AVR und Datenübertragung per Funk

Jun 05, 2004 15 Replies

Hallo,



ich habe vor einiger Zeit ein Messgerät gebaut, das analoge Messwerte über einen am Kabel angeschlossenen Sensor erhält und über einen A/D-Wandler verarbeitet. Kernstück ist ein ATmega32. Nun würde ich gerne am Sensor das Kabel einsparen, mit einem kleinen AVR die Messwerte direkt am Sensor wandeln und "irgendwie" kabellos an das Messgerät senden. Wie stell ich das am besten/einfachsten/kostengünstigsten an?



Randbedingungen:


- Sender muss mindestens einen Winkel von 180 Grad abdecken können



- Entfernung: 10 - 50 cm



- Datenübertragungsrate: 50 - 100 Baud reichen aus, mehr ist egal ;-)



- Richtung unidirektional, Sensor soll nur Messwerte senden, kein Handshake



Erste Ideen:


- Infrarot mit mehreren LEDs im Sensorgehäuse (für "Rundumsenden")



- Funk (wahrscheinlich zu aufwändig, obwohl Entfernung ja lächerlich ;-))



Hat schonmal jemand etwas ähnliches realisiert? Danke für eure Tipps!


Gruß, Stefan


Trinke nie, ohne zu essen, und esse nie, ohne zu trinken. (Andalusisches Sprichwort)

Es gibt fertige IrDA Bausteine, die Signale von RS232 direkt in Infrarot senden und empfangen.

Ich wollte auch sowas machen, aber nach 4 Wochen Wartezeit, hat mir Conrad vorgestern mitgeteilt, dass sie das "IRDA-MODUL TFDS 4500" nicht mehr im Sortiment hätten...

Gruss Philip

Beim Conrad gibt's AFAIK immer noch so ein billiges (10EUR)

433MHz Sender/Empfängerpärchen. Die Qualität von denen ist zwar miserabel, aber für 50m bei 100Baud und freier Sicht funktionieren die ganz gut.

Einfach den Sender am TxD vom AVR anschliessen und den Empänger am am RxD vom Gegenstück. Fehlererkennung musst Du dann in deinem Protokoll einbauen. Ich schlage vor, jedes Datenpaket 3 mal zu senden und mit einer Prüfsumme zu versehen. Die Dinger können angeblich 1200Baud, sollte also für 100 Baud mit Redundanz reichen.

Ich such noch schnell den Link auf das Funker-Pärchen. Poste ich dann hier.

Wolfgang

Nahdem Conrad mal wieder seinen Server down hatte, hat das jetzt ein wenig gedauert:

Hier der Link:

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Wolfgang

Hi,

wie man Funk-Datenpakete am besten aufbaut ist bei Radiometrix klasse erklaert. Insbesondere die Idee der "FEC-Codierung" im Gegensatz zu der sonst meist verwendeten Manchester-Codierung finde ich nett.

Codierung der Daten:

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Aufbau der Datenpakete:

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Bye Daniel

.~. Daniel Schramm Phone: +49 231 6108112 Mail:daniel.schramm@gmx.de /V\ Bruehlweg 36 Mobile:+49 178 8839848 ICQ: 35816985 // \\ 44379 Dortmund Fax: +49 231 96989961 WWW: pinguin.sauerland.de /( )\ Germany ^`~'^

Hallo,

Wolfgang Draxinger schrieb:

hat leider nicht hingehauen, die Adresse, auf die ich weitergeleitet werde, ist für mich wegen fehlender Cookies nicht gültig. Vermutlich, weil du eingeloggt warst, als du den Link kopiert hast. Hast du mir die Produktbezeichnung? Dann suche ich auf den Conrad Seiten mal nach. Danke!

Gruß, Stefan

Trinke nie, ohne zu essen, und esse nie, ohne zu trinken. (Andalusisches Sprichwort)

Hallo,

Wolfgang Draxinger schrieb:

Du musst Links zu Conrad schon von den Session-Daten bereinigen, sonst funktionieren sie bei anderen Leuten nicht. Ich denke Du meinst folgendes:

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CU Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.com.ar/ PGP-Key auf Anfrage oder ueber http://www.keyserver.net/

Hallo,

das sieht sehr gut aus, werd ich mal näher anschauen. Danke!

Gruß, Stefan

Trinke nie, ohne zu essen, und esse nie, ohne zu trinken. (Andalusisches Sprichwort)

Naja.

