Vor einiger Zeit habe ich mir den Shelly 3EM in die Beobachtungsliste gelegt, bin aber noch unschlüssig. Die drei Stromwandler gehen bis 120 A. Ich habe hier einen mitteleren Verbrauch von unter 300 W also im Mittel ein Drittel Ampere pro Phase. Kann ich da, bei weit unter einem Prozent des Meßbereichsendwertes, noch irgendetwas außer Hausnummern erwarten?
Hat jemand Erfahrungen und Meßwerte dazu?
Danke Axel
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M
Marcel Mueller
Am 07.01.24 um 15:40 schrieb Axel Berger:
Die Frage ist eher, welche Genauigkeit die Kiste überhaupt hat.
Wohl keine, die er veröffentlichen möchte. Der Hersteller schweigt sich zu Toleranzen gekonnt aus. Spezifikationsgemäß wäre also irgendeine Kiste, die beliebige Zahlen anzeigt.
Es dürfte ganz maßgeblich davon abhängen, wie gut die Clipse an den Leitungen sitzen. Bei magnetischen Wandlern, bei denen der Draht nicht durchgefädelt werden muss, ist das gerne der Engpass. Ein kleines Körnchen dazwischen, und du bekommst andere Werte.
Marcel
M
Manuel Reimer
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Also falls "Shelly Pro 3EM" gemeint ist.
Das Datenblatt bei Reichelt nennt für 0-1 Ampere eine Genauigkeit von +-5%.
Wobei ich so ein bisschen den Sinn dieser Dinger schon anzweifle. Ein Hutschienen-Stromzähler mit höherer Genauigkeit ist selbst geeicht deutlich billiger wie das Teil.
Gruß
Manuel
M
Marcel Mueller
Wo hast du das denn gefunden? Ich sehe da nur Anleitungen, und deren Technische Daten enthalten nichts dergleichen. Ah, das Hutschienen-Modell ohne externe Sensoren!
Der muss aber in die Installation eingreifen. Und im Schaltschrank im Keller ist halt mit WLAN auch nix - wobei das Problem u.U. auch für den
3EM gilt.
Marcel
M
Manuel Reimer
Exakt. Es ist nicht damit getan diese Stromwandler um die Leitungen zu legen. Es muss auch eine Zuleitung pro Phase an das "3EM Modul".
Man spart bestenfalls am Kabelquerschnitt. Wenn man einen Zähler einschleift, dann müssen da natürlich Leitungen dran die den maximal möglichen Strom locker vertragen.
Trotzdem habe ich hier alles mit Hutschienen-Zählern gelöst. Man hat da dann die Wahl zum Erfassen des Verbrauchs entweder elektrisch an die S0-Schnittstelle des Zählers zu gehen oder ganz ohne elektrischen Eingriff mit Lesekopf von der blinkenden LED abzutasten.
Gruß
Manuel
M
Marte Schwarz
Hi Marcel,
Dafür gibts Repeater oder PowerLAN. Die Bandbreite ist hierbei ja nicht das Problem.
Marte
A
Axel Berger
Ja natürlich. Und der zeichnet mir wie genau Tagesgänge mit Minutenauflösung? Die will ich nicht Jahrzehnte gesammelt meinen Erben hinterlassen, aber den typischen Verlauf über eine oder zwei Wochen zu beobachten wäre ganz instruktiv und könnte die Entscheidung für oder gegen ein Balkonkraftwerk beeinflussen.
A
Axel Berger
Ah, jetzt verstehe ich Dich. Und das ist inklusive allen benötigten Zubehörs trotzdem nicht teurer?
M
Marcel Mueller
Am 07.01.24 um 22:13 schrieb Marte Schwarz:
Ein Repeater hat unter einer Kellerdecke auch nicht wirklich Empfang, bzw. blockiert unverhältnismäßig lange Zeitslots mit niedrigen Übertragungsraten.
Und Powerlan funktioniert genau so lange, bis man ein Gerät zu viel mit Chinaplunder-Netzteil hat. Nebenbei braucht es recht viel Strom.
