Lichtsensor, Transmission

Oct 22, 2019 42 Replies

Ja, denke ich auch. Wobei wir eine andere Anwendung haben, wo wir Flüssigkeiten in 15 Abstufungen zwischen hellgelb und rot unterscheiden. Dazu verwenden wir aber Farbmessgeräte. Wir bestimmen da L*a*b* Werte und bestimmen den Winkel in der a*b*-Ebene. Daraus rechnen wir dann die Einstufung des Produkts zurück. Das machen wir mit Auflicht, also wir messen keine Transmission sondern das am Produkt reflektierte Licht. Das Produkt ist auch trüb un nicht klar.

Hier ist der Anwendungsfall ein anderer, vor allem ist das Produkt klar. Außerdem geht es hier nicht um ein Laborgerät wie in dem obigen Fall sondern um eine Flüssigkeit in einer Rohrleitung.

Wäre vermutlich kein Problem...

Am 23.10.2019 um 20:15 schrieb Stefan:

Ich weiß nicht, wie viel Dein Kunde dafür ausgeben will, aber wir (ich bin der Entwickler aller Trübungsmessgeräte dieser Firma) haben vielleicht was passendes.

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Gruß Andreas

Am 23.10.2019 um 20:34 schrieb Andreas Fecht:

Das klingt doch interessant

Ich schau mir das mal in Ruhe an

Am 23.10.19 um 19:12 schrieb Stefan:

Das klingt nach einem Anwendungsfall für ein Colorimeter:

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(der deutsche WP-Eintrag für Kolorimeter beschreibt interessanterweise etwas anderes). Bei welcher Wellenlänge bzw. welchen Wellenlängen man mißt müßte man sich überlegen bzw. ausprobieren. Problem: Die handelsüblichen Geräte benutzen Küvetten, was die Adaptierung an irgendwelche Rohrleitungen problematisch macht. Ausgabeschnittstellen könnten auch ein Problem sein.

Wenn du keine passenden fertigen Sensoren für die Aufgabenstellung findest, könnte vielleicht die Adaptierung von

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eine Option sein. Da fängt man dann wenigstens nicht ganz bei Null an mit einer Eigenentwicklung...

Hanno

Ich hab mal spaßeshalber rumgegoogelt, und fand dies:

CHA Colorimeter/Haze Analyzer

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"Final color measurement can be expressed as haze plus three color (X, Y, Z) or one of several industry-standard color scales including, Saybolt, Platinum and Cobalt, and ASTM."

Macht wohl Farbe und Trübung -- Trübing hat sich erledigt, klar, aber vielleicht isses ja was...

Thomas Prufer

Am 24.10.2019 um 08:24 schrieb Thomas Prufer:

ja, das sieht sehr interessant aus, danke für den Tip

Hi Stefan,

Und immer noch wissen wir nicht, was die ölige Flüssigkeit braun macht. Ist es Frittierfett, das verkohlte Schwebstoffe mitführt, oder sind Fettsäuren karbonisiert worden oder oder oder

Es könnte auch Motoröl sein. Das ist neu auch recht durchsichtig und wird dann trübe...

Alles andere ist Beiwerk, das wenig zur Lösung beiträgt.

Marte

Der Kunde wird diese Details nicht liefern. Er kann nur einen Satz Muster beistellen die jemand untersuchen muß um sich dann für einen Sensor oder eine Kombination von Sensoren zu entscheiden. Ein Hersteller von Sensoren könnte diese Tests machen. Er stellt die Frage nach Stückzahlen. Wenn die Antwort 1 Stück ist, ist seine Antwort: es muß ein Standardtyp aus dem Lieferprogramm sein. Er wird den am besten geeigneten leihweise beistellen, Auftraggeber möge bitte selber testen. Dann kaufen oder zurückgeben. Jemand der als Systemintegrator an die Sache herangeht hat eventuell mehr Gesamtbudget und er ist definitiv stärker gezwungen eine brauchbare technische Lösung abzuliefern. Da er näher am Kunden ist kann er auch die Randbedingungen unter denen der Sensor laufen muß besser in Erfahrung bringen. Wie groß seine Chancen bei Eigenbau sind hängt vom Grundwissen Optoelektronik ab und ob er in der Lage ist sich schnell genug das Spezialwissen das oft bereits auf Papier existiert zusammenzusuchen.

MfG JRD

Hi Rafael,

Woher Deine Gewissheit? Meiner Erfahrung nach gibt es in den Firmen in der Regel ein fundiertes Wissen über die gefahrenen Prozesse. Es ist kaum vorstellbar, dass die nicht ziemlich genau wissen, was da in der Flüssigkeit ist, und weshalb die Qualität dann nicht mehr wie gewünscht ist.

Der erste Schritt einer wissenschaftlich fundierten Herangehensweise ist die Beschaffung relevanter Informationen. Wer mit weiteren Entscheidungsschritten beginnt, bevor bekannt ist, um was es geht, verplempert Zeit und Geld.

