SRT-Tech: Hochohmwiderstaende

Apr 20, 2020 29 Replies

Wolfgang Martens schrieb:

Das wird gelegentlich gemacht. Allerdings wird da die Offsetspannung mitverstärkt, und was genau mit dem Rauschen passiert, wüsste ich jetzt nicht. Die Schaltung eignet sich auch zum Einstellen der Frequenzgangkompensation¹ oder zur Kompensation der parasitären Kapazität von sehr grossen Gegenkopplungswiderständen (siehe etwa 4x.23).

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Uwe Bonnes schrieb:

Den Frequenzgang aber eher weniger :-]. Auch nervt, dass im Frequenzgebiet zwischen "echtem" TIA und GBW-Begrenzung ein Stück liegt, in welchem der kapazitive Spannungsteiler vorherrscht, mit entsprechend verstärktem Rauschen. Eventuell über zweistufige Lösung nachdenken. Oder über einen geschalteten Integrator. Die BB-Appnotes dazu kennst du sicher.

Klaus Butzmann schrieb:

Dritte Auflage, Kapitel 8.11, x-chapters 4x.3ff sowie ein rundes Dutzend ehemals burr-brown appnotes sind da zu empfehlen. Das Thema ist nicht einfach, schon gar nicht für mich, auch werden zum Thema Rauschen im TIA nicht immer die gleichen Angaben gemacht, mal sehr vorsichtig ausgedrückt.

Spezial-Baumwoll-Handschuhe für Vakuumarbeiten wird Uwe garantiert haben (möglicherweise aus unserm Lager? duck), ob die geeignet sind, weiss ich jetzt allerdings nicht.

Am 22.04.2020 um 11:32 schrieb Uwe Bonnes:

Stimmt, aber man muss ja nicht zusätzlich verstärken. Wenn man die 100G auf 20G verkleinert und dafür einen 1:5 Teilers am OP Ausgang einsetzt, dann sollte doch der Offset gleich bleiben?

Verstehe ich das mit einer Ionisationskammer richtig? Es fliegt ein Teilchen durch die Messkammer, das Gas wird kurz leitfähig (ns,µs,ms?), der dann fließende minimale Strom (wieviele Elektronen sind das dann so?) soll ausgewertet werden. Und zwischen den Ereignissen (Pausenzeit wie lange?) fließt nichts.

Kann man nicht den driftenden Offset in der Auswerteschaltung erkennen und kompensieren?

mfG W.Martens

Wolfgang Martens snipped-for-privacy@t-online.de wrote: ...

Klar, wenn man die Signalquelle sicher vom Eingang entfernt. Wenn Du eine gute Idee fuer einen Femtoampere Schalter mit geringster Ladungsinjektion hast, lass es mich wissen oder lass es Dir patentieren. Und aufwendig soll es auch nicht sein...

Tschuess

Am 24.04.2020 um 12:25 schrieb Uwe Bonnes:

Das ist ja das was ich nicht verstehe. Ist die Ionisationskammer nicht wie ein Schalter: solange kein Teilchen durch die Kammer fliegt ist der Quellstrom Null? Ein Draht in einem isolierenden Gas, am OP Ausgang nur noch der Offsetfehler? Oder was fließt da ständig in der Kammer, Tunnelstrom?

mfG W.Martens

Der Operationsverstaerker hat Offsetspannung und Bias- und Offsetstroeme. Und damit ist der gemessene Strom nicht Null, sondern die Summe aus Offset- und dem Signalstrom. Und dummerweise sind Offsetspannung und Bias- und Offsetstroeme auch nicht konstant.

Genau das Problem will ich doch lösen. Der Ausgang des nicht idealen OPs driftet irgendwie und dazu kommt dann ein Signalstrom vom Ionisationskammerereignis. Wenn es so ist, dass die Ionisationskammer zwischen den Teilchenereignissen keinen Signalstrom liefert, dann muss das Ausgangssignal in den Ereignispausen der OP Fehler sein. Damit ist er bekannt und kann kompensiert werden.

Falls der Ionisationsstrom doch kontinuierlich ist, wie wäre es mit einer langsam drehenden Segmentblende aus Blei, die 50% (100% wird ja nicht gehen) der Teilchen schluckt? So eine Art Chopper, dann könnte man den Offsetanteil trotzdem wieder rausrechnen.

mfG W.Martens

Dann bau das mal mit relativ wenig Aufwand...

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