Laser-Laubsäge

Dec 13, 2013 76 Replies

Moin, vom innovativen Zeitgeist mitgerissen, träum ich manchmal davon, mir so eine Heimgebrauchs-Laser-Gravier-und-vor-allem-Schneidemaschine hinzustellen. Anwendung: Sperrholz ("Multiplex"), Plexi, MDF(?), sonstige Kunststoffe(?) zerteilen. bis zu Schichtdicken von maximal



10mm.

Es gibt ja zwischen den ganz billigen China-Brennern und recht hochpreisigen (sicher auch sehr guten) Anlagen eine große Bandbreite.



Hat jemand hier konkrete Erfahrungen mit einer solchen Maschine, was ist zum Betrieb unabdingbar, worauf sollte man ggf. achten?



Die Arbeitsfläche sollte mindestens 30 * 60cm² sein, besser mehr.



Alternativ kommt ja die Ergänzung einer (hier auch gerade im Entstehen befindlichen) NC-Maschine mit einem stationären Laser und ein paar Spiegeln und Linsen in Frage - meine Neugier bezieht sich ebenso auf Erfahrungen mit solchen Systemen (die Kapselung ist schon mal klar...) Dank vorab für viel Wissenswertes, schönes Wochenende, Gruß,



U.



f'up nach de.rec.heimwerken gesetzt


Hm..ich hab ueber die Firma Zugriff auf so einen LPKF Platinenlaser. Das ist eine Megafette-Laserkiste, aber die kann noch nichtmal die Loecher in FR4 bohren. Nur das Kupfer wird abgemacht. Wenn du mit einem Laser wirklich 10mm schneiden willst dann musst das schon ein sehr fetter Brummer sein. Ich glaub sowas bastelt man nicht mal eben.

Olaf

Der Trick ist wohl, da mehrfach drüber zu gehen, wie beim Fräsen mit zunehmender Zustellung. Im Gegensatz zur spontanen Einschätzung verbrennt das Material ja nicht, sondern wird sozusagen sublimiert, also unter Umgehung der Flüssigphase verdampft. Daß dann einige Gasanteile doch recht gut brennbar sind, ist einer der Nachteile des Verfahrens. Allerdings ist die Gaserzeugung ja auch meist sehr schnell wieder vorbei.

Die an Holz-Schnittflächen übliche "Verkohlung" ist aber genau dieses an der Grenzfläche auftretende Materialverhalten.

Ein Betrieb unter Schutzgas wie N2 oder CO2 ist bei den Profimaschinen üblich.

Gruß, U.

Die ursprünglichen Makerbots hatten Seitenwände aus Holz ( mit Verkohlung an den Rändern ) weil die "Bastelgruppe" ehedem eine solche Maschine hatte.

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D.h.:

  • epilog 35 watt
  • 12 x 24 (inches) Arbeitsbereich
  • macht: Acrylic up to 1/4 inch Wood (not pressure treated) Aluminum (etch only) Paper/Cardboard

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Derartige Maschinen waren damals auch an (innovativen) US-Hochschulen verbreitet weil dort als idiotensicher / erstsemestertauglich eingestuft.

Anderer Hersteller wäre Full Spectrum Engineering

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D.h. ab 5kEUR.

In der Firma steht sowas als Beschrifter rum:

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Dort derzeit verwendet für:

  • ABS-Gehäuse beschreiben. Aber bei schwarzem Kunstoff ist die Ablesbarkeit mau.
  • Eloxiertes Metall beschreiben, Schrift wird durch (passende) Eloxierung in schwarz umschlagen.
  • selbstklebende Kunstoff-Etikettfolien die Farbumschlag machen von 3M, Tesa beschreiben und schneiden.
  • Alufolien schneiden, aber nicht beschreiben, weil man letztlich Oberfläche nur aufrauht. Wenn man sich dahinterklemmt und experimentierfreudig ist und alle neu entwickelten Produkte darauf auslegt kann man Anlage in Firma eventuell amortisieren. Aber eine automatische Gelddruckmaschine ist sie nicht.

Privat / 1 Anwender wäre ich mal skeptisch. Makerbot gibt mehr bang for the buck.

Inwieweit auf Vereinsbasis verfügbar muß man regional klären:

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MfG JRD

Je nach dem, was da "sublimiert" wird, können auch reichlich giftige Stoffe entstehen. Aus diesem Grund ist das Abmanteln von Kabeln und Freistellen von Flachleitungen per Laser nicht sonderlich beliebt. Da weiß man, dass hoch krebserregende Stoffe frei bzw. erst produziert werden. Ohne aufwändige Filterei läuft da aus gutem Grund garnichts. Weil das Ganze aber auch noch teuer ist, greift man i.d.R. eher auf mechanische Verfahren zurück. Als Universalwerkzeug ist ein Laser also nur mit äußerster Vorsicht zu gebrauchen - damit ist er aber auch kein Universalwerkzeug mehr. Man muss sich erst mal über die zu erwartenden Ausdünstungen informieren.

Auch das kostet Geld, was Hobbyanwendungen eher ausschließen dürfte. Stickstoff klingt zwar harmlos. Aber auch das Zeug kann unter Laserbedingungen mit anderem reagieren und allerhand ungute Dinge produzieren, die man besser nicht einatmet.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Ulrich G. Kliegis schrieb:

Was nicht so toll ist, wenn man das ausgeschnittene Holz kleben will.

