David Kastrup :
Kapazitiv wäre eventuell ein Ansatz. Musst nur sehen, wie Du grosse Flächen hinkriegst, die von aussen durch Annäherung einer leitenden Masse nicht beeinflusst werden; z.B. koaxial: grosses Aussenröhrchen und innen der Stift wird von der Taste reingeschoben und damit ändert sich die kapazitive Kopplung zwischen Röhrchen und Stift, das Aussenröhrchen ist 50/50 geteilt: unterer Teil an Masse, oberer Teil an Vcc, der leitende Teil des Stiftes kommt nie aus dem Röhrchen raus bzw. läuft über Koaxkabel zur Platine. Denkbar wäre ja auch, das Du die gut geschirmte Leiterplattenlösung für die kapazitiven Tasten aus der App-Note verwendest und dann da anstatt mit dem Finger mit einem Metallschieber drüberschiebst. Die Platine wird dann ziemlich lang (oder es werden mehrere).
Applikationotes von ti.com slaa379 und slaa363a Das bezieht sich zwar auf Leiterplatten"tasten" aber in der mechanischen Ausführung kannst Du da sicherlich ziemlich Deine Fantasie spielen lassen. Gute Schirmung und Isolation ist hier wichtig. Du bekommst pro Taste einen analogen Messwert (Zeitdauer zum Aufladen/Entladen der Kapazität), über den Du Deinen Auslösepunkt kalibrieren kannst. Der uC braucht keinen ADC, sondern nur einen Timer und einen Komparator und viele viele Ausgänge (Chips im
100pin Gehäuse sind heutzutage gängig). Abtastzeiten liegen im us-Bereich.Vorteil: sehr geringer Strombedarf und keine Kosten für spezielle Hallchips. Nachteil: recht hochohmig (5MegOhm), wenn es feucht wird (vom Kalten ins Warme), spielts von alleine, sollte man aber mit Leiterplattentauchlack hinkriegen.
Ähnlicher Ansatz wäre: du baust unter jede Taste eine Spule mit Kern und die Taste verschiebt den Kern. Ausmessen der Änderung dann wieder ähnlich wie oben (besser ist je Taste eine Spule mit 2 Windungen, das ist dann schon fast ein LVDT :-). Gute Schirmung ist auch hier das A & O. Die Lösung braucht aber mehr Strom (schätze so 10mA Spulenstrom sollte man sich schon gönnen) ist dafür störsicherer.M.