Antenneneinspeiseweiche u.-umschaltung

Jan 12, 2024 Last reply: 2 years ago 15 Replies

Hi,



nach einiger Zeit ist jetzt das Relais in folgender Schaltung verstorben durch Klebenbleiben.



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Das Datenblatt sagt geschalteter Strom DC bis 0.25A, Carry-Strom 1.5A.



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Natürlich werden die 12VDC auf Koaxleitungen geschaltet und die Last ist etwa 50mA.



Warum ist das Relais verstorben, wo könnte das Problem liegen?



Grüße


Am 12.01.24 um 01:37 schrieb Leo Baumann:

- Einschaltstrom? Ich weiß nicht, ob L wirklich die Prellzeit überbrückt. Vmtl. eher nicht.

- Ausschaltfunken? Durch das L zieht es bei Ausschalten immer Funken. Das wäre vor allem für größere L relevant.

So 10Ω in Reihe würden aber vmtl. nicht schaden, wenn du 0,5V entbehren kannst. Das wirkt in beiden Fällen dämpfend.

Falls die Ausschaltfunken dominieren, könntest Du versuchen, die Spannung zu begrenzen, musst aber natürlich mit Parasitärkapazitäten aufpassen, um das Antennensignal nicht zu beeinträchtigen.

Ansonsten hilft nur, immer spannungslos zu schalten.

Falls dir der zusätzliche Strom egal ist, könnte man auch immer beide Antennen versorgen und nur das Antennensignal umschalten, also 2 mal L und C.

Alternativ könnte man die Versorgung selbst auch als Umschalter nutzen, indem man PIN-Dioden einsetzt.

Marcel

Am 12.01.2024 um 04:20 schrieb Marcel Mueller:

L ist 27mH

Am 12.01.2024 um 08:23 schrieb Leo Baumann:

Ich versuch das 'mal mit 10 Ohm in Reihe ...

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Grüße

"Leo Baumann" schrieb:

Ist es zu heiß geworden? Relais, die länger angezogen sein sollen versorge ich nur beim Einschalten mit der vollen Spannung. Das sind zwar bei den Relais mit 500 Ohm bei 12V nur rund 0,3 W, aber bei so einen kleinen Teil kann da schon was zu warm werden.

Frank

Am 12.01.2024 um 11:32 schrieb Frank Müller:

Die Spule beträgt bis zu 22VDC und wird mit etwa 12VDC betrieben.-

Ich vermute zwei Relaiskontakte sind durch Schaltfunken verschweisst.

Grüße

Hi Leo,

Und damit das Problem.

eben.

Oder die Spannung mit Halbleiter und kontrolliert langsam schalten.

Marte

Hi Leo,

Was versprichst Du Dir davon? Der Strom wird dadurch hoffentlich unwesentlich begrenzt, sonst funktioniert die Last irgendwann nicht mehr.

Was soll denn der 27 mH Klotz abblocken?

Marte

Am 12.01.2024 um 18:19 schrieb Marte Schwarz:

Der macht die Spannungsquelle für HF ab 10 kHz hochohmig.

Am 12.01.24 um 18:19 schrieb Marte Schwarz:

... zumal er bei ein paar MHz womöglich eher 100pF hat.

Marcel

Am 12.01.2024 um 18:30 schrieb Marcel Mueller:

Hat immer gut funktioniert bis 100 MHz

Am 12.01.2024 um 01:37 schrieb Leo Baumann:

Ich habe eine weitere kleine Induktivität für höhere Frequenzen in Reihe geschaltet und einen 10 Ohm Widerstand, um beim Schalten dämpfend zu wirken.

:)

Hi Leo,

Was soll der Widerstand denn Dämpfen. Die Spulen jagen den Funken über die öffnenden Kontakte. Die lachen den 10 Ohm Widerstand einfach aus.

Noch mehr Induktivität verschlimmert das Problem nur.

Schalte den Strom mit einem Halbleiterschalter langsam ab, bevor Du das Relais bewegst und alles wird problemlos klappen. Wenn Reedrelais etwas nicht mögen, dann induktive Lasten.

Marte

Am 13.01.2024 um 00:28 schrieb Marte Schwarz:

Ich probiere es mit dem 10 Ohm Widerstand, der soll den Funkenstrom dämpfen.-

Die 100uH sollen bei höheren Frequenzen, wenn die 27mH-Induktivität zuviel parasitäre Effekte zeigt, den Innenwiderstand der Spannungsquelle von der Antennenleitung fernhalten.-

Wusste ich damals nicht, dass Reedrelais keine induktiven Lasten mögen. Die alte Anordnung hat 28 Jahre funktioniert. Wenn das Reed-Relais wieder stirbt, prutsche ich ein anderes Relais da rein.-

Mal sehen, ist ja nur ein schnell zusammengebautes Einzelstück für meine Aktivantennen ...

Grüße

Am 13.01.2024 um 00:28 schrieb Marte Schwarz:

Ich habe ein anderes, leistungsstarkes Relais eingebaut - Gerät funktioniert wieder.

Grüße

Hi Leo,

Der Strom wird docvh durxh die Last gesteuert. Dieser Strom fließt auch durch die Spule und diese wird dafür sorgen, dass im Moment des Ausschaltens die Spannung so hoch getrieben wird, dass der Strom weiter fließt. Die 10 Ohm werden von der Spule ausgelacht. Die bewirken höchstens, dass das Magnetfeld geringfügig schneller einbricht. Die 10 Ohm addieren sich eben zum Lastwiderstand. In Deinem Fall sind zwei Parameter interessant:

  1. Die gespeicherte Energiemenge
  2. Die Abschaltgeschwindigkeit.

Das löst ein anscheinend nicht existentes Problem und löst keines.

Ach so, wir werden mit einem nichtexistenten Problem konfrontiert.

Vielen Dank für die Beschäftigungstherapie.

Marte

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