Morgen kommt eine neue Schutzschicht mit Weissöl mit Kontakt 61 da drauf.
Morgen kommt eine neue Schutzschicht mit Weissöl mit Kontakt 61 da drauf.
Heinz Schmitz schrieb:
- Mischung von obigem mit Treibmittel
Verdunstung leichtflüchtiger Kohlenwasserstoffe und insbesondere von Treibmitteln kühlen die Oberfläche. Dann kondensiert dort eh Luftfeuchtigkeit. Auch daher habe ich eine Abneigung gegen Sprays.
Bei konzentriertem Isoprop kursiert das Gerücht, allfällig aufgenommene Feuchtigkeit würde als Azeotrop verdunsten. Andere meinen, dass das ein Gerücht wäre.
Ich verwende für Kontakte contact re-nu&Lube auf der Basis von Pentaphenyläther, daher der Preis. Ich nehme es, da ich noch Restbestände habe. Das Zeug ist allerdings sehr schonend, auch gegenüber Gammel auf Kontakten. Ausserdem gehört es in die Kategorie mit dem vielen Treibmittel, welches sehr stark kühlt. Für Potis habe ich da aber noch zu wenig Erfahrung, obwohl gerade eins auf der Rep-Liste steht.
Wahrscheinlich so eine juristische Hintertür.
Am 15.08.2023 um 00:49 schrieb Leo Baumann:
Ich bin skeptisch, was eine 'Schutzschicht' angeht. Eventuell ein Märchen.
Ich habe nur gute Erfahrungen gemacht, mit Isopropanol! Per Wattestäbchen und vergleichbar. Jegliche dauerhaften Rückstände sind Mist! Sie ziehen alle Partikel an und halten sie fest!
Wo soll auf einer angeschabten Kohleschicht eine Schutzschicht sein? Nach meiner Kenntnis sind neue Potis ganz ohne irgendwelche Schichten!
Kontakte reinige ich mit einem eingeklemmten Papierstreifen, der zuvor in Isopropyl getunkt wurde. Nur das hat sich excellent bewährt. In Mikroschalter lasse ich Isopropyl mittels Wattestäbchen irgendwie hineinfließen. Danach vielfache Betätigung.
Isopropyl scheint gut selektiv gegen kontaktschädliche Stoffe zu wirken, während es alle konstruktiven Stoffe sehr schont.
Am 15.08.2023 um 17:27 schrieb Helmut Schellong:
Das stimmt. Kontakt 61 enthält Weissöl zum Schmieren und als Schutzschicht. Damit steigt das Risiko, dass sich Staub u. Flusen absetzen. Aber das Poti ist ja im geschlossenen Gehäuse eingebaut.
Am 16.08.23 um 07:41 schrieb Leo Baumann:
Wie meinst Du das? Wie kommst Du bei einem vollständig geschlossenen Poti mit dem Spray dran?
Gruß
Gregor
Am 16.08.2023 um 09:10 schrieb Gregor Szaktilla:
Das Poti ist nicht vollständig geschlossen, in der Nähe der Anschüsse ist ein Spalt zum reinsprühen. Aber das Poti ist in einem geschlossenen Gerät eingebaut.
Am 16.08.2023 um 07:41 schrieb Leo Baumann:
Fast alle meine Potis sind nicht verschlossen. In der Regel kann ich die Schleiferbahn von außen sehen. Es existieren unten vergossene Potis und CERMET-Potis, die verschlossen sind.
Ich hatte vor Wochen eine Logitech-Maus offen, zwecks Reparatur. Da war der Mechanismus des Scroll-Rades mit Staub gefüllt. Das war etwa so wie Filz, 5x5x5mm Volumen! Warum? Nur, weil das Rippenrad an den Rippen mit Fett geschmiert ist (3mm^3)! (Ein dünner Federstahldraht geht zu den Rippen.) Ansonsten gab es gar keinen Staub.
Kann schon sein das die zumindest eine leichte ölige Schicht haben. Um Abrieb zu vermeiden.
