Kerko Piezo-Effekt

Dec 12, 2008 6 Replies

Hallo, bekanntlich haben X7R-Kerkos ja einen nicht unerheblichen Piezo Effekt. Wir haben nun eine Schaltung entwickelt, bei der an einem 1µF 250V Kerko ein Spannungsrippel von ca. 50V mit 100Hz anliegt. Das Ganze ist natürlich hörbar, allerdings nur die Oberwellen davon ab ca. 2kHz.



Die Frage ist nun: Sind durch diesen Effekt irgendwelche Ermüdungserscheinungen wie bröselnde Lötstellen oder brechende Keramik zu erwarten?



FoKos sind aus Platzgründen leider keine Alternative.



Michael


Die Bewegung der keramik dürfte im elastischen Bereich bleiben. So ist es jedenfalls bei Piezos, die als solche eingesetzt werden. Da der Kerko für die Spannung spezifiziert ist, sollte er das überleben.

Lötstelle: Da gibt es ja welche, die brechen von ganz alleine. Wie gut ist der Lötprozess beherrscht? Wenn an der versagenden Lötverbindungen viel Geld steckt, solltest Du auch viel in die Materialunteruchung stecken. Oder die Verbindung elastisch halten mit federnden Kontakten o.ä. Eine Seite normal auf einen Pad geschmolzen, die andere an einen Draht. Ob das unbedingt sein muß? Dauerversuch mit maximaler für den Kerko spezifizierter Last, evtl. die Resonanz suchen, und dann alle paar Tage röntgen, bzw. Impedanz messen. Natürlich über die ganze Streubreite der Lötparameter....

Gruß, Raimund Mein Pfotoalbum Mail ohne Anhang an wird gelesen. Im Impressum der Homepage findet sich immer eine länger gültige Adresse.

Habe ich auch mit zu tun, weil z.B. in fliegenden Kisten mit den tollkuehnen Maennern drin hoehere Frequenzen ueblich sind. Normalerweise passiert Loetstellen nichts, aber ich weiss nicht wie das ist wenn ihre keine RoHS-Exemption habt. Bei den Fliegern haben wir die ja :-)

Bedrahtete Versionen singen weniger, aber nur wenn sie nicht irgendwo gegenlehnen. Andere Methode ist, es auf mehr als ein BAuteil zu verteilen, aber soviel leiser als mit bedrahtet wird's nicht.

Hint: Sichergehen dass der Kerko selbst das auf Dauer aushaelt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Hallo Raimund,

Die Dinger sind ja schon mehr oder weniger elastisch montiert:

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Aber in der Tat, wird man wohl um eine genauere Untersuchung nicht herumkommen, wobei dann aber nicht klar ist, wie man das Problem behebt, wenn sich ein solches herausstellt.

Wir fertigen ja nicht selbst. Mal schauen, wie wir das geregelt kriegen.

Danke für die Anregungen!

Michael

Joerg schrieb:

Geht aus Platzgründen nicht. Sonst würden wir auch Fokos nehmen. Aber wir haben beim Konstrukteur ein paar weitere Quadratzentimeter rausgeschlagen, vielleicht kann man die nutzen.

Michael

Das Problem ist also vom Hersteller schon bedacht. Das läßt hoffen. Ich wäre da schon entspannter.

Die Probleme sind dieselben wie bei anderen kalten Lötstellen auch; nur schneller provoziert.

Da steckt die Lösung im Einkauf. Pizzabäcker oder erfahrener Bestücker mit guten Knowhowträgern.

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"Raimund Nisius" schrieb im Newsbeitrag news:1irzoj4.1cogzu61oiw6hkN% snipped-for-privacy@raimund.in-berlin.de...

Das gilt jetzt aber nur fuer die Keramikkondensatoren mit den Blech-Fluegeln, also diese eine Serie.

Ansonsten kommt es durchaus vor, dass Platinen, die gebogen wurden, ploetzlich durch defekte KerKos auffallen.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

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