Ueberspannungsschutz

Sep 27, 2006 18 Replies

Hallo Ihr klugen Leute ;-) Können die Geräte, die als Überspannungsschutz bei Gewittern angeboten werden, etwas bewirken? Bei unserer Tochter stirbt immer wieder mal ein Teil ( Graphikkarte, Telefon, Tv) bei einem Gewitter. Sind diese Teile so schnell, daß sie Spannungsspitzen rechtzeitig wegnehmen? Heute habe ich welche gesehen, die sogar eine Antenne durchschleifen. Nur, wenn ein Blitz über eine Dachantenne reinplatzt, verbrennen doch bestimmt diese Teile gleich mit.


Liebe Grüße, Gerd - Hier steht die Satelliten FAQ, PC-Tipps, Mopped, Katzen, Garten, Heimwerken: http://www.gerdschweizer.homepage.t-online.de/ http://www.gerd.digitv-online.info

"Gerd Schweizer" schrieb im Newsbeitrag news:efdu6o$eqm$03$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

Jedes dieser Geraete enthalt bereits dasselbe Bauteil als Schutz. Montierst du von aussen ein zweites dran, nuetzt das nur in den seltenen Fasellen, wo die Blitzenergie gerade 1 bis 2 fach so hoch ist, die das Geraet sowieso ausgehalten haette. Also eher selten. Einzige Ausnahme: Solche Ueberspannungstecker, bei denen eine Versicherungspolice beiliegt. Gibts wirklich, isdt die guenstigste Art an eine Ueberspannungszusatzversicher zu kommen.

Manfred Winterhoff

MaWin schrieb:

Na, der Aufbau variiert doch schon. Trotzdem geht halt nichts über einen Grob-, mittel- und dann erst feinschutz. Zumindest dann wenn es machbar ist.

NACK, bei mir ging es 6 Jahre gut mit 2 Ereignissen, wo bei den Nachbar durchaus was defekt war.

Meine jetztige Erfahrung ist, das man sich da aber ganz genau erkundigen sollte. Also die Bedingungen bei APC klingen schon nach negativer als die bei Belkin. Mit lezterem sammel ich gerade Erfahrung. Mittlerweile ist der Blizeinschlag mehr als 2 Monate her. Nun sind meine defekten Geräte auf dem Weg nach England zur begutachtung. Wundern sollte einen schon die angegebenen Summen, im Verhältniss zu den Versicherungs- bedingungen.

Mein Fazit: Wenn möglich Ueberspannungszusatzversicher bei lokaler Versicherungsagentur abschliessen. Dort regelt sich das alles mit dem lokalen Handwerkern.

Nico, mehr nur per PM, da das ganze noch läuft.

"Gerd Schweizer" schrieb im Newsbeitrag news:efdu6o$eqm$03$ snipped-for-privacy@news.t-online.com...

wegnehmen?

Hi, alle diese Teile sind sog. "Feinschutz" und nur als letzte Massnahme hinter einem "Grobschutz" z.b. an der Hauptsicherung sowie einem "Mittelschutz" am Sicherungskasten wirksam. Wenn man diese beiden nicht hat, ist dieser ganze Zwischensteckerkram nicht viel mehr als eine "huhu, wir hatten einen Blitz"-Anzeige...hilft garnix. Denn die Eigenimpedanz solcher Teile ist so gross, dass immer genug "Saft" uebrigbleibt, um die Hardware zu grillen, waehrend der Feinschutz gerade am durchbrennen ist. Richtig wirksam ist dagegen eine USV mit richtigem Trafo. Also keine mit Spartrafo oder Schaltnetzteiltechnik, sondern eine "nach Gewicht". Die ist eingangs hart gegen alles Moegliche, kann andererseits ihr Subnetz schoen gleichmaessig puffern. Ist ein tolles Gefuehl, wenn die Lampe flackert und ausgeht, genau wie draussen die Strassenlampen und Fernseher der Nachbarn....und der eigene PC weiterschnurrt. Und andernmorgens das Gestoehne wegen der defekten Geraete und Gluehbirnen..."ich weiss garnicht, was da los ist, ich hab nix gemerkt...." herrlich. Beim letzten Megasurge ist meiner nichtmal Offline gegangen. Nachbars DVD-Player und Teflon haben sich verabschietet :-) Und der Kuehlschrank soll jetzt so komisch surren....naja, meiner ist vielleicht stabiler gebaut. Ein Trenntrafo auch noch dafuer waer etwas zu aufwendig. eine kleine USV reicht dagegen fuer saemtliche Elektronik aus, da man ja damit nicht stuetzen will, sondern nur filtern. Ist nur wichtig, dass sie einen Trenntrafo hat.

mfg, gUnther

Sicher? Ich habe diese Meinung jetzt schon des Öfteren gelesen, aber die letzten beiden Schaltnetzteile, die ich offen gesehen habe, hatten definitiv keinen Varistor irgendwo verbaut.