Marcel
R
Rupert Haselbeck
Marcel Mueller schrieb:
Billiger ist diese Kombination schon mal garnicht. Ich habe für meine drei Shelly 3EM je ca. 85€ bezahlt. Der Leser für den "modernen" Stromzähler kostete etwas mehr als 40€. Ein Hutschienenstromzähler, welcher für meinen Hausanschluss taugt, also mit min. 63A Strombelastbarkeit kostet im günstigsten Fall min. 70€, die für die Home-Automation nötige Ausleseelektronik ist da noch nicht dabei. Einer der Shellys hängt in der Anschlußdose für die Wallbox. Er liefert praktisch identische Messwerte wie der lange zuvor installierte Hutschienenzähler in der lange vor der Wallbox vorhandenen Unterverteilung der Garage. Die Differenz zwischen beiden beträgt weniger als 2%, wobei natürlich offen bleibt, welches der Geräte den (größeren) Fehler liefert. Exaktere Messtechnik für diese Leistungsbereiche habe ich leider nicht zur Verfügung
Das hatte ich auch gedacht. Aber die Shellys für die PV-Anlagen sitzen im Zählerschrank und sind ganz gegen meine Erwartung im WLAN ebensogut sichtbar wie der Lesekopf am Stromzähler des EVU das ist. Ich gehe inzwischen davon aus, dass die Shelly 3EM mindestens so genau messen, wie das ein offiziell zugelassener, geeichter Stromzähler des EVU tut. Immerhin wird vom Hersteller ja sogar jeder der drei mitgelieferten Stromtrafos einzeln kalibriert
MfG Rupert
K
Kay Martinen
Also ich hab aus genau dem Grund einen SDM630Modbus installiert, einen USB-RS42x Wandler dran und lasse das (jetzt) mit OpenHab 3 erfassen.
Der Graph den es zeichnet löst mir noch im 1 Watt Bereich auf und man erkennt leicht ob die Waschmaschine heizt, Die Kaffeemaschine läuft u.s.w.
Derzeit speichert der das in der üblichen rrd datenbank und da ist von minuten bis 2 Wochen alles noch gut erkennbar.
Man kann das wohl auch auf eine andere Datenbank persistieren um akkurate Werte über lange zeit zu haben, aber das wolltest du ja eh nicht.
Natürlich sollte den Anschluß ein Elektriker machen aber danach hast du eine lokale Anzeige der momentanwerte, des Zählerstandes und kannst weiteres mit OH machen o.a. Netzwerk-Weit und auch per WLAN.
Das wäre auch für den Shelly EM naheliegend. Ob man da wirklich KEINEN Elektriker braucht bezweifele ich noch. Details dazu fand ich nicht wirklich und den 3EM finde ich auch überzogen Teuer. Selbst wenn man die Ströme per Wandler ermittelt braucht er für die Leistung auch noch die Spannung. D.h. man muß an drei stellen die Phasen abgreifen = Eingriff in die Verteilung. Und der SDM liefert weit mehr Werte als nur U/I *3.
Bist du keine Elektrofachkraft?
Bye/ /Kay
J
Jan Schmidt
z.B.
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braucht aber noch ein USB-Netzteil (oder Powerbank).
A
Axel Berger
Sehe ich das richtig, daß ich, wenn ich 110 V und 60 Hz nicht brauche, mit dem SDM72D zum halben Preis genauso gut versorgt bin?
Im Netz finde ich viele, die mit dem Modbus und mangelnder Dokumentation zu kämpfen haben, aber Modbus will ich an meinem Raspberry aus anderen Gründen ohnehin vorsehen.
Dem Kunden, für den ich arbeite, bin ich gut genug. Dem fehlt allerdings die Kompetenz, meine Kompetenzmängel einzuschätzen. Vollkommen fehlerfrei, überqualifiziert und besser als alle anderen bin ich nicht.
Danke Axel
J
Jochen Pawletta
Der Shelly hat einen großen Vorteil, er braucht nur so viel Platz wie ein Sicherungsautomat. Normale Stromzähler für die Hutschine benötigen in der Regel mindestens den Platz von 4 Sicherungen (Teilungseinheiten).
mfg Jochen
F
Falk Dµebbert
Manuel Reimer ( snipped-for-privacy@nurfuerspam.de);
Der Hutschienenzähler erfordert aber auftrennen von dicken Kabeln.
Die 5% sind eher eine rechtliche Angabe, damit niemand auf die Idee kommt, Shellys zu Abrechnungszwecken einzusetzen.
Falk D.
M
Michael Schwingen
Kommt sehr auf die Situation an. Ein Accesspoint als Repeater direkt unter einer ordentlich Stahlbetondecke hat damals zu 802.11b (11MBit/s)-Zeiten deutliche Besserung (gegenüber "kein Empfang") gebracht.