Ganz ohne jegliche aufgebrachte Schutzschicht habe ich auf jeden Fall die Erfahrung gemacht, dass die Reparatur von Potis nicht lange anhält.
Zum Vergleich habe ich diese zwei Sprays:
Tuner 600 von Kontakt Chemie:
Auch gleich ist bei beiden Sprays das Potentiometer auf der Dose extra aufgeführt sind. Beide Sprays werden also mit großer Wahrscheinlichkeit der Widerstandsbahn nicht schaden.
Tuner 600 von Kontakt Chemie ============================
Schon die Angabe "verdunstet schnell und rückstandsfrei" deutet darauf hin, dass keinerlei Schutzschicht zurückbleibt.
Ja, das Tuner 600 von Kontakt Chemie hilft, auch wenn es etwas "schwerfällig" wirken will. Einmal einsprühen hat nicht gereicht aber wenn man das Poti mehrfach damit ausspült ist irgendwann das Kratzen weg. Auch das ist irgendwie naheliegend, denn wenn das Zeug "rückstandsfrei verdunstet", dann bleibt einem ja nichts anderes übrig als damit den Dreck durch reichliches Dosieren auch rauszutragen. Sonst liegt er nach dem Verdunsten ja da wo er vorher war.
Allerdings hält diese "Reparatur" rein mit Tuner 600 nicht lange. Schon Wochen nach der Anwendung fängt das Kratzen wieder an. Für mich ein Hinweis das neue Potis wohl doch irgendwie gegen Oxidation geschützt sind und ein mit Tuner 600 komplett sauber gewaschenes Poti nun eben schnell wieder oxidiert.
Teslanol Kontakt- und Tunerspray ================================
Beim Teslanol steht auf der alten Dose "Erzeugt einen Mikrogleitfilm". Auf der neuen Dose gibt "Reinigt, pflegt und schützt" zumindest einen Hinweis darauf das nach dem Verdunsten ein Rückstand zurückbleibt. Der rückbleibende Anteil ist aber so gering das er bei der Anwendung nicht sofort auffällt.
Die Wirkung ist beim Teslanol sofort da. Ich habe verschiedene Potis und auch Schalter damit behandelt und es reichte immer einmal einsprühen und dann bewegen.
Die Wirkung ist dann auch sehr nachhaltig. Bei meinen PC-Boxen habe ich es angewendet weil der Lautstärkeregler nervig gekratzt hat. Die Wirkung hält auch noch Jahre nach der Anwendung immer noch an.
Gruß
Manuel
Ich habe 32 € investiert, weil ich gar nichts mehr hier hatte.-
-Kontakt 60 (Isopropanol, Kohlenwasserstoffe und Gift)
-Kontakt WL um Kontakt 60 wegzuwaschen (Isopropanol)
-Kontakt 61 (Isopropanol und Weissöl)
Grüße
Ich habe bei Kohleschicht-Potis bemerkt, daß die an der Oberfläche der Kohleschicht sehr glatt und hart sind, im Vergleich mit dem Kohle-Schleifer. Man beachte das Wort 'Schleifer'. Der Schleifer soll offenbar zuerst verschleißen.
Und ich meine, Kohle an sich wirkt wie geschmiert. Man denke an Graphit, Kreide, Teflon. Die wirken alle schmierend.
Ich habe jedenfalls meine Tonband-Maschine vor vielen Jahren mit Isopropyl gereinigt.
Den Mikroschalter in meiner Maus habe ich ebenso mit Isopropyl gereinigt. Das hielt etwa 1,5 Jahre; ich habe dies kürzlich wiederholt.
Isopropyl wird der Kohle-Widerstandsbahn wohl ebenso nicht schaden. Erst recht nicht bei CERMET. Auch nicht bei Leitplastik.
Bei Tunern wäre das ja auch vernichtend.
Ja, deshalb betätige ich ja auch den Schleifer nach dem Einnässen, damit der Schmutz beiseite geschoben wird.
