Phasenerkennung am Schukostecker (automatisch, nicht per Phasenprüfer).

Jun 08, 2020 40 Replies
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Gegeben sein: Eine Schaltung/Installation, die sowohl einen PE braucht, als auch die Phase richtig beschaltet haben muß, weil sie anderenfalls kaputt geht.



Sie soll über normalen Schukostecker (d.h. nicht verpolungssicher realisierbar) in "viele" Steckdosen gesteckt werden können (d.h. auch das modifizieren z.B einer Steckdose auf Verpolungssicherheit ist keine Option).



Ich möchte nun erreichen, daß eine vorgeschaltete Schaltung entweder a) die Spannung der "Phase" gegen PE mißt, und wenn sie über einer kleinen einstelligen Voltzahl liegt die Schaltung vom Strom trennt (eventuell einen Warnpieps ausgibt oder so). Oder



b) sogar umpolt.



Gibt es da was fertiges zu kaufen, oder wie würdet ihr das realisieren?



/ralph


Am 08.06.2020 um 12:14 schrieb Ralph Aichinger:

Kennst Du Geräte wie den Benning Steckdosentester SDT 1?

Für Quick and Dirty würde ich sowas schlachten und passend machen.

O.J.

Ralph Aichinger schrieb:

[...]

Hi,

sowas

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in der Art wäre eine Quick&Dirty-Lösung. Ob und ggf. in welcher Höhe ein Stromfluß über PE zulässig ist, weiß ich allerdings nicht.

HTH

Reinhard

Feddich? Sicher, aber wo?

Im Prinzip musst Du die Spannung zwischen Deinem gewünschtem L und PE messen. Der abgezwackte Strom sollte einstellige mA sein, sonst ärgert Dich der beteiligte FI. Liegt dieses Signal an, dann ein nachfolgendes Relais zum Verbraucher schalten. Mit Umpolung brauchste dann 2. Relais und ne zusätzliche Messung zw. N und PE.

Die Messschaltung kannste auch mit zusätzlichem kapazitiven Vorteiler bauen (Kondensator-NT). Relais werden aber von L N versorgt.

Keine Ahnung (mehr) mit wie wenig Strom Opto-Triac arbeiten, wäre das eleganteste für die Messeite.

Ich hab hier für was anderes eine Spannungsüberwachung mit Optokloppern

6N139 gemacht, die funzen mit 3x82k (1/2W) in Reihe zu einer Diodenbrücke und dann an die LED im 6N139. Der Ausgangstrani steuert dabei einwandfrei ne 1mA LED die an 12V mit 10k in Reihe hängt. Rein analoger Betrieb, man sieht auch deutlich niedrigere Spannung 'glimmen' :)

Vielleicht ein Ansatz für Dich. Gibt auch bipolare Optoklopper, dann brauchste die Diodenbrücke nicht. Auf der Ausgangsseite evtl noch nen kleinen Elko + Hühnerfutter, zur Glättung und Ausschalt verzögerung :)

Guckstu auch mein neues posting: Wasserspiele

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Ralph Aichinger schrieb:

Es gibt Phasenüberwachungsrelais von allen üblichen Verdächtigen. Ob die allerdings genau das oben gewünschte können, wüsste ich nicht. Normalerweise schauen die, ob L1 L2 L3 da sind und dies in der richtigen Reihenfolge.

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Ralph Aichinger schrieb:

....

Keine Ahnung, um was es geht, so Watt-mässig, und wieviel Geld wo drin steckt oder reingesteckt werden soll/darf/kann.

Jedenfalls gibt es noch die Version Trenntrafo.

Am 08.06.2020 um 19:24 schrieb Rolf Bombach:

Müsste wohl sekundär geerdet werden.

Ich hör schon die Aufschreie....

Am 08.06.20 um 12:14 schrieb Ralph Aichinger:

Phasenprüfer gibt es im Baumarkt zu kaufen. Man kann auch ein Voltmeter nehmen, das Wechselspannungen verträgt.

Am 08.06.2020 um 12:14 schrieb Ralph Aichinger:

Festanschluß oder blauer CEE oder einen Leiter+N+PE der roten CEE.

Wenn das alles keine Option ist, muss IMO die Verpolungssicherheit im Gerät selbst realisiert werden. Messen, ggf. umschalten, dann restliche interne Stromversorgung des Gerätes zuschalten.

