Sharp S202XYZ, SSR

Mar 11, 2020 Last reply: vor 6 Jahren 28 Replies

Am 15.03.2020 um 20:05 schrieb Rolf Bombach:

Naja, bei PC-Netzteil halten die Schalter der Mehrfachdosen auch nur begrenzt durch. Ich habe was von 100A Inrush-Current im Kopf.

Die 220V Motore sind mit 0,4A angegeben.

Butzo

Der jemand war ich und es war keine Heulerei, sondern eine Feststellung.

Er hatte einen Iiyama ProLite XB2483HSU-B2, ein Antec EarthWatts EA-380D Green 380W ATX 2.3 Netzteil und einen Epson Perfection V500 Photo an einer Steckerleiste mit einem Marquardt 1835.3112 (Schaltleistung 20A 250VAC 1E4 bzw. 10A 250VAC 5E4).

Fraglich.

Genau.

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ich zu große (und teure) Bastelei und
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... ähm... Wie sage ich das jetzt...? Etwas sehr "rustikal". Ergo griff ich zur bekannten und beliebten "Always-On"-Lösung.

Mei. Nicht, daß ich es nicht versucht hätte. Aber nach vier dieser lustigen Marquardt-Schaltern für 5€ das Stück und reichlich Ärger mit diesen ekligen Einmal-Schlitzschrauben ist dann nun wirklich Schluß.

Volker

Die liegen bei fuenf Cents und bisher habe ich Timer Jobs billiger hinbekommen. Oft reichen ein bis drei der Schmitt Inverter eines 74HC14, den man fuer vergleichbaren Preis bekommt, dann aber etliches davon untervermieten kann.

Wenn sie fuer den Zweck noch hergestellt werden, dann sicher zu Freudenhauspreisen.

Natuerlich nicht, aber ich wuerde das ersetzen. So wie man ja auch Umruest-Kits auf TFT fuer die alten Bildschirme in HP Messgeraeten bekommen kann.

Jay Leno nennt diese Art der Restaurierung "Restomod", z.B. wenn er in Oldtimer Zweikreisbremssystem einbaut. Was man bei eifriger Benutzung sollte.

Meist reicht ein 74HC14 und sofern man im gleichen IC bleibt, kann man durchaus Segmente davon parallelschalten. Auch wenn das nicht die feine englische ist. Die Dinger habe ich oft zweckentfremdet, besonders gern als "Controller" in Schaltreglern. Sie werden unschlagbar billig, wenn man nachher noch Segmente fuer andere Zwecke frei hat.

In Kleinmengen bei der Apotheke.

Der '14 taugt aber nicht als Komparator...

Ja Du. Wieviel Nachdenken und Layoutmehraufwand ist mit einem Cent bei einem Einzelstück oder einer Miniserie bezahlt? Der 555 hat in der CMOS Variante viele gute Eigenschaften und für Maschinenbauer wie mich sehr viele durchdachte Anwendungsvorschläge, vor allem in der unvergessenen und unerreichten elrad.

Aber dann bitte nicht so wie Volkswagem im Polo in der Großserie.

Es erfordert einige Stunden mehr. Die sind bei Grosserien aber in wenigen Wochen wieder drin und mein aeltestes Design dieser Art mit hoher Stueckzahl (74HC14 als Controller fuer Schaltregler) laeuft seit Mitte der 90er vom Band. Tausende pro Monat. Dieses Design hat dann deren Boss ueberlebt :-(

Nur so an Anekdote: Dieser Kunde bat mich vor langer Zeit, nachzusehen, welche der Widerstaende man in der Toleranz auf 5%, 10%, 20% und ungetrimmt lockern koenne. Das kostete die Firma eine viertel berechnete Beraterstunde und auch die hatten sie ratzfatz wieder drin.

Einzelstuecke und Miniserien entwickeln die meisten Ingenieure wie ich nur selten.

