supply-ratiometric signal

Sep 16, 2008 6 Replies

Hallo,



ich setze verschiedene Sensoren ein. Erstere liefern ein nonratiometric Signal, d.h. das (differentielle) Ausgangssignal hat eine feste Referenzspannung. Die Sensoren die ich seit heute einsetzen möchte sind nun aber "supply-ratiometric" (diese Begriffe waren bis eben neu für mich, ich bin "fachfremd"), d.h. die Referenzspannung ist proportional zur Versorgungsspannung. Was muss ich jetzt dabei beachten, bzw. was muss mein ADC können? Ich setze eine NI-6034E Interface Karte ein.


Ich würde die Versorgungsspannung mit messen und dann den tatsächlichen Wert berechnen.

Frank Buss, fb@frank-buss.de http://www.frank-buss.de, http://www.it4-systems.de

Deren Versorgung sollte dann gut tiefpassgefiltert sein. RC oder LC reicht meist. So, dass Aenderungen der Versorgung nicht gross durchschlagen bis der ADC den zweiten Messwert zur Verhaeltnisbildung verknusert hat.

Wenn es geht, ein LM317 mit 10uF am Adjust Pin glaettet die Wogen auch recht schoen. Aber der sollte mit mindestens 10mA belastet werden, geht z.B. ueber passende Wahl des Adjust Teilers.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Gut, aber im Prinzip bestätigt mich das in meinem Verständniss, dass der Unterschied zwischen einem ratiometric und non-ratiometric Signal nur von geringfügiger Natur ist.

Mein Problem ist nämlich, dass ich aus dem ratiometric Sensor kein vernünftiges Signal bekomme in meinem Messaufbau, aber da trete ich mal mit dem Hersteller in Kontakt.

Kai schrieb:

So geringfügig ist das eigentlich nicht.

  • Ein nicht-ratiometrischer Sensor verwendet eine Präzisionsspannung als Referenz. Je genauer die ist, um so besser das Ergebnis.

  • Ein ratiometrischer Sensor verwendet hierzu seine eigene (eher ungenaue) Betriebsspannung. Das Ergebnis wird also nicht in Volt ausgedrückt, sondern in "% von VDD". Wenn man VDD gleichzeitig als Referenz für den ADC nimmt, kürzen sich alle referenz-bedingten Fehler raus. Das vereinfacht gleichzeitig die Schaltung, da keine Bandgap mehr benötigt wird.

Problematisch wird's nur, wenn ein ratiometrischer Sensor an einen nicht-ratiometrischen ADC angeschlossen wird. Dann muß man, wie bereits an anderer Stelle erwähnt, mit einem zweiten Kanal die Sensorversorgung mitmessen und dividieren. Das bringt zusätzliche Fehler ins System.

Patrick

Ich verstehe das Problem leider immer noch nicht (sorry). Vielleicht kannst Du (oder jemand anders) es am konkreten Beispiel erklären?

Es geht um folgenden Sensor:

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Dieser hat einen RATEOUT Signalausgang und einen V_ratio Referenzpegel (aus Versorgungsspannung). Ich sollte doch jetzt mein Ausgangssignal einfach wie ein differentielles Signal als Potentialdifferenz zwischen RATEOUT und V_ratio=const (ungefähr) einfach abgreifen können? Oder ist das Layout anders zu verstehen?

Danke schon mal für weitere Hilfe!

Kai

Kai schrieb:

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Als Verhältnis, nicht als Differenz. D.h. Dein Messwert ist RATEOUT/V_Ratio und liegt damit zwischen 0% und 100%.

Der Sensor ist vermutlich bipolar, dann kommen bei Ruhelage an RATEOUT

50% der V_ratio raus. Bei positiver Drehung sind es dann mehr als 50%, bei negativer Drehung weniger als 50%. Wieviel ein Prozent in Volt ist hängt vom Betrag von U_ratio ab. Wenn man U_ratio gleich als Referenz für den ADC nimmt, interessiert der absolute Wert auch nicht, weil er sich rauskürzt.

Gruß Patrick

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