Einflüsse starker Magnetfelder auf el. Bauteile in Baugruppen

Sep 16, 2005 14 Replies

Hallo,



ich bin ein bißchen ratlos. Ruft mich eine Mitarbeiterin an und will wissen, ob sie ihr Armband mit den beiden Magneten (1500 Gauß) auch bei der Arbeit tragen darf. Ihre Arbeit besteht z.B. in der optischen Kontrolle von Baugruppen aus der Nachrichtentechnik, den Nachbestücken verschiedener Teile usw.



Ich denke, 1500 Gäußer sind recht viele und können bei entsprechender Bewegung in Induktivitäten Spannungen erzeugen, auf die Bauteile vielleicht beleidigt reagieren.



Wie denkt Ihr darüber?



Gruß Klaus


Klaus Wagner schrieb:

[Magnetarmaband]

Lässt sich durch das Tragen einer Eselsmütze kompensieren.

Gruß Dieter

"Dieter Wiedmann" schrieb im Newsbeitrag news: snipped-for-privacy@t-online.de...

Sorry, ich hätte eigentlich eine sinnvolle antwort erwartet. Ein Verbotseitens QM ohne fundierte Begründung kannst Du unter die Eselsmütze stecken ;-))

Gruß Klaus

*Klaus Wagner* wrote on Fri, 05-09-16 18:58:

Warum glaubst Du ausgerechnet bei sowas den Werbeversprechen?

0.15 T am wie immer definierten Meßpunkt sind quadratisch weniger etwas weiter weg, also etwa ein Zehntausendstel in 10 cm, wenn Du von 1 mm ausgehst. Außerdem wird die gute kaum derart hektisch sein, daß die Geschwindigkeit für diesen Kontext größer wird als vernachlässigbar klein.

Hallo,

1500 Gauss sind 0,15 Tesla wenn ich mich nicht irre. Kommt jetzt IMO darauf an wie weit sie wirklich weg ist denn es handelt sich ja um ein Dipolfeld und dieses nimmt mit r^3 ab, es ist also mit steigendem Abstand sehr schnell "gar nichts" mehr übrig. Auch wenn der Magnet direkt über die Baugruppen streift sollte es nicht wirklich was ausmachen, das induzierte E = v x B ergibt ergibt für eine Handbewegung mit v=0.5m/s ein E von 0,075V/m, also ein Wert den die statische Aufladung mit Leichtigkeit toppt.

MfG, Johannes

Der andere Effekt ist die dauerhafte Magnetisierung von Bauteilen. D.h. Hartmagneten in die Bauteilbastelkiste halten: ziemlich viele Pins von Bauteilen sind magnetisch und werden angezogen. Ob die Magnetismus halten ist natürlich eher zweifelhaft. Aber vielleicht genügt die Demonstration um die Dame zu Einsicht zu bewegen. Physik & Vernunft hilft in den Fällem ja eh nicht.

MfG JRD

"Klaus Wagner"

ob sie ihr Armband mit den beiden Magneten (1500

wenn die Angabe mit 0,15 Tesla richtig ist definitiv nein. Das ist auch in etwa die gleiche Größenordnung wie von den Magneten in Festplatten. Ich habe in meinem Restsammelkasten einen solchen Magneten drinliegen um die Einzelteile etwas zusammenzuhalten. Einen 4060 hats wegen dem Magneten schon zerstört. 0,15 Tesla an einem Armband sind wirklich viel.

lg,

Markus

Nein, da handelt es sich um ein relativ schwaches Feld (etwa eine Größenordnung schwächer als ein kräftiger Permanentmagnet).

Wenn es tatsächlich solche Bauteile geben sollte, hätten sie in einer nachrichtentechnischen Baugruppe nichts zu suchen. Denkbar wäre allein ein störender Einfluß bei Abgleicharbeiten (leichte Induktivitätsänderung bei Ferritmaterial im Gleichfeld), oder z. B. bei Magnetköpfen, aber auch da wird man bei einigen cm Abstand nichts mehr feststellen.

Gruß Ulrich

Hallo und Dank an alle, die hier geantwortet haben.

Gruß Klaus

Hi,

Grübel... bleibt die Dame dann mit dem Armband an Metallteilen in ihrer Umgebung kleben? Es wirkt so verfressen, wenn einem das Besteck in die fliegt, kaum daß man auch nur in die Nähe des Buffets kommt. Und peinlich, wenn man sein Besteck nach dem Essen ohne fremde Hilfe nicht mehr weglegen kann. Ich habe so ein paar Magneten aus Festplatten ausgebaut und die würden sich dafür eignen :-) Andererseits hatte ich auch schon mal das "Magnetarmband" einer Bekannten in der Hand und da reichte das Magnetfeld mit Ach und Krach zum Bewegen einer Kompaßnadel, aber noch nicht mal zum Festhalten von einem Gramm Eisen. Also, irgendwas stimmt da nicht.

Gruß Michael Kutscher

"Michael Kutscher"

der Hand und da reichte das Magnetfeld mit Ach und

einem Gramm Eisen.

Wie gesagt. Irgend jemand sprach von 0,15 Tesla. Und das ist nunmal ca. ein Festplattenmagnet in 1cm abstand.

lg,

*Guido Merkel* wrote on Mon, 05-09-19 23:10:

Der OP - und der hat offenbar gutgläubig den Wert übernommen, den die Verkaufsabteilung, die seiner Mitarbeiterin das Ding angedreht hat, in ihre Prospekte schrieb.

Wobei Gauß natürlich auch viel dramatischer wirkt als Tesla. Das erinnert mich an die Anti-Mobilfunkmast-Elektrosmogkampagnen mit ganz vielen Pikowatt pro Quadratkilometer.

Gruß Henning

Ich weiß ja nicht was ihr für Bauteile verbaut, aber es gibt eine Menge Bauteile die auf Magnetisierung ziemlich allergisch reagieren. Z.B. ferroelektrische Filter. Wenn die dauerhaft magnetisiert werden, liegen sie total daneben. Bei uns sind Metallteile am Körper (Uhren, Ringe, usw) generell verboten, weil sie zu Unfällen führen können. Ist leider schon oft genug vorgekommen.

Generell? Na das sind ja Vorschriften die sehr weit gehen. Wie kontrolliert ihr denn deren Einhaltung? Metalldetektor?

scnr,

Steffen

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