Bei einem PC-Netzteil bin ich mir da nicht sicher. Ich hatte bisher noch keines offen.

Die Konventionellen Netzteile, die in vielen Geräten noch verbaut sind, habe ich bisher auch noch nie mit Varistor auf der Primärseite gesehen. Wenn man Glück hat, gibt es hier wenigstens eine Sicherung.

Ist sicher aber alles eine Preisfrage. Geräte im höheren Preissegment hätten eventuell auch den Varistor im Netzteil.

In Tunern diverser Empfänger habe ich auch noch nie einen Varistor gefunden.

CU

Manuel

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gUnther nanonüm schrieb:

Nicht nur! Mein letzter Blitz, die hier deutlichen Schaden hinterlassen hat, muss per Telefon und Kabelanschluss gekommen sein. Zumindest nach dem Schadensbild in der Nachbarschaft.

Oder er ist per Erde gekommen, und hat wg. dem Potential-Unterschied genau diese Geräte gegrillt.

Wie auch immer, trotz des Schutzes einer Überspannungsschutzleiste mit Telefon und Antennenanschluss haben die Geräte Schäden davon getragen.

Nico

"Gerd Schweizer"

etwas bewirken?

Tv) bei einem Gewitter.

wenn ein Blitz über eine Dachantenne reinplatzt,

Hmmm... Jetzt mal eine ganz andere Überlegung mit den 2,7kV/mm Blitzstrecke im Hinterkopf:

rechnet man das auf die 230V*sqrt(2) also 325V, so ergäbe dies eine Blitzstrecke von 120 um bzw. 0,12 mm. Könne man als Blitzschutz nicht besser einen kleinen Zwischestecker bauen, der zwischen Erdung und den beiden Leitern oder halt ebend bei Antennen zwischen Erdung und Signal einen Abstand von 0,12mm einfügen?

"Gerd Schweizer"

etwas bewirken?

Tv) bei einem Gewitter.

wenn ein Blitz über eine Dachantenne reinplatzt,

Hmmm... Jetzt mal eine ganz andere Überlegung mit den 2,7kV/mm Blitzstrecke im Hinterkopf:

rechnet man das auf die 230V*sqrt(2) also 325V, so ergäbe dies eine Blitzstrecke von 120 um bzw. 0,12 mm. Könne man als Blitzschutz nicht besser einen kleinen Zwischestecker bauen, der zwischen Erdung und den beiden Leitern oder halt ebend bei Antennen zwischen Erdung und Signal einen Abstand von 0,12mm + 0,04mm einfügen?

"Gerd Schweizer"

etwas bewirken?

Tv) bei einem Gewitter.

wenn ein Blitz über eine Dachantenne reinplatzt,

Hmmm... Jetzt mal eine ganz andere Überlegung mit den 2,7kV/mm Blitzstrecke im Hinterkopf:

rechnet man das auf die 230V*sqrt(2) also 325V, so ergäbe dies eine Blitzstrecke von 120 um bzw. 0,12 mm. Könne man als Blitzschutz nicht besser einen kleinen Zwischestecker bauen, der zwischen Erdung und den beiden Leitern oder halt ebend bei Antennen zwischen Erdung und Signal einen Abstand von 0,12mm + 0,04mm einfügen?

Müssten diese Bedingung nicht in etwa sogar die meisten Folienkondensatoren aufweisen, welche für 230V~ ausgelegt sind?

Markus schrieb:

Was meinst Du wohl, was in üblichen Blitzschutzsteckern unter anderem drin ist?

Das wäre natürlich Murks, weil ja nicht spezifiziert ist, wie diese Kondensatoren sich bei einem Durchschlag verhalten.

CU Christian

Christian Zietz - CHZ-Soft - czietz (at) gmx.net WWW: http://www.chzsoft.com.ar/ PGP/GnuPG-Key-ID: 0x6DA025CA

"Markus" schrieb im Newsbeitrag news:451b8d97$0$5155$ snipped-for-privacy@newsspool1.arcor-online.net...

Gasableiter

Noe, die sind ja selbstheilend, d.h. die Metallisierung verdampft.

Manfred Winterhoff, reply-to invalid, use mawin at gmx dot net homepage: http://www.geocities.com/mwinterhoff/ de.sci.electronics FAQ: http://dse-faq.elektronik-kompendium.de/ Read 'Art of Electronics' Horowitz/Hill before you ask. Lese 'Hohe Schule der Elektronik 1+2' bevor du fragst.

"Manuel Reimer" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@user.newsoffice.de...

Man mag zwar bei Chinaramsch vor grob dem technischen Stand widersprechenden Konstruktionen nie sicher sein, aber normalerweiose sind in allen Schaltnetzteilen und an allen Telefonleitungsanschluessen Varistoren dran. Das ist Stand der Technik. Konventionelle Trafos brauchen so etwas nicht, deren Induktivitaet sperrt gegen die blitzartig ansteigende Spannung eines Blitzes.