M'r sin ja hier unter den Elektrolurchen :-)

Fuer ein wenig Fachfremde ist das natuerlich was anderes. So wie ich bei Linux als Nicht-IT-Spezi eine Variante mit GUI und allem Komfort bevorzuge, weil ich mit den eher masochistisch angehauchteren Versionen nicht gut zurechtkomme. Und sollte mich jemand um die Entwicklung eines Atomkraftwerks bitten, wuerde ich vertrauensvoll auf Dich verweisen :-)

Die Bremsanlage des Polo kenne ich nicht. Beim Ur-Golf hatten wir mal ein Erlebnis der besonderen Art. Vier oder fuenf Leute drin und Gepaeck. Ich fuhr und an der Abfahrt Wermelskirchen, von Norden kommend, trat ich beim Bremsen mehr oder weniger ins leere. Da geht einem echt was auf Grundeis, zumal das zumindest Ende der 70er noch eine alte Abfahrt mit enger Kurve war und ich akut nicht mehr auf die Autobahn zurueck konnte. Ist gutgegangen, aber in bedenklicher Schraeglage und mit kreischenden Reifen.

Der Eigentuemer sagte spaeter, in der Werkstatt haetten sie einen Laengsriss des Hauptbremszylinders festgestellt.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/

Bloß gut für die Menschheit, daß ich zu wenig Dunning-Krüger habe, um nicht dankend abzulehnen.

Der Hauptbrenszylinder war zu lang. Bei Ausfall eines Kreises funktionierte der zweite zwar im Prinzip, aber man hätte vorher für den nötigen Pedalweg ein Loch ins Bodenblech schneiden müssen. Die konkrete Art wie ich das feststellen mußte war ein sehr glücklicher Zufall. Das hätte sehr viel anders ausgehen können.

Ja, Ings wie Du, Ings wie ich habe fast ausschließlich Einzelstücke in HW und SW entwickelt.

Prüfgeräte und Messgeräte, Messplätze. Bestenfalls haben einige Kunden einige Dutzend davon geklont.

Bei einem Prüfplatz habe ich mal eine Serie von 20 Stück gebaut zum Stückpreis von 10.000DM Zusätzlich die ganzen Entwicklungskosten im 500TDM Bereich. War mein bester Kunde.

Ich hab mit meinen Geräten SIEMENS und hp aus der Fertigungshalle rausgeschmissen. Die waren ziemlich sauer, das da so ein dahergelaufener Einzelkämpfer ihnen die Butter vom Brot genommen hat. Meine Messboxen liefen an gewöhnlichem PC und keine Spezialcompuster, waren 2-3 mal schneller im Abgleich von Stellungsreglern, deutlich genauer und mussten nie nachkalibriert werden dank ADC/DAC vom feinsten (BurrBrown aus dem obersten, teuersten Regal). Ich hab aus dem vollen geschöpft, nur das Feinste, da ich keine Lust hatte, von Solingen ins Elsass zu fahren, um Garantiearbeiten durchzuführen.

In über 10a nicht einen einzigen Garantiefall. Als ich nach PY wollte, musste ich gegen Kohle eine Woche ins Elsass: Herr Allinger, wir wissen zwar, dass sie excelente Prüf- und Abgleichanweisungen samt Schulung für unsere Techniker gemacht haben. Aber keiner weis wo die Unterlagen und Ersatzteile abgeblieben sind, da nie gebraucht.

Alle Geräte überprüft. Alle absolut ok.

Das Geheimnis: FORTH als OS auf DOS Basis mit selbstgebauten Multitasker, interruptgesteuertem Echzeit-Teil und 1ms Zeitbasis (eigene TSR für Timer und ADC/DAC), später WindoofXP, halbautomatische Erzeugung von Kalibrierfiles anhand von Referenz Gerät des Kunden, supergenaue und stabile Referenzspannungsquellen intern, 1a ADC/DAC, edelste Bauelemente, vergoldete Steckverbinder...

Die hp und SIEMENS Prüfplätze mussten täglich abgeglichen werden. Spätestens nach 1 Woche waren sie völlig aus dem Ruder. Meine SW Kalibrierung war dagegen äusserst simple und excellente Ergebnisse.

Die haben täglich für mehrere Hunderttausend DM Geräte über die Prüfplätze geschoben, Geld für mich war nach wenigen Tagen völlig wieder reingeholt.

Ansonsten nur 3-5 Seriengeräte dabei, Temperaturkontroller für die Industrie mit Pt100/Pt1000 oder pH-Wert Messer, aber wohl alles keine Grossstückzahlen, da Labor Bereich oder Kliniken.

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

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