Wenn nichts kaputt geht, als Anzeige:

Einen Zwischenstecker mit 2 (Low Power) LEDs (wie Innenleben Taster 230V LED). Eine LED rot, eine LED grün. LED gn zwischen dem Anschluß der "L" sein muss und PE, LED rt zwischen dem Anschluss der N sein muss und PE.

"Richtig herum" ist zwischen L und PE die grüne an 230V und die rote zwischen N und P: GRÜN leuchtet

"Falsch herum" ist die rote zwischen L und PE, die Grüne zwischen N und PE: ROT leuchtet -> anders herum

Logik einer Umschaltung im Gerät analog, da reicht es den Umschaltfall für "rot" zu realisieren.

Am 08.06.2020 um 12:14 schrieb Ralph Aichinger:

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Die Schaltung als solche würde mich interessieren.

Ein Relais (2 x Um) mit Spule für 230V zwischen Phase und PE und schon hast du eine automatische Umpolung. Könnte allerdings Ärger mit einem FI geben wenn das Relais zuviel Strom fliessen lässt.

Gerrit

Am 08.06.20 um 12:14 schrieb Ralph Aichinger:

Mit Perilex oder CEE.

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Der 30k Widerstand reduziert den Haltestrom fuer das Relais (230V, 16A) auf ca. 5 mA. Die Netzschalter nicht beachten...ist nur ein Ausschnitt aus einer meiner Schaltungen.

Eine Automatik mit 2 Relais koennte ich auch anbieten.

Michael

Fehlt da nicht ein Widerstand zwischen Kollektor und Basis bzw. Diode und Basis oder woher soll der Basisstrom kommen, der den Transistor offen hält? Ich gehe davon aus, dass er im Fehlerfall gesperrt wird und das Relais dann öffnet.

Unter obiger Annahme würde nur im Fehlerfall Strom über PE fließen. Wenn dann zusätzlich der FI-Schalter reagiert, wäre das nicht unbedingt ein Problem.

Natürlich fehlt da einiges! Das sollte ja auch nur ein prinzipielles Schaltbild sein; die End-Dimensionierung mußte demzufolge an die vorliegenden Gegebenheiten angepaßt werden (z. B. Trafo passend zum Relais, Relais passend zur zu schützenden Schaltung ...).

Für den Anwender eher schon, wenn der im Fall der Fälle nicht nur den Stecker herausziehen und anders herum wieder einstecken, sondern auch noch zum wer-weiß-wo-gelegenen FI-Schalter latschen und den wieder einschalten müßte.

Ciao

Reinhard

Woher der Basisstrom kommt und wann er fließt, ist zum Verständnis der Schaltung essentiell. Der Rest nicht:

Schlimmer ist, dass der FI-Schalter oft mehrere Stromkreise unterbricht. In haushaltüblichen Sicherungskästen sind i.a. zig Sicherungen, aber nur ein FI-Schalter. Das hatte ich zunächst außen vorgelassen.

Ich würde da eine Schaltung selbst entwickeln, die keine Stromversorgung per Trafo braucht.

. +---2u2--------------------------------+ PE---1N4004>---470k-+-100k--+--Basis Emitter--+--1N4004>-+-L? . +-------15k---------+

N?---1N4004>-+-Relais-+-2k2---Kollektor . +---1u---+

Transistor, der etwa 600V= verträgt (BUW84/85). L? muß die Phase sein. Wenn es nicht die Phase ist, sind da Null Volt und nichts tut sich.

Ein Widerstand von dem Pol der nicht die Phase sein soll zu PE. Steckt der Stecker falsch herum, schaltet der Fi-Schalter ab. Wenn keiner da ist kann man den Fi-Schalter auch in die Schaltung einbauen, der Widerstand muss hinter dem Fi-schalter angeschlossen werden und gerade so klein sein dass der Fi-Schalter zuverlaessig anspricht.

Am 10.06.20 um 00:20 schrieb Carla Schneider:

Ich hätte da eine preisgünstige Wahnvorstellung, die ich nur noch meinem Psychiater vorlegen sollte. Diese Phasenerkenneng läßt sich mit einer kleinen Schaltung problemlos lösen, Bauteilekosten rund 10 Euro, und es muß auch kein FI auslösen. Allerdings will ich mich nicht mehr beschimpfen lassen und behalte meine Wahnvorstellung lieber für mich. Vielleicht baue ich mir sowas nachher mal auf Lochraster auf, um mich zu bestätigen. Da Herr Aichinger mich sowieso nicht liest, ist mein Schweigen für ihn auch kein Verlust. Es schützt mich aber vor Sebastian Wolf, Helmut Schellong und Rolf Bombach.

Holger

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