Meist nur Koppelkondensator.

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Da die Durchschlagfestigkeit der Luft in Abhängigkeit von diversen Faktoren (Druck, Feuchtigkeit, Verschmutzung) stark schwankt, wäre das viel zu unpräzise. Es gibt gasgefüllte Funkenstrecken, die auch tatsächlich als Grobschutz eingesetzt werden, aber auch diese sind immer noch zu unpräzise, um als alleiniger Schutz für empfindliche elektronische Geräte auszureichen. Die Lösung sind zusätzliche Varistoren und/oder spezielle Schutzdioden. Billige Schutzeinrichtungen verwenden als Kompromiss meist nur einen (oft auch noch reichlich knapp dimensionierten) Varistor.

Da diese bei Nennspannung noch zuverlässig funktionieren sollen, haben sie reichlich Reserven. Zudem verursacht ein Folienkondensator bei einem Durchschlag üblicherweise keinen Kurzschluss, sondern es brennt nur die Metallisierung örtlich weg. Kondensatoren, die an Netzspannung betrieben werden, müssen sogar speziell auf dieses Verhalten hin konstruiert sein.

Hergen

"Nico Schumacher" schrieb im Newsbeitrag news:efg1ps$mj6$ snipped-for-privacy@online.de...

Der uebliche Irrtum. Du hast vom Blitz nichts abbekommen. Du bist Opfer INDUZIERTER Spannung. Wenn um die Blitzeinschlagsstelle Letungen 'fast im Kreis' liegen, also z.B. Telefonleitung zur Post, dort sind die Anlagen am Schutzleiter, der geht per Stromnetz einen ganz anderen Weg zu dir, und trifft sich wieder in deinem Telefon mit der Telefonleitung, wirkt das wie eine Trafospule, und die zigtausend Ampere des Blitzes induzieren etwas Strom in die Leiterschleife, an deren Trennstelle sich dann eine so hohe Spannung aufbaut, bis der Strom fliessen kann.

99% aller elektrischer Blitzschaeden sind solche indirekten Blitzschaeden durch Ueberspannung, meist nicht versichert.
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"Manuel Reimer" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@user.newsoffice.de...

Etwa jedes 2. hat einen Varistor.

Auch da gibt es Varistoren, aber eher selten.

Wolfgang Horejsi

"MaWin" schrieb im Newsbeitrag news:efg55d$ru0$ snipped-for-privacy@online.de...

Gasableiter habe ich an meine Telefonleitung montiert, weil Varistoren so eine hohe kapazitive Belastung der Leitung bedeuten, dass kein DSL mehr geht. Im Sicherungskasten sitzen Überspannungsableiter des Herstellers Dehn.

Wolfgang Horejsi

MaWin schrieb:

Bei dem Teil von Norma für 14.99 Euro ist wohl sogar eine Versicherung bis max. 20.000 dabei. Kommt von gembird.nl und wird in China gebaut.

Liebe Grüße, Gerd - Hier steht die Satelliten FAQ, PC-Tipps, Mopped, Katzen, Garten, Heimwerken: http://www.gerdschweizer.homepage.t-online.de/ http://www.gerd.digitv-online.info

"Nico Schumacher" schrieb im Newsbeitrag news:efg1ps$mj6$ snipped-for-privacy@online.de... ..

hi, das ist doch egal, wie.

Solange du keinen Grobschutz/Mittelschutz hast, ist soeine "Ueberspannungsschutzsteckdose" reine Verzierung. Selbstredend muss der Grobschutz auch die Telefonleitungen mit absichern. Alle ins Haus eingehenden Leitungssysteme muessen "da unten" durch einen Filter. Nur was dieser unvermeidlicherweise durchlaesst, bekommt eine Gelegenheit, den Mittelschutz zu erregen. Und was "da" uebrigbleibt, das reicht dann allemal noch fuer das kleine rote Laempchen an der Discounterblitzschutzsteckdosenleiste....teotet aber hoffentlich keine dahinterliegende Hardware mehr.

mfg, gUnther

Am Thu, 28 Sep 2006 11:43:19 +0200 schrieb Hergen Lehmann :

Die Grobschutzfunkenstrecken arbeiten meist in Luft, teilweise druckgekapselt, aber nicht luftdicht. zB Stahlzylinder, 40mm lang, 25mm Innendurchmesser, 3..4mm Wandstärke. Drinnen Zwei Elektroden, ca. 10mm lang, 10mm Durchmesser, parrallel nebeneinander mit vielleicht 0,2..0,3mm Abstand,aus einem dunklen Metall. Von jeder Seite ein M8 Bolzen als Anschluß. Das ganze ist ein 100kA Ableiter für direkte Blitzströme.

Martin

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