Olaf Kaluza schrieb:
Hallo Olaf,
kannst du mal den Hersteller und genaue Bezeichnung nennen? Arbeitest du bei der Handlötung mit beheizten Platinen?
Rolf
Olaf Kaluza schrieb:
Hallo Olaf,
kannst du mal den Hersteller und genaue Bezeichnung nennen? Arbeitest du bei der Handlötung mit beheizten Platinen?
Rolf
Leider nicht. Ich habe derzeit leider nur zwei Stuecke Pappe wo mein Bestuecker mir jeweils 1m Loetdraht zum testen draufgewickelt hat. Das war also sozusagen ein Blindtest.
Ich versuche es aber die naechste Woche noch rauszubekommen.
Aeh..noe. Sollte ich das? Ich loete immer bei Raumtemperatur. :-)
Olaf
Marte Schwarz schrieb:
Die Fittinglotpaste von Rosol ist für Elektroniklötungen, also als Ersatz für SMD-Lötpaste, völlig ungeeignet. Die Fittingpaste enthält als Flussmittel Zinkchlorid, das extrem korrosiv ist und nach dem Löten unbedingt _restlos_ entfernt werden müsste.
Die Flussmittelreste sind zwar wasserlöslich, aber trotzdem wirst du die aus dem Spalt zwischen SMD-Bauteil und Printplatte nicht mehr herausbekommen. Korrosion und Ausfall nach einigen Wochen ist vorprogrammiert. Abgesehen davon werden vermutlich Zinkchloridreste und Luftfeuchtigkeit ungewollte leitende Verbindungen zwischen Lötpads verursachen, lange bevor Korrosionsschäden sichtbar sind.
Zum Vorverzinnen einer unbestückten Leiterplatte geht die Fittingspaste ja noch, die kann man nach dem Verzinnen ins heisse Wasser schmeissen. Wenn die Bauteile schon drauf sind, ist die restlose Flussmittelentfernung aber nicht mehr machbar.
MFG, Andy
Azeton ist kein Alkohol, sondern ein Alkanon -- Genauer, Propanon.
Methanol, Propanol, oder eben den Alkohol den man auch in Getränken findet: Ethanol ;-)
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Olaf Kaluza schrieb: > >Arbeitest du bei der Handlötung mit beheizten Platinen?
Habe da eine Empfehlung bekommen, betrifft aber anscheinen nur Rework. Mit den bleifreien Loten und Leiterplatten habe ich zum ersten mal seit sehr vielen Jahren, beim Prototypenaufbau eine kalte Lötstelle fabriziert. Hat mich Zeit und Nerven gekostet, weil ich an sowas natürlich nicht gedacht habe :( Bin mit der ganzen bleifreien Löterei noch nicht so zufrieden, läuft einfach noch nicht rund. Deshalb bin ich für jeden gute Tipp dankbar.
Rolf
Spiritus
Marte
Hallo Rolf,
seit
Warum verwendest Du für einen Prototypen bleifreies Lot? Der wird doch nicht verkauft, oder?
Marte
Und, wieviel schneller? Elektrochemisch sind die etwa gleich und über die Geschwindigkeit entscheidet die Kinetik und nicht die Thermodynamik. Irgendwie halten verzinkte Garten- tore auch länger als unverzinkte.
Hallo Marte,
Marte Schwarz schrieb: > Warum verwendest Du für einen Prototypen bleifreies Lot? Der wird doch
Doch, wenn der Prototyp für ein Unikat ist, dann schon. Das hab ich öfters, dass von einem Gerät nur ein bis drei Stück gebaut werden (Spezialmessgeräte, Prüfeinrichtungen). Im Moment starte ich gerade den Versuch, auch Prototypen über Pastenschablone und Ofen zu fertigen. Mal sehen wie's wird.
Rolf
"Rolf_Bombach" schrieb im Newsbeitrag news:4503da4b snipped-for-privacy@news.bluewin.ch...
Im Prinzip sofort, denn wenn Zinn nicht so schnell oxidieren wuerde, koennte man ohne Flussmittel loeten. Geht aber nichz, weil sich sofort eine Gammelschicht bildet.
1V Redoxpotenial liegt schon dazwischen.
Klar, und Aluminium auch, aber alle diesse Materialen halten so lange, weil sie ihre eigene Oxidschicht schuetzt, ob Alu, Zink, Zinn oder Edelstahl. Zum loeten sind alle damit unbrauchbar oxidiert und es braucht Flussmittel.
Hallo Rolf.
wird doch
In dem Bereich hab ich auch schon einiges gemacht. Prototypen hab ich dennoch nie verkauft, das war im Etat immer noch drin, das nach dem Prototyp richtig sauber noch einmal neu aufzubauen. IMHO sind ausserdem Spezialmessgeräte (Industrielle Messtechnik?) von der bleifreipflicht ausgenommen, nicht?
Marte
Jan Kesten schrieb:
e oe zum
Hallo,
da erfindet wohl jemand das "Hot Air Levelling" Verfahren der Verzinnung =
neu. ;-)
Bye
Das wuerde ich gerne mal ausprobieren. Woher bekommt man denn das Zinnpulver zu vernuenftigen Preisen?
TIA
JF
Wir bauen auch für die Industrie diverse Prüfsysteme, und wir dürften auch noch "mit". Die neuen Produkte werden bleifrei gefertigt, was die Anschlußkabel angeht, die wir im Hause fertigen, bin ich mir jetzt nicht ganz sicher, wie die hergestellt werden. Hoffentlich noch mit Blei :)
Johannes Frank schrieb:
Laborchemikalienhandel.
Gruß Dieter
Tja, soweit war ich auch schon. Kannst Du einem Nicht-Chemiker mit konkreten Adressen helfen? In Online-Shops gefunden habe ich:
Omikron 500g 59,- EUR VWR 250g 52,- EUR
Was gibt's sonst noch an Bezugsquellen fuer Kleinmengen? Ein halbes Kilo brauch ich eigentlich nicht dafuer... Gelbeseiten hat fuer meine Region leider auch nichts brauchbares ausgespuckt.
TIA
JF
Ich hab heute mal nachgefragt. Das Zeug heisst SN100C und besteht aus SnCu0,7Ni. Der entscheidende Punkt ist wohl der Nickelanteil.
Hersteller ist hier:
Da deren Homepage aber mal wieder ein Beispiel von nicht zu unterbietender Schlechtigkeit ist, das Datenblatt nochmal hier:
Interessant auch:
Das Problem ist nur die verkaufen einem das nicht Stueckweise. Ich hab heute morgen mal mit Modul-Bus
Ich selbst hab zwei verschiedene Testmuster gehabt die sich nur im Flussmittel unterscheiden. Wir haben das bei uns der Firma mal probegeloetet und koennen nicht sagen welches Flussmittel nun besser ist. Scheint vom persoenlichen Geschmack abzuhaengen. Beide Lote sind erheblich besser als der SnCuAg kram den ich bisher probiert habe.
Olaf
Olaf Kaluza schrieb: > Ich hab heute mal nachgefragt. Das Zeug heisst SN100C und besteht
aston.de in Nürnberg hat das wohl auch. Verkaufen aber auch nur gerne größere Gebinde. Habe gleich mal meine Fertiger angetriggert :)
das hört sich doch schon mal gut an ;) Danke für die Info.
Rolf
Ich glaub das war nen Fehltrigger. :-]
Olaf
Jup. Wird Zeit dass ich den PC ausschalte und nach hause gehe :)
Rolf
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