"Load Life" und "Shelf Life" bei Elkos

Oct 13, 2010 17 Replies

Hallo Leute,



gerade studiere ich die Datenbl=E4tter einiger Elkos. Dort angegeben ist folgendes:



"Load Life: 2000 Hours at 85=B0C with Full Rated Maximum Ripple Current Applied" und "Shelf Life: 1000 Hours, No Voltage Applied" [Gro=DF-/Kleinschreibung wie im Original!]



ich verstehe, da=DF ein Elko mit dem maximalen ripple current m=F6glicherweise nur 2000 Stunden durchh=E4lt. Was mich aber wundert ist, da=DF die shelf life[time?] mit nur 1000 Stunden angegeben ist. Bedeutet dies, da=DF ein Elko bereits zwei Monate unbenutzt im Regal liegend defekt ist oder zumindest nicht mehr die urspr=FCngliche Spezifikationen einh=E4lt??? Das kann ich kaum glauben! Also mu=DF wohl was anderes gemeint sein, oder? Wer kann das aufkl=E4ren?



Andi



Ich würde mal sagen, daß das Shelf Life die Zeit ist, bis zu der die Load Life noch garantiert ist.

David Kastrup

Wenn ich mir mal selbst antworten d=FCrfte:

OK, ein anderer Hersteller schreibt es etwas genauer: "Load Life: After 2000 hours application of W.V. at +85=B0C, the capacitor shall meet the following limits." "Shelf Life: At +85=B0C no voltage application after 1000 hours the capacitor shall meet the following limits. (with voltage treatment)"

die limits beziehen sich dann auf die Kapazit=E4ts=E4nderungen sowie dissipation factor und leak current. Demnach w=E4ren je 1000h im Regal mit maximal 20% Kapazit=E4ts=E4anderung zu rechnen. nach einem Jahr in der Sauna h=E4tte ein 1000=B5F Elko demnach minimal nur noch 140=B5F (1000*0.8^8.76). Immer noch kaum zu glauben aber schon ein bisschen wahrscheinlicher.

Was sagen eure Erfahrungen?

Andi

Andreas Meerbann :

Das Elko's nach Lagerung (oder Nichtbenutzung) erstmal wieder formatiert werden müssen ist schon normal (einfach durch die normale Betriebsspannung). Da stellen sich die alten Daten dann mit der Zeit wieder ein. Grösseren Leckstrom habe ich definitiv beobachtet, wie klein die Kapazität da kurz nach dem Einschalten war hab ich aber nicht nachgemessen. 80% sind aber realistisch.

M.

Matthias Weingart schrieb:

ACK, aber bitte nicht formatieren, sondern formieren.

Gruß Dieter

Dieter Wiedmann :

Stimmt :-)

M.

Wieso? Paßt doch: format c! :-)

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Eher 150%. Eine matschige Formierung geht i.d.R. mit einer Kapazitätserhöhung einher. Ich hatte schon richtig dicke 22µ Intertechnik-Elkos aus Frequenzweichen, die sich auf 60µ hochgearbeitet haben. (Vermutlich bei noch 3V Spannungsfestigkeit oder so.)

Marcel

... und sich dann beim ersten herzhaften Chord auf der E-Gitarre mit einem Knall verabschiedeten? :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Aber bitte vorher mindestens eine Partition anlegen!

SCNR, Norbert

Bei C (nass) geht das nicht.

mfg hdw

Nope. Superfloppy rules!

;)

Guido

Am 13.10.2010 22:59, schrieb Guido Grohmann:

Floppies heißen bei CP/M und Nachfolgern A: und B:.

Bei uns sind das Spielzeug-Pferde:

formatting link

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

So weit kam es nicht. Ich war schneller.

Marcel

Vermutlich wird seine Formierung dann verloren und die Erstinbetriebnahme unter Vollast gefährlich für den Elko sein.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

"Marcel Müller" schrieb im Newsbeitrag news:4cb5c180$0$6891$ snipped-for-privacy@newsspool2.arcor-online.net... ...

Ist doch logisch, das Dielektrikum ist eine Oxidschicht, die sich mit der Zeit abbaut, also wird das Dielektrikum dünner. Folge: mehr Kapazität, weniger Spannungsfestigkeit. Mit dem Formierungsstrom wird die Oxidschicht wieder aufgebaut und alles kommt (hoffentlich) wieder ins Lot.

Grüße

Jürgen

Marcel Müller schrieb:

Danke für die Info, erklärt einiges. Und ich dachte, ich hätte mit Kondensatoren schon so ziemlich alle Merkwürdigkeiten erlebt... Tantals, die stufig rauf und runter, Sekunden bis Stundentakt, den Reststrom über einige Dekaden geändert haben. Oder "gute" Metallpapier-Motorbetriebskondensatoren, spannungsmässig wirklich reichlich dimensioniert, die nach 10kh Betriebszeit auf einige Prozent der Anfangskapazität runter waren.

mfg Rolf Bombach

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required