Siehe oben.
Ich kann jeglichen Rückstand jedenfalls nicht leiden. Ich will es picobello sauber haben!
Nicht Schutzschicht, Schmierschicht.
Bourns "The Potentiometer Handbook", Seite 167 rechts:
cu Michael
Das schreibt Kontakt Chemie im technischen Datenblatt für Kontakt 60 auch.-
Zitat: "Optimale Kontaktreinigung in 3 Phasen Phase 1: Kontakt 60 löst Korrosionsschichten auf und stellt dadurch den metallischen Kontakt wieder her. Ohne die Phasen 2 und 3 ist es möglich, dass die Korrosion nach einer gewissen Zeit erneut auftritt. Dies hängt vom Material und von den Umgebungsbedingungen ab. Phase 2: Kontakt WL spült gelöste Korrosionsprodukte, Fette und Schmutz weg. Phase 3: Kontakt 61 bildet einen dünnen Schutzfilm, der Korrosion und Verschleiß entgegenwirkt."
Vorstehend Metall und Cermet. Der Kontext ist aber Kohleschicht. Ich glaube nicht, daß es bei Kohleschicht und Leitplastik Schmierschichten gibt.
Und Potis mit Schmierschichten dürften geschlossen sein. Sonst passiert das, was ich beim Scroll-Rad beschrieben habe.
... und jetzt kauf dir eine Plastikwanne Speiseeis. Eis aufessen, Dosen reinstellen.
Die Kontaktchemie-Dosen haben den Ruf nicht dicht zu bleiben. Die verlieren am Falz Druck und (so unten undicht) Inhalt, und suppen dann die Umgebung voll. Das ist bei mir mit fast allen Kontaktchemie-Produkten passiert, wobei so eine Dose ja schon mal >10 a hält, und die das Problem hoffentlich in der Griff bekommen haben.
Thomas Prufer
Am 17.08.2023 um 08:17 schrieb Thomas Prufer:
[...]Kann ich bestätigen, wobei SK 10 die größte Schweinerei ergab :-(
Die besten Geschäfte macht der, welcher seine Kunden dazu bringen kann, der Reihe nach alle angebotenen Produkte zu benutzen und dann damit wieder von vorn zu beginnen :-).
Grüße, H.
Nachdem ich mir das Tripel Kontakt 60, Kontakt WL u. Kontakt 61 jetzt angeschafft habe, habe ich einen Test auf Effizienz mit etlichen Bananenbuchsen, die bereits mit Grünspan im Inneren glänzten.-
Kontakt 60 15 Minuten einwirken lassen, mechanisch die Reinigung unterstüten, mit Kontakt WL die Reste wegwaschen und mit Kontakt 61 Schutz-/Schmierschicht aufbringen.
Also, ich bin überzeugt, das Kontakt-Zeug funktioniert gut.
Grüße
Am 17.08.23 um 08:17 schrieb Thomas Prufer:
Kenne ich nur von Kontakt 60, und das ist ziemlich ätzend. Die 100 ml Dose ist übrigens aus Alu fließgepresst, die hat am Boden keinen Falz. Ich werde bei den 100 ml bleiben, dann was nützt eine günstigere, größere Dose, wenn die nach ein paar Jahren ausrinnt und Druck verliert.
Okaaaay -- meine hatte definitiv unten einen Falz! Komplett mit Korrosion und Pfütze -- da haben die was geändert.
Druck bekommst du mit Feuerzeuggas wieder in die Dose. Ist nix gescheits, aber besser als auf eine neue Dose zu warten.
Thomas Prufer
Plastik 70 auch, bei dem ist das praktischerweise mehr oder weniger selbstversiegelnd, man hat dann so einen gelben Knubbel an der Dose.
Dito letztens in der Firma "Entfetter 65" - das Zeug stinkt bereits in kleinen Mengen ekelhaft, das fällt auf im Schrank.
cu Michael
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