Zeit auf dem Funkkanal belegt der auch nur, wenn es was zu übertragen gibt, also in dem Szenario eher selten.
cu Michael
T
Thomas Einzel
Am 07.01.2024 um 17:47 schrieb Marcel Mueller:
Der Shelly Pro 3EM hat neben WLAN auch einen LAN Port.
Meine Hauptverteilung hat vom Hauptswitch zwei LAN Anschlüsse (Metz Connect Hutschienenadapter), vom Elektromeister beim letzten HV Eingriff mit verlegt. Mein Wirkleistungsmesser ist via kurzer Patchleitung an einem der LAN Anschlüsse angeschlossen. Bevor ich mit einem zusätzlichem WLAN AP, oder gesonderten Modbus-Leitungen u.ä. anfange, scheint mir das eine der einfachsten, anpassbaren und betriebssicheren Lösungen zu sein.
W
Wolfgang Allinger
Finde das Teil hochinteressant.
Was mich etwas wundert, dass im Prinzipschaltbild auf dem Gehäuse 4 Stromwandler eingezeichnet sind: CTA CTB CTC CTN aber nur 3 CT120 werden mitgeliefert.
Ja ich weiss, 3 Stromwandler sind hinreichend.
Örks, max +40°C Grrr, hatte hier schon des öfteren 44°C im Schatten! Und die Einspeisung und Hauptverteiler ist genau dort und von da verteilt sich das über 4 unterirdische Stränge an diverse Unterverteilungen im und ums Haus. Und ne extra Klima nur für den Shelly ist auch mit Kanonen...
Anfrage an Shelly ist raus, mal sehen, ob die antworten.
amazon.com 132USD passt :)
Saludos (an alle Vernünftigen, Rest sh. sig) Wolfgang
K
Kay Martinen
Ich hab mir die Angebots-Palette nicht angesehen aber wenn du das so raus fandest ist das doch okay. Meiner ist auch noch Zwei-richtungs-Zähler was ich eigentlich nicht brauche. Sprich: Der Zählt import und Export getrennt. Für ein Balkonkraftwerk wirst du das dann wohl haben/brauchen wollen.
Bei meinem; und auf der Webseite von BG+E ist für die Eastron Zähler auch eine Modbus-Registerübersicht die hier auch im beliegenden Manual steht.
Ich hab's allerdings lange zeit an OpenHab3 NICHT hin bekommen. Darum hatte ich erst gosdm versucht. Und dann eine OpenHab2 VM bei der ich mittels Anleitung aus dem Internet die items u.a. einfach einrichten konnte. Und vor einer Weile fand ich das gleiche für OH3 und seitdem läuft das dort auch.
Witzig und Sinnig fand ich auch das man in OH3 den OH2 mit dem Modbus-Interface einfach als server einbinden konnte. Der hat dann alle werte Exportiert und das was nicht mal langsam oder träge.
Interessante "Umschreibung". :)
Wer ist das schon!
Mit der Frage wollte ich auch nur erfahren ob du die Sachkenntnis/Erfahrung hast so einen ca. 8 TE Breiten Zähler dazu zu bauen, oder ggf. in einem Extragehäuse daneben zu setzen. Letzteres habe ich hier gemacht.
Einige 10-16qmm Drähte passend zurecht biegen um die Verbindung her zu stellen (3 Ph. Rein, Raus und Null) und dann eben der Anschluß von Modbus oder S0. mein Zähler hat beides aber der Modbus liefert deutlich mehr, Detailliertere Daten. Das sind z.b. U, I, P, S, Cos-Phi und das für alle drei Phasen getrennt.
Meine Übersichtsseite für den Zähler in OH3 listet insgesamt 21 Werte auf die alle etwa sekündlich aktualisiert werden. Und da ist der Export nicht dabei.
Da kann man auf einen Blick sehen wo der Leistungsfaktor gut ist, wie viel Strom gezogen wird, wo die Scheinleistung groß ist oder wie die Netzfrequenz schwankt. Da OH alles erfaßt kann man auch Graphen anlegen und z.b. die Frequenz auf den Interessanten Bereich um 50.00 einschränken was die Spitzen deutlich erkennbarer macht.
Bye/ /Kay
A
Axel Berger
Sollte ich haben. Bei allem vor dem FI, also z.B. einen zweiten FI danebenzusetzen, lasse ich mir aber gern helfen. Bei kurzem, dickem, störrischen Kabel merkt man auch schnell, wer im Prinzip weiß, wie's geht, und wer es schon hundertmal gemacht hat.
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