Operationsverstärker- Schaltung

Jun 10, 2009 38 Replies

Moin!

Das müsste aber eine Anwendung sein, bei der es nicht auf den DC-Fehler ankommt. Genau den regelt der I schließlich vollständig aus, wenn man ihn lässt - und mit einem Widerstand parallel nicht mehr.

Gruß, Michael.

Wenn man einen kapazitiven Sensor ausliest (Ladungsverstärker), möchte man im allgemeinen nicht bis nach DC hinab integrieren.

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In vielen Faellen schon. Es sitzt jedoch ein FET drueber, der den Kondensator zu einem strategisch guenstigen Zeitpunkt entlaedt. Analoger Reset sozusagen. Der Driss ist jetzt aber, dass die ganzen SD-FETs und Arrays dafuer inzwischen teuer und schwer beschaffbar geworden sind. Wenn Vishay eine Firma kauft, sieht es so aus als ob sie alles aus dem Programm werfen, was nicht mindestens das Verkaufsvolumen von Toastern oder Handys hat :-(

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Moin!

Ein Ladungsverstärker als Regler?

Gruß, Michael.

Als Regler geht fast alles. So wie frueher mein Adidas-Regler: Nabenbremse hinten hatte es so gut wie hinter sich, kaum reparabel. Wenn's nicht ganz reichte, drueckte ich eine Schuhsohle gegen die Hinterradgabel und kippte sie langsam Richtung Reifen bis es genug bremste. War allerdings nichts fuer Bergabfahrten, die musste man meiden, sonst roch das uebel.

(Nein, bitte _nicht_ nachmachen)

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Hi,

Kai-Martin Knaak schrieb:

Ein Integrator integriert definitionsgemäß immer bis DC hinunter (exakt: hat einen fallenden Amplitudengang für alle Frequenzen bis hinunter zu null).

Ist der Amplitudengang eines Systems bei DC endlich, ist das System kein Integrator.

Gruß, Volker.

Volker Staben Fachhochschule Flensburg - Flensburg University of Applied Sciences Institut für Energiesystemtechnik Kanzleistraße 91-92 24943 Flensburg T +461-805-1392 F +49-461-805-1528

Hallo Joerg,

Joerg schrieb:

Klar, Definitionssache. Selbstverständlich macht die Betrachtung eines Reglers allein wenig Sinn, denn sein Zweck besteht ja darin, im geschlossenen Kreis mit einer bestimmten Strecke ordentlich zu funktionieren. Trotzdem verhält sich der Regler des OP auch stand-alone so, wie man es von ihm erwartet.

Genau: Habahabasutsut, ja wann dann ;-)

Korrekt. Ich wollte lediglich vorsichtig darauf hinweisen, dass außer "umdimensionieren" oder "damit leben" auch noch andere Alternativen existieren.

Auf Z/N o.ä. habe ich regelmäßig auch keinen Bock. Meinen Studierenden versuche ich auch eher zu vermitteln, dass selber Nachdenken besser ist als empirische Konzepte Anderer rein nach Checkliste abzuarbeiten.

Gruß, Volker.

Volker Staben Fachhochschule Flensburg - Flensburg University of Applied Sciences Institut für Energiesystemtechnik Kanzleistraße 91-92 24943 Flensburg T +461-805-1392 F +49-461-805-1528

[...]

Beibringen wuerde ich denen das schon, denn in der Praxis kommt auf meine Frage nach dem Verhalten des zu stellenden Objektes (bei uns Plant genannt) gelegentlich die Antwort "Also das ist von einem Zulieferer von uns und wir haben da jetzt gefragt und die haben uns gesagt dass der Entwicklungschef gesagt hat dass das von einem Ingenieur gemacht wurde der schon lange nicht mehr da ist und man das alles nicht wisse". Andere klassische Antwort ist "Nein, der Zulieferer hat gesagt das sei Betriebsgeheimnis" ... "Geht auch nicht wenn ich ein NDA mit denen unterzeichne?" ... "Nein, die wollen auch dann nicht".

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Hi Joerg,

Joerg schrieb:

Regelstrecke = Plant

Ja, das alles gibts, auch in good ol' europe. Aber auch dann, wenn man in die black box nicht hineinsehen kann, gibt es genügend Methoden der Identifikation, die zu einem analytischen Modell führen, mit dessen Hilfe man denken kann.

Außerdem wird gern vergessen, dass Z/N oder C/H/R o.ä. Verfahren sind, die im Hinblick auf die Erfüllung bestimmter Anforderungen entstanden sind. Die müssen sich nicht mit denen der Anwender empirischer Methoden decken. So ist i.d.R. die Phasenreserve bei nach Z/N dimensionierten Reglern eher gering - weil die Autoren eben das Störverhalten in den Vordergrund gestellt haben.