Das hilft bei Holz aber nicht automatisch, da müssen die Einstellungen schon 100% passen.

UV-Laser verkohlen das Holz nicht - kosten halt leider extra.

Siegfried

Diese Nachricht kann zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten, diese sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und basieren auf gegenwärtigen Erwartungen. Die tatsächlichen Ereignisse können daher wesentlich von den Darstellungen abweichen.

Und was machen die mit "Kunststoff"? (Plexi, ABS, Polystyrol, PVC,...)?

Gruß, U.

Ulrich G. Kliegis schrieb:

Ganz unterschiedlich. PVC und ABS ist generell schlecht, Acrylglas (PMMA) geht wohl optimal, aber auch nur bei bestimmten Wellenlängen.

Verfärbungen lassen sich aber auch positiv einsetzen, mit bestimmten Pigmenten werden Kunstoffe direkt beschriftbar für Laser.

Siegfried

Siegfried

Diese Nachricht kann zukunftsgerichtete Aussagen beinhalten, diese sind mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und basieren auf gegenwärtigen Erwartungen. Die tatsächlichen Ereignisse können daher wesentlich von den Darstellungen abweichen.

Ulrich G. Kliegis schrieb:

Manche setzen fiese Gase frei. Guck mal da:

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und durchsuche auch deren Blog, etc. Da habe ich vor einer ganzen Weile was darüber gelesen, welche Kunststoffe bösen Nebel beim Schneiden absondern und deswegen auch für Kundenaufträge nicht in Frage kommen.

Hatte schon jemand "Schutzausrüstung" erwähnt? Auch gespiegelte Strahlen können Augen frittieren, bei größeren Leistungen auch Haut.

Vielleicht als Parallelprojekt ins Bioengineering einsteigen und ein paar dekorative, neue Augen aus Stammzellen züchten?

Marc

Warning: Do not look directly into laser with remaining eye.

Naja, da bin ich schon ziemlich dicht dran... guckst Du

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- soll hier keine Werbung sein. Da hab ich natürlich mit professionellen RP-Anbietern und Verfahren schon ne Menge zu tun, aber die kleinen 2D-Gravier- und Schneidkisten aus China sind - für den privaten Bastelbereich - schon irgendwie attraktiv. Lüftung, Kühlung, Absaugung, Sicherheitsregeln - das nehm ich schon sehr ernst.

Gruß, U.

Ulrich G. Kliegis schrieb:

Dann fehlt für die Technik uvm. sicher noch das:

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Viel Spaß, Marc

Danke für den Link. ASCII-Wüste, aber da muß man dann durch...

Gruß, U.

Moin!

Gibst Du mal ein Beispiel für die "ganz billigen China-Brenner"?

Ganz allgemein eignen sich gepulste Laser besser zum Schneiden, denn sie bringen die Energie in so kurzer Zeit ins Material, daß das Ziel verdampft, bevor sich die Umgebung erwärmt. Das machts effizienter und den Schnitt sauberer. Aber keine geschalteten Laserdioden, sondern was richtiges, mit µJ in ps.

Gruß, Michael.

Ulrich G. Kliegis schrieb:

die Aussage verstehe ich nicht. Wie könnte man die Information Deiner Meinung nach besser darstellen?

Servus

Oliver

Oliver Betz, Muenchen http://oliverbetz.de/

Gern - dabei dachte ich an so etwas:

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In der Nähe des Angebotes findet man auch einen Laser Schlauch (sic) - muß die gleiche Fachkraft sein, die bei Amazon für den Raspberry den blauen Fall beschrieben hat.

Die eher im niederen Gebrauchtwagenmarktpreissegment zu findenden

40-60W-CO2-Laser sind vermutlich eher CW-Laser, richtig?

Gruß, U.

Nun, schon ein paar Absätze und andere typographische Minimalmittel könnten etwas helfen. Aber ich will das überhaupt nicht kritisieren, weil es Zeugnis einer unermeßlichen freiwilligen uneigennützigen Arbeit ist. Und als solche schätze ich das nun nach kürzester Bekanntschaft schon sehr hoch ein!

Gruß, U.

Ulrich G. Kliegis :

Also ich träume da eher von Wasserstrahlschneidern. Hab ich aber als Consumerprodukt noch nirgends gesehen. Ist ihmo nicht ganz so gefährlich - weil da keine brennbaren Gase entstehen. Die Schnitte (zumindest bei Industrietechnik) sehen da auch besser aus, als bei den Laserschneidern. Braucht man eigentlich nur ne fette Pumpe und ne standfeste Düse und ein paar Felsbrocken (um den vorbeigehenden Strahl dran zu hindern, ins Untergeschoss vorzustossen :-).

M.

Am 16.12.2013 09:20, schrieb Matthias Weingart:

Halte ich auch für unproblematischer.

Ich auch nicht.

Richtig.

Das macht man nicht mit Felsbrocken, sondern mit Wasserbecken. In einem solchen läuft sich ein Wasserstrahl schnell tot.

Servus Christoph Müller http://www.astrail.de

Christoph Müller :

Hmm also ich hab das mal mit nem Haufen Steine gesehen. Kann aber sein, dass das erst die zweite "Sicherheitslage" war.

M.

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