"FEC" heißt eigentlich Forward Error Correction. Was dort aber beschrieben wird: nach einem Byte das invertierte Byte nochmal zu senden. Das eignet sich bestenfalls zur Fehler- erkennung. Erst ab 3 Bytes kann man so Korrektur machen. Echte FEC ist aber effizienter. Manchester ist nur eine Linecode, hat direkt nichts mit FEC zu tun. Genauere Angaben zu fehlerkorrigierenden Codes und Manchester finden sich u.a. auf

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MfG JRD

Wir wissen, ueber Geschmack laesst sich streiten....

Das ist klar.

Schon mal ueberlegt, was das bringt, wenn man die so gegeneinander inversen Bytes mit je einen Parity-Bit absichert, dann kann man immerhin manche Bitfehler erkennen und sich fuer das "richtige" von beiden Bytes entscheiden. Bei Manchester hat man nahezu den gleichen Overhead, aber verliert diese Option.

Natuerlich ist diese Art von FEC fuer wirklich stoeranfaellige Uebertragungskanaele ungeeignet, dafuer gibt es bessere Alternativen, die allerdings auch wieder leistungsfaehigere Controller benoetigen.

Bye Daniel

.~. Daniel Schramm Phone: +49 231 6108112 Mail:daniel.schramm@gmx.de /V\ Bruehlweg 36 Mobile:+49 178 8839848 ICQ: 35816985 // \\ 44379 Dortmund Fax: +49 231 96989961 WWW: pinguin.sauerland.de /( )\ Germany ^`~'^

Hallo Stefan,

von Atmel gibts den AT86RF401. Das ist ein AVR-Controller mit eingebautem RF-Sender (264-456MHz)

MfG Thoralf

Es gibt integrierte Empfänger für IR-Fernbedienungen. Die reagieren auf modulierte Infrarot-Bursts in der Gegend 33-56kHz. Die Empfänger haben Bias, Filter, Demodulation schon drin und liefern die Einhüllende der Bursts wieder zurück. Schau mal nach TSOP17xx und TSOP18xx (letzte nicht bei Reichelt, nur bei Conrad, haben ein kleineres Gehäuse). Sender ist auch einfach gebaut, ein 555 oder Schmitt-Trigger RC- Oszillator sollte die Frequenz locker genau genug einhalten können. Oder der Controller hat noch einen Timer frei und erzeugt die 33kHz selber. Das Datenblatt zu den Empfängern sollte eigentlich alle Fragen beantworten.

Georg

=20

Nicht verwunderlich, denn das Teil wird seit fast einem Jahr nicht mehr=20 hergestellt.

Aber ich habe davon noch auf Lager. Zu beziehen =FCber meine Seite=20 (sogar etwas billiger als Conrad).

Ciao Dschen

--=20 Dschen Reinecke

=3D=3D=3D der mit dem Namen aus China =3D=3D=3D

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Joerg schrieb:

Von denen hab ich schon welche verwendet, das Preis/Leistungsverhältnis ist o.k..

Du bist schon zu lange aus D/EUR verschwunden, Zulassung gibts nicht mehr. Frequenzbereich und Grenzwerte einhalten und gut ists, für Serienfertigung muss man das durch entspechende Messprotokolle dokumentieren, darf man aber auch selber machen.

Gruß Dieter

Hallo Dieter

Danke fuer diese Erlaeuterung. Dann scheint es dort ja wie in Amerika zu sein.

Hier kann man sogar Funkgeraete kaufen, die ohne Lizenz benutzt werden duerfen. Nicht CB, sondern 14 Kanaele im VHF Bereich, auf dem Lande meist still. Wir benutzen das beim Einkaufen. Damit brauche ich meine Frau nicht nerven, sondern kann mich in den Baumarkt (Men's Toy Shop) verkruemeln. Wenn sie alles eingekauft hat, sagt sie es kurz durch und dann treffen wir uns im Restaurant oder Coffee Shop. Funktioniert auch gut, wenn man mit mehreren Autos eine ganze Delegation kutschiert und sich manche der Fahrer nicht auskennen.

Die Self Declaration fuer das CE Zeichen verbluefft Kunden hier immer wieder. "Und das ist echt legal?" fragen sie oft. Man muss halt nur verflixt sicher sein, dass alles eingehalten ist. Wir gehen trotzdem immer zum TUEV oder zur UL Messtelle. Schreibt man das nun in "Neudeutsch" mit zwei oder drei "s"?

Regards, Joerg

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Joerg schrieb:

Vergleichbares gibts hier auch, 446-446,1MHz, 12,5kHz Kanalraster, FM,

1W ERP.

Das ist hier auch den wenigsten bekannt, man erlebt immer wieder die Meinung, dass 'CE' ein besonderes Gütesiegel sei.

Letzteres, beim Zusammensetzen von Worten werden keine Buchstaben mehr verschluckt.

Gruß Dieter

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