Gruß, Volker.

Volker Staben Fachhochschule Flensburg - Flensburg University of Applied Sciences Institut für Energiesystemtechnik Kanzleistraße 91-92 24943 Flensburg T +461-805-1392 F +49-461-805-1528

Huch? D.h. Regelstrecke waere z.B. die Strecke von den Anschluessen einer Motorwicklung bis zum Sensor an der Welle?

Das letzte Mal dass ich sowas in Deutsch reinzog war vor Jahrzehnten bei Prof.Mair in Aachen, Mess- und Regelungstechnik oder wie das hiess. Auch "Der Regelmair" genannt :-)

Tja, das hatte ich vor einer Woche mit dem Corpus Delicti hier probiert. Pulse und Step reingegeben. Mit weissen Fingerknoecheln nach dem Motto "die eine Step-Antwort schafft er noch". Nun ja, bei der reagierte das Dingen mit t-t-t-tick ... phssst ... *POFF* :-(

Da muss man eben wieder leicht zurueckdrehen, nicht wie bei Pumpenschrauben nach dem Motto "und nach fest noch eine Viertelumdrehung zugeben" :-)

Aber ich habe natuerlich wie meist ueblich "Angstbegrenzer" fuer den GAU drin.

Lustig ist das immer wenn mechanische Geschichten mit Schlackerpassung (z.B. Getriebe) oder wie im hier vorliegenden Fall mit Auskuppeleffekten drin sind.

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Hi Joerg,

Joerg schrieb:

Die in DE verbindliche Terminologie steht in der DIN 19226. Wer keinen Terminologiefetischismus betreiben mag, darf aber durchaus alles, was vom Ausgang des Reglers zurück auf seinen Regelgrößeneingang führt, als (dann verallgemeinerte) Regelstrecke bezeichnen. "Strecke" ist dann "alles, was der Regler sieht". Wobei man sich darüber klar sein muss, dass der Messwert die Regelgröße (controlled variable) darstellt.

Meine Vorlesungen dazu stammen auch aus 1977. Ich hatte das Vergnügen, in Braunschweig Prof. Leonhard zu erleben.

Auch da gilt sicher: Denken hilft. Es gibt ja außer step auch noch andere nette Stimuli.

Gruß, Volker.

Volker Staben Fachhochschule Flensburg - Flensburg University of Applied Sciences Institut für Energiesystemtechnik Kanzleistraße 91-92 24943 Flensburg T +461-805-1392 F +49-461-805-1528

Ok, dann ist es tatsaechlich (fast) die gleiche Bezeichnung wie bei uns "Plant".

Oh, das ist einer der Altmeister. Er hatte seinen Doktor schon bevor ich in den Windeln lag.

Na ja, da sich das Dingen etwas unorthodox verhaelt musste ich schon bis auf ein paar Millisekunden an den Step ran, in der Huette war es schon recht warm, und dann ...

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*Joerg* wrote on Fri, 09-06-12 17:27:

Wir Maschinenbauer hatten den Regelrake - so ziemlich meine beste Note im Studium. Das heißt aber nicht viel, bei uns wurde das Thema nur auf Grundschulniveau behandelt.

Das war glaube ich der der zum asymptotischen Einlaufen bzw. leichtem Überschwingen beim Ausregeln geschrieben hat: "Es gibt keine allgemeingültige Aussage was von beiden besser ist, hängt oft vom Temperament des Regelungstechnikers ab".

MfG JRD

... oder heutzutage vom Fahrstil des Regelungstechnikers ;-)

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Volker Staben schrieb:

Nicht bei Joerg.

Gruß Dieter

Ok, dafuer holt euereins ja auch unsereins zu Hilfe. Bei den Maschbauern in Aachen ging es in anderen Bereichen so richtig zur Sache, Thermodynamik und so. Die meisten meiner Bekannten kommen aus dem Bereich, war irgendwie lustiger als unter E-Technikern (zu viele Nerds drunter ...). Dynamische Festigkeitslehre oder wie das damals hiess habe ich mitgehoert. Hatte auch mal eine Klausuer bei den Maschinenbauern mitgeschrieben, das gab allerdings Zoff mit der Uni.

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Hallo!

Nochmal vielen Dank an alle- das Problem ist gefunden (nachdem ich jetzt nicht mehr im Umkreis des PI- Reglers gesucht habe)...

Ein Einschub hat das HV- Netzteil zur Abschaltung gebracht (wurde natürlich nicht angezeigt), jetzt darf ich ganz viele BU208A tauschen ;)

MfG, Heiko.

Ach Dieter, langsam wird Dein Jörg-Bashing wirklich langweilig.

Jorgen

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