Marte

Am 24.10.2019 um 20:05 schrieb Marte Schwarz:

Ich weiß zwar um was für ein Produkt es sich handelt, aber ich weiss nicht, warum manche Chargen braun sind. Es ist jedenfalls kein Frittierfett. Feste Schwebstoffe sind es auch nicht. Das Produkt wurde gefiltert bzw. gereinigt und soll dort, wo gemessen werden soll, klar sein weil es dort heiß ist. Trübe wird es, wenn es abkühlt. Ich gehe aber davon aus, dass mein Kunde weiss, warum manche Chargen braun sind. Das ist hier aber nicht das Thema. Es geht nur darum, abhängig von der Qualität Ventile zu schalten.

Am 24.10.2019 um 20:37 schrieb Rafael Deliano:

Laut Aussage des Kunden ist das Produkt dort, wo gemessen werden soll klar. Die Trübung bei Abkühlung kommt daher, dass manche Fettsäuren dann kristalisieren.

So ungefähr.

Genau so ist es. Deshalb habe ich da auch keine große Lust, selber etwas zu entwickeln. Es ist auch eine Spezialanwendung die nicht sehr oft vorkommt.

seh ich genauso

Am 24.10.2019 um 21:02 schrieb Marte Schwarz:

Das werden die sogar sehr genau wissen und die werden auch regelmäßig externe Labore beauftragen um die Chargen zu untersuchen. Das ist für die Aufgabenstellung aber weniger interessant.

Hi Stefan,

Eben doch. Der Grund, warum die Soße braun wird ist entscheidend für den Sensor, den die brauchen werden. Sind es Schwebstoffe (das kann durchaus Luft, Wasser oder sonst was sein), dann brauchst Du ein Trübungssensor, ist es ein gelöster Stoff wirst Du mit einem Trübungssensor wenig anfangen können. Dann musst Du die Absorption oder gar spektral messen.

Marte

Hi Stefan,

Willst oder kannst du das nicht begreifen? Je nach Ausgangssituation hast Du zwei unterschiedliche physikalische Effekte zu messen. Das erfordert unterschiedliche Sensoren, wenn man es vernünftig machen will.

Marte

Am 24.10.2019 um 19:54 schrieb Marte Schwarz:

Hmm, bei Wasser bist Du Dir schon sicher? ;-)

DoDi

Am 24.10.2019 um 21:02 schrieb Marte Schwarz:

Schon, aber was hilft das bei der Auswahl der Meßmethode? Wissen heißt ja nicht unbedingt, daß man das auch kommunizieren kann oder will :-(

Ein Kumpel, der in BaWü eine Überwachung für Kläranlagen programmieren sollte, fragte nach Einarbeitung in die Materie: Was ist mit Fall XY? Antwort: das kann überhaupt niemals vorkommen. Erster Probelauf am lebenden Objekt: Fall XY... :-(

Soviel über das Wissen der Experten über den eigenen Prozeß. Oft hat mal einer der Experten gehört, daß es da was ganz tolles neues gibt, und will das auf Teufel kommr raus haben. Da werden dann notfalls Daten so geschönt, bis nix anderes mehr in Frage kommt - mir passiert.

Den meisten Zeitaufwand (teuer, teuer!) hatte ich mit der Rettung von Projekten, die irgendwie gründlich vergeigt worden waren. Entweder konnte der Auftraggeber sein Problem nicht richtig beschreiben, oder der Auftragnehmer hat waa anderes rausgelesen. Dann haben sich beide bist zur Lieferung nicht mehr verstanden, und dann stand fast fristgemäß die völlig unbrauchbare Anlage da. Die Studenten, die das programmiert hatten, waren inzwischen nicht mehr greifbar usw.

Ich habe das dann sportlich genommen, mein Chef war über die Einnahmen erfreut, und irgendwann hat dann irgendwas auch den Auftraggeber begeistert. Dankschreiben waren allerdings selten, dafür war das dann doch zu peinlich gelaufen :-]

DoDi

Hi Hans-Peter,

Es ist entscheidend, zu wissen, welche Größe man messen muss, um zu einem brauchbaren Ergebnis zu kommen. Und ja, es ist ein großer Unterschied, ob Trübung oder Farbe gemessen werden muss, um die Qualität sinnvoll zu beschreiben. Möglicherweise braucht es beider Parameter und noch mehr. Im beschriebenen Fall würde ich wahrscheinlich die Temperatur mit erfassen wollen.

Wenn der Auftraggeber solche Informationen nicht kommunizieren will, würde ich den Auftrag ablehnen und mich bis dahin auch zu keinen Mutmaßungen hinreissen lassen.

Ich schrieb bewußt von wissenschaftlichem Vorgehen. Dass das möglicherweise nichtwissenschaftliche Vorarbeiten aufdeckt liegt in der Natur der Sache.

Meine Rede...

Ja ja, Kommunikation...

Marte

Ölig, farbig, Trübung nicht oder nur in Ausnahmefällen: irgendwas aus der Sensorkiste der Petrochemie? Die schicken unterschiedleich Ölqualitäten durch eine Leitung, markieren mal mit Farbstoffen, und haben gelegentlich verteiltes Wasser als Trübstoff drin.

Ich hab noch ein paar solche Sensoren gefunden, indem ich die Farbbegriffe "Saybolt", "Platinum and Cobalt", "ASTM" gegoogelt hab. Die haben auch sowas wie "mit und ohne Reinigungsdüsen erhältlich" in ihren Texten stehen. Die werden sich mit den div. Problemen schon mal rumgeschlagen haben:-)

Thomas Prufer

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