Glosser Komputer-Gott

Oct 10, 2025 Last reply: 8 months ago 80 Replies

Warum wird das nicht breiter eingesetzt? Das muss doch etwa fünfhundertmal bequemer sein als phpmyadmin oder das PostgreSQL Gegenstück dazu.

Grüße Marc

Das ist ja kein Ersatz für phpmyadmin, du mußt ja die Tabellen der Datenbank die als Backend dient vorher definieren (z.B. mit phpmyadmin). Die Anbindung ist nur dafür da, ein Frontend mit LibreOffice Base realisieren zu können. Mit dem Benutzer Datein eintippen und auslesen können, aber nicht die Datenbank verändern.

Datenbankfrontends als Clients sind heute einfach nicht mehr sehr populär, realistischerweise will man meistens ein Webfrontend, ich vermute Access hat das gleiche Schicksal erlitten.

/ralph

"Axel Berger" schrieb am 15.10.2025 um 01:01:32:

Ich habe schon lange keinen neuen Rechner mehr gesehen, bei dem eine ernstzunehmende (!) Version von MS Office dabei war. Was sich dagegen meist auf dem Windows-Desktop findet (und zumindest bei mir auch umgehend wieder 'rausfliegt), ist entweder ein Link zum Gratis-Online-Office oder zu einer Trial von Office 365. Beides sind keine ernstzunehmenden Versionen: das kostenlose Online-Office hat nur einen Bruchteil des Funktionsumfangs eines "richtigen" Office und eine Trial ist halt nur eine Trial. Wer Office 365 dauerhaft nutzen möchte, muss zahlen.

Gruß

Michael

Marc Haber, 2025-10-16 12:45:

LibreOffice Base ist ja keine Datenbankadministration. Tabellen anlegen etc. musst Du trotzdem noch selber machen.

Mein Mittel der Wahl für den direkten Zugriff auf Datenbanken für Abfragen oder Änderungen an der Struktur ist DBeaver (

formatting link
) - ja, das nutzt Java und verwendet Eclipse als Basis, aber bisher hat das mit allen mir bekannten Datenbanken recht brauchbar funktioniert, sowohl mit PostgreSQL, wie auch MySQL/MariaDB, Oracle oder MS-SQL.

Axel Berger, 2025-10-15 01:01:

Wann hast Du zuletzt ein Computer mit Windows gekauft? Ein vollwertiges Microsoft Office ist da normalerweise nicht dabei, wenn man es nicht explizit dazukauft.

Hallo Volker,

Du schriebst am Thu, 16 Oct 2025 11:41:56 +0200:

Der ist dann aber _sehr_ gut versteckt - genau dafür hätte ich den nämlich benutzen wollen. Nur gab es (anscheinend) keinen Weg, dsa direkt zu erreichen, und nur recht umständliche mit größeren Umwegen. Gut, ich hatte das nicht unbedingt gebraucht (und brauche das auch immer noch nicht sehr); wahrscheinlich habe ich deswegen etwas "vorzeitig" aufgegeben, zugunsten wichtigerer Aufgaben.

_Das_ kann ich dann allerdings vollumfänglich bestätigen..

Ja natürlich. Aber das Nudging ist schon sehr stark. Dazu kommt der Erfolg der Gehirnwäsche "Office braucht man" und "Microsoft Office ist der Standard".

Meine berichtete Erfahrung ist allerdings schon länger her, da war das iirc anders.

Ich hab das Gefühl, dass das weniger wird, und hauptsächlich eine Sache unserer[1] Generation ist. In Büros mit vielen 20- und 30-jährigen wird gefühlt viel weniger Office verwendet.

Office ist sehr stark auf einen Papierworkflow ausgerichtet, wenn man den nicht mehr will, dann ist die Wahl der Tools offnener. Ob man für Chat Teams (Teil von Office?), Slack, Discord, Mattermost oder Matrix verwendet, das ist ein viel kleinerer Sprung als bei Papierworkflow Tschüss zu .docx zu sagen.

/ralph

[1] Ich nehme an, dass hier die meisten zwischen Mitte 50 bis 70 sind.

Wenn man nicht angewiesen wird z.B. alles mit mit Word Firmen-Vorlagen zu schreiben, braucht man Wort sehr viel seltener bis gar nicht mehr. (ganz verwegenen schreiebn so Briefe die sie auch Firmen intern per E-Mail versenden. Excel nur um Schatten IT gebasteltes irgendwas zu verwursten, selber etwas mit Excel auszudenken - in der Generation eher weniger. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Powerpoint, reden wir bitte nicht darüber. Was noch, Access? ;->

Ja in den Range passe ich gut rein. Und aus Office Suiten nehme ich seit >20Jahren fast nur die Tabellenkalkulation, ob das Excel oder LO Calc ist, ist mir egal, geht beides.

Nach meiner Erfahrung ist neben der Gewohnheit der Nutzer vor allem der umfangreiche Excel Makro Einsatz der Trigger für "Microsoft Office ist der Standard". Excel Makros laufen normalerweise nicht in LO Calc und teilweise sind die Schreiber der alten Makros schon in Rente bzw. keiner in den Fachabteilungen weiß, wie man sie für LO Calc anpassen müsste. Nur nicht die IT fragen, die will dann etwas viel teureres bauen...

Ich meinte schon richtiges Arbeiten, also für sowas wie universitäre Hausarbeiten etc. Da geht es um qualitativ hochwertige Diagramme, druckbare Texte und die Auswertung von Meßdaten.

Als unbezahlter Student bin ich nicht weisungsgebunden. Von mir gibt es PDF und TeXquellen. Für eine nette Dozentin, zu der ich auch nett sein wollte, habe ich mir einen TeX nach HTML Konverter geschrieben, HTML kann Word lesen und schreiben.

