Hersteller und Unterlagen fuer Frequenzzaehler FZ2 von SH gesucht

Jul 28, 2024 Last reply: 1 year ago 11 Replies

Achtung: Fup2 gesetzt!



Hi,



dieses Gerät scheint ein echter Exot zu sein. Im Netz ist weder etwas über die Herstellerfirma SH noch etwas über den Zähler zu finden. Als Zähler-IC findet das ICM 7208 Verwendung, allerdings ohne das ICM



7207, offenbar, um einen Standard-1-MHz-Quarz nutzen zu können. Die Steuer- sowie MPX-Impulse werden aus dem 1-MHz-Takt über normale TTL-Bausteine erzeugt.

So

formatting link



sieht das Teil aus.



Kennt jemand den Hersteller und hat sogar evtl. Unterlagen dazu?



Hofft und würde sich sehr über Hinweise freuen



Reinhard


Am 28.07.24 um 21:09 schrieb Reinhard Zwirner:

JftR: Mein TB zeigt bei deinem OP deine Crossposts an, aber in meinem Reply nur deinen F'up an d.s.e. aber keinen XP meinerseits. Hoffe das klappt so oder ich muß meinen NUA mal überprüfen. Ein weitere XP meinerseits ist nicht beabsichtigt.

Ich habe ein Labormultimeter mit dem gleichen Design, nur etwas flacher gebaut und mit dem gleichen Logo. Und meiner Erinnerung nach müßte der Hersteller Siegfried Heuser (oder Häuser) Elektronik gewesen sein und so weit ich mich noch erinnere war das damals in den 1980'rn ein Hersteller von Meßgeräten als Bausätze für Hobby-elektroniker. Zu kaufen war das bei den damals üblichen Verdächtigen. Also z.b. Bühler, Saalhöfer, Völkner (bevor sie aufgekauft wurden) oder ähnlichen (Billigheimern).

Deutlich erinnere ich mich noch das der (IMHO) 2A Meßbereich durch einen Konstantan-Wendeldraht als Shunt dargestellt wurde den man durch manuelles Einkürzen und Festlöten selbst abgleichen mußte. Wenn man eine passende Referenz hätte...

Ich habe mein Multimeter noch, und irgendwo fliegt bestimmt auch noch die Anleitung dazu herum. Die zu finden dürfte aber eine Mittelschwere Suchaktion werden.

Zwar könnte ich dir leichter Bilder zukommen lassen von meinem Gerät aber ich denke nicht das dir das bei der suche nach dem FZ2 weiter helfen würde - da ich DEN nicht habe.

Außer du suchst nach vergleichen bei den Chips in beiden Geräten. In meinem ist so weit ich erinnere nur ein "Tausendfüßler" drin.

Bye/ /Kay

Am 28.07.2024 um 21:09 schrieb Reinhard Zwirner:

Hersteller: SH-Elektronik, Radeburg?

Kay Martinen schrieb:

[...]

Hallo Kay,

der Kandidat hat 100 Punkte! Da liegst Du offenbar absolut richtig.

Beim Radiomuseum ist hier

formatting link

ein Gerät ausgestellt, das dasselbe Logo trägt:

Hedig, Heuser elektronik, Rastatt

In Deinem Multimeter sitzt dann als Tausendfüßler vermutlich ein ICL7106 (LCD) oder ICL7107 (LED). Aber Unterlagen dafür helfen mir eher nicht weiter ;-) ...

Für die schnelle Antwort dankt

Reinhard

Leo Baumann schrieb:

Hi Leo,

vielen Dank für den Hinweis. Allerdings ist diese Firma nicht die gesuchte: Kay nannte die richtige.

Ciao

Reinhard.

Hallo!

Am 28.07.2024 um 21:09 schrieb Reinhard Zwirner:

Nein, kein Exot sondern Massenware aus vergangenem Jahrhundert. Schaltplan gibt's nicht mehr, zumindest nicht über Google. Da es aber ein Gerät war welches auch als Bausatz vermarktet wurde, wird es eben so viele Bau-Anleitungen gegeben haben, die bis heute wohl als Altpapier endeten.

Vor einigen Jahren hatte ich genau solch ein Teil auf dem Tisch. Überspannungsschaden, mehrere Chips gegrillt.

Jawoll, und genau das:

1MHz Standardquarz, mutmaßlich >>20ppm, ohne erkennbare Temperaturkompensation und lieblos reingebrutzelt (offenbar Bausatz-Variante)... War der Grund weswegen ich gar nicht anfing nach Ersatzteile zu suchen und hab es abgestempelt als "lohnt nicht".

Vor einer Reparatur solltest du daher überlegen ob du anschließend damit Frequenzen und Perioden messen möchtest, oder dir eine schlechte Schätzung reicht. Denn mehr als "schlecht schätzen" konnte das Dingen per Design nie. Wir reden hier über den Zeitbereich grob 1980-1989 etwa. Zu der zeit wäre Quarzthemostat, Regelschaltung und Syroporisolation bereits als Bausatzlösung üblich.

Jürgen Hüser

Hallo!

Am 28.07.2024 um 21:09 schrieb Reinhard Zwirner:

Hat wohl nicht funktioniert...

Jürgen Hüser

Wenn wir nicht über Bausatz reden, dann bereits viel früher.

curiousmarc hat eine Serie von Reparaturvideos zum HP5245L:

formatting link

1963, Nixie, komplett diskret ohne ICs. Optional mit Doppelofen.

Und Plugins, die den Frequenzbereich bis 18GHz (!) erweitern.

Ich will aber nicht wissen, was sowas mal gekostet hat ...

cu Michael

Hallo!

Am 29.07.2024 um 21:45 schrieb Michael Schwingen:

Jawollja...schätze etwa 20 Jahre vor 1980? Aber das meine ich nicht, sondern die Zeit wo Funkamateure und Hobbyelektroniker anfingen erfolgreich solche Quarzöfen nach zu bauen. Zu zwar immer noch teuren Kosten, aber eben nur einem Bruchteil dessen was diese kommerziellen Öfen kostete. Gerade in den 80'ern war genau dieses Thema des Selfmade-Quarzofens meiner Erinnerung nach Omnipräsent.

Die Grundschaltung war zu der Zeit schon jene, wie man heute noch verwendet. Heizung ein BD-irgendwas NPN in TO220 auf der einen Seite des Quarzes, ein NTC/PTC oder nochmals ein TO220 als Temperatursensor. Mit druck und Wärmeleitpaste zusammen gezwirbelt, Styropor drum, und Regelschaltung.

Dafür könnte man sich heute ein eigenes Häuschen bauen...

Jürgen Hüser

Ja, der ELV FZ7001, den ich geerbt habe, hatte sowas 'drin. Anscheinend mit einem Standardquarz, der nicht auf Ofenbetrieb optimiert war - das Teil driftete ordentlich (>1ppm), auch nach dem Aufheizen.

Gut, besser als ein nackter Quarz ist das immernoch.

cu Michael

Hallo!

Am 31.07.2024 um 21:41 schrieb Michael Schwingen:

Ja...wenn Hobbybastler meinten, man könnte an der Schaltung nochmals sparen...beim Quarz. Ordentlich, also mit Ofenquarz spezifiziert bei 80 oder 85°C kostete - damals wie heute, eben am meisten bei solchen Konstrukten.

Da weiter zu sparen kann man sich sparen.

Jürgen Hüser

Nix da, es muss gespart werden, koste es, was es wolle!

Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required