Chip mit Schraubenzieher "angekratzt"

Jan 08, 2007 10 Replies

Hallo!



Beim Basteln an meinem PC bin ich vorhin mit dem Schraubenzieher versehentlich abgerutscht und damit auf einem Chip "aufgeschlagen", der auf dem Mainboard sitzt. Rein Äußerlich ist nur ein (leicher) Kratzer auf dem Chip (Beschriftung: "ITE IT8078F-A").



Der PC läuft nach wie vor. Dennoch mache ich mir Gedanken, ob da nun vielleicht etwas defekt sein könnte, vielleicht aufgrund der abrupten Erschütterung.



Was meint Ihr dazu? -- Was hält so ein Teil aus?



Grüße aus Oldenburg, Peer Måns


"Peer Måns Carlson" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@4ax.com... ..

Hi, mehr als Du glaubst. Die Epoxygehäuse sind allerhöchstens "zerbrechlich", aber das erfordert schon richtige Wut. Mach Dir mal einen Spaß, und zerstöre eine Schrottplatine. Wir habens weder mit Darts noch per Tacker geschafft. Sensibel ist bloß, die Beinchen zu erwischen. Selbst wenn die nur verbiegen, sowas ist schwer geradezumachen. Habe mal vor Jahren an einem abgerissenen Kühlkörper laboriert und dem Chipset eine ganze Seite gemantscht. Hat stundenlanges Fluchen gekostet....man will sich ja erst absolut sicher sein, gelle?

mfg, gUnther

gUnther nanonüm hat geschrieben:

Hm. Das beruhigt mich immerhin. ;)

Ich meinte jedoch mal gehört/gelesen zu haben, dass gewisse Chips (zumindest wohl CPUs) sensibel auf starke Erschütterungen reagieren. Das Gehäuse wäre damit das geringere Problem, mehr der "Inhalt". Wie steht es damit?

Dummerweise alle entsorgt! ;)

Grüße aus Oldenburg, Peer Måns

Peer Måns Carlson schrieb:

Bei einer (moderneren) CPU liegt die Rückseite des Chips offen (die graue Fläche wo der Kühlkörper draufsitzt). Dieser Chip ist aus Silizium und spröde wie Glas. Wenn du dort mit dem Schraubenzieher anschlägst, bricht leicht eine Ecke weg oder der ganze Chip bekommt einen Sprung. Dann ist das Teil natürlich kaputt.

Das schwarze Teil hingegen, das du angekratzt hast, ist nicht der Chip selber sondern eine Kunststoffummantelung. Der eigentliche Chip sitzt bei diesen schwarzen Kunststoffgehäusen innen drin und ist rundherum von Kunststoff umgeben. Ein kleiner Kratzer auf der Oberfläche macht da gar nichts. Da braucht es schon schwere Hammerschläge, um diese Bauteile zu beschädigen.

MFG, Andy

Dieser Artikel stellt meine unmaßgebliche und möglicherweise falsche Privatmeinung dar. Das Lesen und die Nutzung des Textes erfolgt auf eigene Gefahr. Bei ungewollten Auswirkungen auf Mitbewohner, Haustiere oder Computer-Festplatten kann keine Haftung übernommen werden.

Peer M=E5ns Carlson schrieb:

hlich",

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Sieh mal hier:

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Guido

"Guido Grohmann" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@mid.individual.net... Peer Måns Carlson schrieb: ..

Hi, mir ist mal beim Losdengeln eines alten RCA-2N3055 (soein alter, hoher hütchenförmiger) von seinem Kühlkörper "dadrin" der Halbleiter aus der Klammer gesprungen. Konnte man nurnoch gut als Kinderrassel nehmen. Haben den dann am Schraubstock "geknackt" und den "Chip" gefunden. So rein optisch sah der ok aus, nur war die Halterung wohl eine "einmalige", dann eine "ehemalige".

mfg, gUnther

Halli-Hallo!

Andreas Haimberger schrieb am 08.01.2007 18:04:

Ich kann mich noch an einen Stolperunfall mit einen Arm voll DSK-Einschüben erinnern, wo bei fast 1/4 der Chips der 'Deckel' abgeflogen ist. Die Chips hatten alle in Beincheneingangshöhe eine Trennlinie(?), und genau da sind die aufgeplatzt. War aber auch fast eine Technikgeschosshöhe, zum Glück nicht für mich. Bis auf eine Ausnahme funktionierten die Einschübe auch noch, nur der Kollege vom Bezirksprüfplatz-Mess hat rumgemault...

Ciao/HaJo

Keramik-Gehäuse aus zwei Halbschalen, mit Glaslot verklebt. War mal eine Weile in Mode, besonders für höherwertiges Zeug oder besonders harte (MIL) Specs. Damals wohl der einzige Weg, die Beinchen gasdicht aus dem Gehäuse raus zu bekommen.

Als Schüler habe ich defekte solche im Schraubstock meines Vaters zerlegt, um mir die Chips anzuschauen :-) Scherbelastung mag das Glaszeugs gar nicht. Wenn die Keramikteile etwas versetzt saßen, ging das ganz leicht.

XL

Andreas Haimberger schrieb:

Achduschreck, kannte ich noch nicht. Offenbar habe ich aber noch keine modernere CPU. Bei meinem no-name-Billigrechner liess sich die Disk nicht austauschen, ohne dass man den CPU-Kühler wegnimmt. Der war nach Jahren aber fest mit der CPU verpappt. Als ich einfach etwas stärker gerupft habe, ist der Kühler samt CPU aus dem ZIF (aber nicht ZEF) Sockel gerutscht. Da man das Hebelchen mit aufgesetztem Kühler nicht betätigen kann, hab ich dann die CPU so lange mit dem Fön malträtiert, bis das Wärmeleitwachs (?) nachgegeben hat. CPU rein, Hebelchen rum, Kühler wieder drauf und wider Erwarten funzt das Ding noch.

mfg Rolf Bombach

Rolf_Bombach schrieb:

=2E

Silizium

st,

Ich kenne diese Bauweise in den letzten Jahren eigentlich nur noch vom=20 AMD. NP=A7 oder P4 kriegt mal so leicht nicht zerhauen.

Au ja, ich kenn das von den P3 1GHZ, die ich jetzt auf Arbeit zur h=E4lte= =20 aussortiere und zu anderen H=E4lfte noch mal "aufmotze". Wenn da der=20 K=FChler defekt ist, mu=DF der Prozzi genau diese Prozedur =FCbder sich=20 ergehen lassen. Hatte bisher noch keinen Ausfall.

Guido

Guido Grohmann schrieb:

Die Athlon 64 aber auch nicht mehr.

Gruß Henning

henning paul home: http://home.arcor.de/henning.paul PM: henningpaul@gmx.de , ICQ: 111044613

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