Weil sie zum Teil live im Seminar Korrekturen anbrachte, konnte ich das Arbeiten in Word mit ansehen. Nein, eine solche Qualerei tue ich mir ohne rechtskräftiges Urteil oder sehr gute Bezahlung nicht an. Wenn ich das mit der Bequemlichkeit und Übersichtlichkeit vergleiche, mit der ich in einem leistungsfähigen Texteditor TeXquellen bearbeite, weiß ich, warum ich nie wechseln will oder werde.

"Druckbare Texte" gibt es eben immer weniger. Der Entwickler dokumentiert seine Sachen im Gitlab mit .md, der der statistische Diagramme macht, macht die mit R, oder irgendwelche anderen Diagramme mit Mermaid etc.

Irgendwann mal vor ein paar Jahren hat der Umschlag stattgefunden von "alles ist ein A4-Ausdruck" hin zu "alles ist eine Webseite". Und für letzteres braucht man immer weniger Office.

/ralph

Thomas Einzel snipped-for-privacy@einzel.de schrieb oder zitierte:

So etwas ist wirklich einen Versuch mit einem Chatbot wert!

D.h., ihn bitten, VBA-Makros in LO-Makros zu übersetzen.

Der Chatbot ist natürlich bei verbreiteten Sprachen besser, daher weiß ich nicht, wie gut die Ergebnisse bei LO sein werden.

Außerdem sollten die Makros nicht zu lang sein, sonst erst einmal in kleinere zerlegen.

Beispiel: Meine Eingabe:

Please translate this Excel VBA to Libre Office Calc:

``` Sub PromoteLow() Dim X As Range Application.ScreenUpdating = False Application.Calculation = xlManual For Each X In Range("E4:E300") If X.Value > 210 Then X.Value = 210 End If Next X Application.ScreenUpdating = True Calculate End Sub ```

, die Antwort des Chatbots:

|Here's the equivalent LibreOffice Calc Basic (StarBasic) macro |for your Excel VBA code. | |Sub PromoteLow | Dim oSheet As Object | Dim oCell As Object | Dim i As Long | Dim oDoc As Object | Dim oController As Object | | oDoc = ThisComponent | oController = oDoc.getCurrentController() | oController.lockControllers() ' Disables screen updating | | oSheet = oDoc.Sheets(0) ' First sheet (adjust index if needed) | | For i = 4 To 300 | oCell = oSheet.getCellByPosition(4, i - 1) ' Column E = index 4 | If oCell.Value > 210 Then | oCell.Value = 210 | End If | Next i | | oController.unlockControllers() ' Re-enable screen updating | oDoc.calculateAll() ' Recalculate all formulas |End Sub

. Solche Ergebnisse muß man dann aber noch jeweils ausprobieren und gegebenenfalls anpassen (siehe oben, "adjust") sowie Fehler in ihnen finden und beseitigen. Der Bearbeiter muß sich also schon etwas auskennen, aber mit dem Chatbot geht es doch leichter und schneller.

Keine Ahnung, ob TeX und TeX2HTML heutzutage noch ein Ding sind. Also wo wir gerade von "richtigem Arbeiten" und Uni sprechen. Da würde ich MS Word (und natürlich auch LibreOffice Writer) noch nicht einmal mit der Zange anfassen.

Wer mit Code "arbeitet", der lutscht sich die Doku doch eh mit Doxygen raus, macht seine Release-Notes als GIT-Abfallprodukt, usw.

Volker

Aus Sicht ihres begrenzten Etats ist eine gerade kurz vor der Emeritierung stehende Geshichtprofessorin froh über die vielen Studenten, die heute keine verteilten Kopien mehr wollen. Auf der anderen Seite sieht sie auch heute noch und gerade auch bei den heute sehr jungen eine deutliche Korrelation zwischen Lesen auf Papier und Durchfallquote.

Ich verwende total veraltete Uraltprogramme vor allem wegen der guten Handbücher immer noch. Die neuen mögen besser und leistungsfähiger sein (sind sie), aber ich bin es mit ihnen nicht, weil ich keine Chance habe, ihre Fähigkeiten sinnvoll anzuwenden.

Dann finde mal ganz schnell eine Information in einem gedruckten Handbuch und dann in einem elektronischen. Blättern vs "grep" ;-)

Jedoch ... in Robert Harris' Buch "The Fear Index" geht der SChuß irgendwie nach hinten los ;-)

Josef

PS Ich habe vier BILLYs voll mit Papier-Büchern in meinem Zimmer stehen und es werden immer mehr. Ich liiiebe physikalische Bücher.

Ich meine nicht das Medium sondern den Inhalt. Was nicht da ist, kann auch grep nicht finden. Im übrigen verfügt jedes gedruckte Handbuch nach relativ kurzer Zeit über Klebeetiketten, Anstreichungen und Randbemerkungen. PDF kann das auch, Webressourcen nicht.

Am 18.10.2025 um 12:21 schrieb Josef Möllers:

Ich lese nicht nur Physikbücher sondern meist physische, das IT Gequatsche nervt.

Butzo*aussen

Hallo Josef,

Du schriebst am Sat, 18 Oct 2025 12:21:46 +0200:

In PDF-Dateien suchst Du besser mit "pdfgrep" (oder der im Reader eingebauten Suchfunktion).

...

^^^^^^^^^^^^^ Auch Kurz als Physikbücher zu bezeichnende oder meinst Du eher _physische_ Bücher?

[X] Ich kenne (und benutze gelegentlich) "pdfgrep"

Ja, ist ja schon gut ;-)

Josef

Sieghard Schicktanz schrieb:

Cooler Tipp, danke!

Guido

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