Joerg schrieb:
Ach was, erzähl mal lieber nichts über Dinge, die du nicht erlebt hast. Ich schrieb doch zuvor, dass der 1969 herausgebrachte erste DDR-Farbfernseher sehr wohl bereits volltransistorisiert war. Damit dürfte er damals durchaus den Stand der Technik mit angeführt haben. Woran es mangelte, waren die von der Bevölkerung benötigten Produktionsstückzahlen.
Dass die Russen es auch viel besser konnten, bewiesen die vielen privat importierten Koffer-Farbfernseher (Z430 und Nachfolger). Da bei denen der Preis üblicherweise ins Gehäuse mit eingegossen war, wusste man dann, dass er für 450 Rubel zu haben war. Das waren beim konstante Umrechnungskurs von 1:3,2 dann ca. 1500 DDR-Mark, was deutlich preiswerter war als DDR-Fernseher. Servicetechnisch war der Z430 vielleicht nicht ganz so gut gelungen wie die in dieser Hinsicht recht solide RFT-Technik (Fernseher galten als hochwertige Konsumgüter, und diese sollten generell gut reparierbar sein, damit man sie nicht vorzeitig wegschmeißen musste), aber er war auch nicht so'ne Krankheit wie vieles, was ich später im Westen erleben durfte. (Snap in -- and never snap out, sag' ich da nur...)
Im Osten wurde es überall dann eng, wenn Dinge nur für Devisen zu haben waren. So gab es einfache Computer zu Hauf am Ende, aber so gut wie keine für den normalen Endanwender erschwinglichen Floppylaufwerke
-- eine eigene Produktion dafür war nie nennenswert in die Gänge gekommen, sodass in den für die Industrie (und keinesfalls nur für die Rüstung) bestimmten Computern Teac-Laufwerke drin waren. (Von wem dann später die ,,Winchester''-Festplatten waren, weiß ich gerade nicht mehr, ich vermute von Seagate.)