigkeit > zu sein.

Hallo,


ist doch völlig egal. Bei mir wurde der Nulleiter aus Versehen unterbrochen. Das passiert halt mal. Und jetzt ...?


> Ok, die diskreten Bauteile wurden gewechselt.
>> Eng wurde es beim Vorwiderstand 3,9 Ohm/5W, Metallschicht.
>> Man muss wissen, Metallschichtwiderstände brennen leicht durch und
>> sichern die die Schaltung wunderbar.
>
> Die "Sicherung" scheint nicht funktioniert zu haben, sonst hättest du
> doch nur den Widerstand tauschen müssen oder was ist das für ein > Gesabbel ?!

Wie geschrieben, der defekte Widerstand _war_ die Sicherung.


> Bekommen hatte ich nur einen 5W Zementwickel, der bekam dann besser eine
>> Sicherung vorgelötet.
>>
>
> Einzelstück gekauft?

Genau, wie der VDR und die vier Halbleiter.



Das schwierigste zu beschaffen war der Widerstand. Egal wo auf der Welt, die scheinen nur noch auf Restbestände zuzugreifen.


Hättest ja einen "Abbrennversuch" sonst leicht testweise vornehmen können. >
> Aber dann hast du ja jetzt eine Sicherung für den Widerstand , wie geil
> ist das denn

Ganz genau, in Ursprungsbestückung reichte ein Bauteil.


Peter


Hallo,

Danke für den Hinweis. Dann weiß ich, was ich niemals wählen werde.

Ein vergangener Versuch mit einem 10 Ohm/11W Zement an 3kV Gleichspannung endete in einer Splitterwolke aus glühenden Fragmenten.

Erfolgreich gelöst hatte ichs dann mit einer vorgeschalteten Feinsicherung.

peter

Hi Peter,

Ich hatte tatsächlich auch solche Zement-Alu-Leistungswiderstände im Bereich zweistelliger Ohm im Einsatz an Entladungen an 3 kV (und mehr). Allerdings eben Kondensatorentladungen mit 50 bis 100 µF also ca. 500 J. Eine Betrachtung dieser Energiemenge zeigt aber, wie wenig Wärme dem entspricht. Wenn die erwärmte Zementmenge mit 10 g angenommen würde, gibt sich eine Erwärmung gerade mal 60 K. Da das allerdings in meinem Fall in wenigen ms passiert, darf man eher damit rechnen, dass sich ad nur der verwendete Draht nennenswert erhitzen dürfte. Also mal kurz gerechnet: Ein 1 g Eisendraht als Widerstand würde eine Temperaturerhöhung von 1100 K nach sich ziehen. Eisen würde dabei noch nicht schmelzen. Eine Splitterwolke von glühenden Fragmenten bräuchte also deutliche eine Ecke mehr Energie dahinter.

Die sich bei 3 kV hell leuchtend schlapp lacht, wenn der Draht in sich zusammenschnurpselt ;-)

Marte

Bei solchen Stoßbelastungen ist die Kontaktierung des Widerstandsleiters wichtig, damit es nicht zu lokalen Überhöhungen der Stromdichte kommt. Die "Zementwiderstände" sind meist nur über Presshülsen kontaktiert, ungünstig. Die Aluwiderstände sind oft geschweißt. Aber bei Überlast können die Enden herausschießen und obendrein kann der Lichtbogen zum Gehäuse durchschlagen und die abgesprengten Enden, falls nicht kurz angebunden, woanders Schaden anrichten.

5x20 gibt es auch mit Keramikrohr ...

Am 26.02.26 um 12:04 schrieb Stefan Wiens:

Hallo,

ich verstehe den Text nicht, somit das Problem.

Der Metalldampf hat sich auf dem Glas abgelagert. Der Vorgang wurde soweit beruhigt, wurde gerade eben so akustisch wahrnehmbar.

Vorher flog eine 230V/16A-Sicherung zusätzlich heraus. Ich denke, aus dem 230V-Netz wurde zusätzlich und kräftig nachgeliefert.

Peter

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