Quelle für Ferrit Übertrager Prototypen?

Mar 20, 2020 51 Replies

Am 23.03.2020 um 11:24 schrieb Joerg Niggemeyer:

Die habe ich noch nicht probiert, Danke! BTW: Gibts solche Litze sowas irgendwo auch in versilbert?

Ich baue 1-5 Prototypen. Ich möchte halt vermeiden Kochrezepte zu schreiben die beim Nachkochen nicht schmecken.

Ich nehme aktuell gerne Polyimid Klebeband von 3M. Gibt bestimmt was Günstigeres?

Oder eine Schere.

Wie heisst eigentlich das gelbe Zeug in den Serienmodellen und was ist es genau? Auch Polyimid?

Bei Massivdraht ergibt sich das nahezu von selbst.

Meinen "Wickelautomat" habe ich von einem Professor geschenkt bekommen und er ist aus Holz, Nägeln alten Fahrradteilen gemacht.

O.J.

Am 25.03.2020 um 09:38 schrieb Ole Jansen:

Nein, das ist Polyesterklebeband.

HF-Litze, versilbert - wozu das?

Wie bei Arctic Silver...

Bei HF-Litze ist das Unsinn. Weil, bei 0,1mm Ø ist das Unsinn.

Wie bei Arctic Silver...

Mit mit Arctic Silver beschmierten Glimmlampen habe ich gute Erfolge gehabt.

Am 2020-03-25 um 09:38 schrieb Ole Jansen:

der HF HF-Litze ist dort vorteilhaft wo die Eindringtiefe größer als der Drahtdurchmesser ist. Also dort wo der gesamte Querschnitt des Drahtes für die Stromleitung genutzt werden kann. Aber, es müssen alle feinen Drähte der Litze angeschlossen sein. Sollte nur ein Draht nicht angeschlossen sein, ist ein Volldraht besser.

Ole Jansen schrieb:

[...]

Hmm. Versilbert statt lackiert? Dann ist der Litzeneffekt IMHO weg. Versilbert unter dem Lack? Bringt die Versilberung angesichts des geringen Durchmessers der Litzendrähtchen überhaupt was?

Grübelnd

Reinhard

Nein, Versilberung ist Unsinn, schrieb ich bereits.

Ach ja einer von z.B. 120 ? Einfach mal so drauf los schreiben..... Plapper plapper

Ähm, falls Du verzinnt meinst, dann würde diese Oberfläche ja schlechter leiten als Cu, was bei höheren Fs mehr Verluste bedeuten würde.

Die Trafohersteller tauchen diesen bundled wire in irgendeine Chemie ein und lösen denn Lack ab, bevor sie den verlöten.

Ich selber habe das mit viel Flussmittel und "damals" mit Bleilot weggebrutzelt (Lötpistole 150W und ordentlich Gestank) - wie gut das mit bleifreiem Lötzinn geht kann ich nicht sagen.

Um was für eine Anwendung handelt es sich denn, wenn man fragen darf?

PET von 3M wäre z.B. 56 Tape, wie gesagt ist das Problem genau die richtige Breite zu finden. Falls Du dich auf einen Übertrager bzw. Wickelkörper spezialisiert hast, könntest du Probieren, ob du ein solches Tape mit drauf abgestimmter Breite vom Hersteller direkt beziehen kannst.

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Welche Drahtstärke setzt du denn gerade ein > 0.8mm ?

Ab einer gewissen Drahtstärke lassen sich diese Drähte nicht mehr so nett biegen und um einen Pin des Bobbins wickeln/biegen.

Ein Schalenkern ist recht kompakt und liesse sich relativ platzsparend auf einer Platine unterbringen , wenn da nicht dieser monströse Bobbin wäre.

Hatte deswegen RM Kerne verwendet - schon mal eingesetzt?

Am 26.03.2020 um 09:03 schrieb Joerg Niggemeyer:

Guter Hinweis. Ich habe aktuell ein unbekanntes Lötzinn mit hoher Schmelztemperatur zum Verzinnen der Enden. Das Anlöten an den Coilformer muss ich mit was Anderes machen, der schmilzt sonst.

Aktuell geht es um Trafos für die Versorgung von Kathoden, Gittern und elektronischen Focussiereinheiten in Röntgenröhren und Elektronenmikroskopen. Solche Baugruppen befinden sich idR. in einem Hochspannungsverguss und sind für online Messungen schlecht zugänglich. Deswegen soll sich die Referenzbaugruppe "am Boden" möglichst wenig unterscheiden.

Danke, ich schau mal.

Bis etwa 1,5mm.

Hab ich nicht hier liegen, müsste ich mal beschaffen.

Viele Grüße,

O.J.

Am 26.03.20 um 08:48 schrieb Joerg Niggemeyer:

Ich habe das auch mal gelesen, WIMRE ganz früher (TM) bei Inschenieur Heinz Richter, Radiobasteln für Jungen. (erz-sexistischer Titel!)

Ich glaub's aber auch nicht.

Er hat auch geschrieben, man solle das Ende der Litze in Spiritus tauchen und anzünden.

Eigentlich könnte ich das mit dem einen Drähtchen mal mit der Messbrücke ausprobieren.

Gruß, Gerhard

Es gibt auch Bobbins, die recht hohe Temps am Pin abkönnen, zumindest bei den RM Modulen war/ist es so. Das war dann aber ausgerechnet der Standardbobbin und nicht der für die Poweranwendung... Allerdings war nicht unbedingt der Platz vorhanden dann, um so einen Pin eine Wurst von Bundeled wires rumzufrickeln. Also an die Enden des Bundled wire nackten Draht löten und diesen dann an den Pin führen.

ausgangsspannung? Strom?

Was nimmst du denn da als Verguss? Bitte kein Epoxy........

Man kann ja eine Testleitung mit vergiessen und die dann rausführen, um in der Target Applikation die Funktion zu prüfen.

Das ist schon ein fetter Draht, den man kaum um einen Pin gewickelt bekommt, da würde ich lieber zwei parallel wickeln wollen oder eben bundled.

VG Jörg

Am 26.03.2020 um 11:30 schrieb Joerg Niggemeyer:

Sehr unterschiedlich. 1.5V bis 12V bis 20A. Auch mal "klassische"

6.3V 150mA wie im Röhrenradio.

Was graues mit "Silikon" aus dem Momentive Sortiment.

Wenn die Elektronik im Echtsystem unter -120kV arbeitet müssen besondere Vorkehrungen getroffen werden.

O.J.

Am 26.03.20 um 11:26 schrieb Gerhard Hoffmann:

In einer alten ELO stand mal, man sollte HF-Litze auf einer Aspirintablette verzinnen - gut belüften, die Dämpfe sind wirklich übel. Aber als aggressives Flußmittel ist Acetylsalicylsäure wohl nicht verkehrt.

Da stand allerdings nichts davon, was eventuelle Flußmittelreste über die Zeit anrichten mögen...

Hanno

Am 2020-03-26 um 13:12 schrieb Hanno Foest:

Bei modernen Drahtisolierungen brauch man das alles nicht. Bei genügend hoher Löttemperatur löst sich der Isolierlack auf.

Helmut Schellong schrieb:

[...]

Stimmt. Ich hatte vor meiner Antort auf Oles Posting die anderen Antworten halt noch nicht alle gelesen ...

Ciao

Reinhard

Ich mache das seit etwa 1980 mit einem geregelten 50W-Kolben. Ab etwa 370⁰C geht das Verzinnen problemlos. Auch ein Ersa30 mit 40W (420⁰C) ist hier problemlos.

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