Re: Kabelsiganl an Wurfantenne??

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Hallo,

Am Thu, 19 Jun 2003 20:49:37 +0200 schrieb Bernd H. Stein

Quoted text here. Click to load it

Die anderen haben es schon erwähnt: Von Bastellösungen à la "lose
kapazitive Einkopplung" oder "Verbinden der Wurfantenne mit der
BK-Dose" sollte man absehen.
Die beste Lösung ist der Einbau einer Koax-Antennenbuchse in die
Stereoanlage und die Verbindung dieser Buchse über ein standardmäßiges
Koax-Anschlußkabel mit der BK-Buchse.
Die Antennenbuchse muß über ein geschirmtes Kabel mit dem
Antenneneingang der Empfängerplatine verbunden werden.
Sollte es mit der Großsignalfestigkeit des Empfängers Probleme geben
(Übersteuerungen, Verzerrungen, mehrere Sender werden zugleich
empfangen) so muß man innerhalb des Gerätes ein Dämpfungsglied
vorsehen.
Das ist im einfachsten Fall ein Spannungsteiler mit einem ohmschen
Gesamtwiderstand von 75 Ohm, an dessen Abgriff der Antenneneingang des
Empfängers über einen Kondensator von wenigen pF angeschlossen wird.
Mitunter reicht es auch schon, einen 75-Ohm-Widerstand zwischen
Antenneneingang des Empfängers und Masse zu schalten, denn oft haben
gerade einfachere Empfänger eben nicht 75 Ohm Eingangswiderstand,
sondern wesentlich mehr.
Ein weiteres Problem ist die oft bei Wurfantennen"anschlüssen" nicht
gegebene Gleichspannungsentkopplung, da man sich den dazu
erforderlichen Koppelkondensator gespart hat. In den meisten Fällen
muß man ihn also nachrüsten, Wert 1..10 pF, genauer Wert unkritisch.
Sonst könnte gerade bei dem in einem anderen Posting beschriebenen
Fall von "einigen Volt zwischen Innen- und Außenleiter" schnell mal
die Eingangsstufe des Empfängers zerstört werden!

Exakte Lösung zur Dämpfung ist ein T-Glied: Empfängereingang (über
Koppelkondensator) und empfängerseitiges Antennenkabelende
(Innenleiter) jeweils mit 75 Ohm abschließen und dazwischen einen
Dämpfungswiderstand schalten, dessen Wert sich nach der erforderlichen
Dämpfung richtet.
Wichtig ist in jedem Fall, daß das von der BK-Buchse kommende Kabel
mit 75 Ohm abgeschlossen wird, um Abstrahlungen durch Reflexionen zu
vermeiden.

P.S.: Oftmals sind die hier beschriebenen "Undichtheiten" der
BK-Anlage so stark, daß es schon reicht, einfach die Wurfantenne zu
verlängern und ein Stück parallel zum (unversehrten!) Breitbandkabel
zu verlegen.

Hth, Ciao

Gerd

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