NF schalten, Alternative zu 4066

Sep 26, 2006 3 Replies

Hallo,



ich plane eine kleine Umschalteinheit für NF Signale (Mikrofon, Anteuerleitung Aktivlautsprecher). Als Schalter fällt mir da der CMOS Analogschalter 4066 ein. Leider hat der einen recht hohen on Widerstand. Gibts da was besseres, niedriger Durchgangswiderstand wär halt schön. Relais sollten es wohl wenns geht nicht sein. Kennt jemand von euch einen besseren, gut beschaffbaren IC?


Mit freundlichen Grüssen und Dank im Vorraus


Jan Conrads


"Jan Conrads" schrieb im Newsbeitrag news:efbnhu$nu9$ snipped-for-privacy@online.de...

Normalerweise schaltet man nicht so schnell, das Relais ein Problem waeren.

Normalerweise ist der Widerstand auch kein Problem, weil die Impedanz bei Audio eh zwischen 2k und 47k liegt.

Aber die Daempfung ist eher schlecht, also schaltet man:

Eingang --4066--+--4066-- Ausgang | 4066 ein wenn beide anderen Aus sind | Masse

das bringt die Uebersprechdaempfung in Audiotaugliche Bereiche (ueber 100dB).

Die de.sci.electronics FAQ:

formatting link
nennt an Analogschaltern: CD4016 (alt), CD4066 (15V), LC4966 (37V), DG2xx, DG4xx, Audio: SSM2402/04 (Analog) TDA1028 (ST), NJM2750 (JRC)

Such dir einen aus,d er dir gefaellt, und bei deinem Haendelr verfuegbar ist.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

Hallo,

MaWin schrieb:

Reed-Relais sind für niedrige Ströme bestens geeignet und korrosionsfrei.

Eine andere Alternative ist der 4053, zumindest wenn man das Signal ohnehin aktiv weiterzuverarbeiten gedenkt.

4053 o--- OPV, virtuelle Masse / Eingang ---RRR---o

o | Masse

Diese Lösung hat ein paar Vorteile:

- Sie lässt sich auch ganz gut mit Summationspunkten oder Filternetzwerken kombinieren.

- Der 4053 kann Potentiale kleiner Masse schalten, was zuweilen die Treiberstufen zur Ansteuerung der Schalteingänge erspart.

- Man braucht keinen Inverter zur Ansteuerung.

- Die Potentiale am Schalter sind immer nahe Masse. Dadurch kann der Chip mit 5V versorgt werden (und -5V Substrat) und dennoch mit OP-Schaltungen mit +/- 15V zusammenarbeiten.

Der Nachteil ist, dass im Umschaltmoment eine feste, kleine Ladungsmenge über das FET-Gate in den Signalweg eingespeist wird.

Marcel

Der "Knack". Kenn' ich von meiner anno 1998 (mit 17) gebauten Audio-Crossbar. Richtig schön mit Prioritätsencodern und Flip-Flops ein Tastenfeld zur Steuerung dafür gebaut. Und das alles ohne vorher einen Schaltplan zu machen oder auch nur die Logikgleichungen aufzuschreiben. Heute würde ich das nicht mehr hinbekommen, glaube ich.

Gruß Henning

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