bestätigt Ferroxcube-Material 3C11

Jan 29, 2026 Last reply: 5 months ago 9 Replies


Gerrit Heitsch, 2026-01-27 17:54:


>
>> >>> Am 26.01.2026 um 20:39 schrieb Gerrit Heitsch:
>>>
>>> [...]
>>>
>>>>
>>>> Und das was nachwächst hat sich mit KI durch Schule und Studium
>>>> gemogelt wenn nicht zumindest die Unis keine Gegenmaßnahmen ergreifen.
>>>> Das wird einige harte Aufschläge auf der Realität geben.
>>>>
>>>
>>> Recht viel schlimmer kann es eigentlich nicht mehr werden. Viele
>>> scheitern bereits am Verständnis recht einfacher Aufgaben, vom Lösen
>>> wollen wir das noch gar nicht sprechen.
>>
>> Haltet ihr die Prüfungen in Präsenz ab? Macht die Verwendung von KI
>> deutlich schwerer.
>
> Wie denn sonst? Eine Prüfungen nicht in Präsenz ist komplett sinnfrei,
> da der Prüfling dann ja beliebige Quellen zur Lösung nutzen kann.

Und selbst bei Präsenzprüfungen gibt es beeindruckend kreative Versuche, dabei zu tricksen. Angefangen vom klassischen Spickzettel bis hin zum geschickt in Haar/Klamotten versteckten Headset des Mobiltelefons (selbiges ebenfalls gut versteckt), damit einem der Kollege die Lösungen einflüstern kann. Aber immerhin hat man bei bei Präsenzprüfungen eine Chance, sowas zu entdecken.


Für Prüfungen, die remote per Laptop abgehalten werden gibt es eine florierende Industrie an hochgradig invasiver Spyware, die verspricht, Trickserei garantiert zu verhindern .. nur kriegt man damit halt nur die Leute, die technisch wenig bewandert oder arm sind (und sich damit nicht die Unterstützung cleverer Leute leisten können). Mal ganz abgesehen vom "Privatsphäre? Was'n das für'n Unsinn?" Aspekt.


Man liest sich, Alex.

Eben, das Risiko entdeckt zu werden und damit von der Prüfung ausgeschlossen zu werden (plus evtl. weitere Konsequenzen) ist so deutlich höher.

Und es gilt immer noch: Wer einen guten Spickzettel schreiben kann braucht ihn nicht mehr.

Gerrit

Hast Du mich etwa beobachtet?

SCNR, Alex.

Und keine davon hätte ich vermutlich entdeckt. Allerdings waren alle Klausuren, die ich mit beaufsichtigt habe, mit einem Zehntel eines solchen Aufwandes mühelos zu bestehen. Durchfallquote weit über 50 %. Der Chef und ich wären froh gewesen, wenn mehr als ein paar Wenige die Klausur irgendeiner Mühe für wert befunden hätten.

Am 29.01.2026 um 11:57 schrieb Gerrit Heitsch:

[...]

In meinen Prüfungen würde ein Spickzettel ohnehin nicht viel helfen.

Funfact: Meine Prüfungen sind zweigeteilt, der Verständnisteil muß ohne Unterlagen bearbeitet werden. Ein neuberufener Kollege hat sich für seine Prüfung recht deutlich an meinen Prüfungen orientiert (identische Fragen), nur darf man bei ihm Unterlagen verwenden: Das Ergebnis unterscheidet sich praktisch nicht...

Eine der Prüfungen in meinem Studium war explizit als "alle Unterlagen zugelassen" ausgeschrieben. Also habe ich den Tag vorher damit verbracht, meine Mitschriften zu indizieren. Ergebnis: Prüfung nach ca. ⅔ der Zeit fertig und mit guter Note bestanden, weil ich halt zielgerichtet nach- lesen konnte. Bei den meisten anderen hub dann bei jeder Frage ein wildes und zunehmend mehr verzweifeltes Wühlen in den mitgebrachten Unterlagen an und es haben tatsächlich einige diese Prüfung nicht bestanden ...

Man liest sich, Alex.

Ich habe aus dem Studium in Erinnerung, dass bei vielen Prüfungen die Zeit der begrenzende Faktor war. Eine völlig andere Situation wie in der Schule. Strategie: Wenn man die Lösung für eine Aufgabe nicht direkt hinschreiben kann, weiterblättern, nächste Aufgabe. Ist man hinten angekommen, wieder vorne anfangen.

Klausuren "mit Hilfsmitteln" waren genauso, wer zu oft nachschlagen musste wurde am Ende nicht ansatzweise fertig.

Grüße Marc

Hi Marc,

Das ist ja an sich auch gut so. Wenn ich Leistung beurteilen soll, dann steckt da die Zeit immer drin, die zur erbrachten Arbeit benötigt wurde.

Marte

Wissensstand und Fähigkeiten sind allerdings keine Leistungen, sondern Eigenschaften.

---<)kaimartin(>---

Das war halt ein wesentlicher Unterschied zur Schule. Mit der Abiklausur des Mathe Leistungskurses war ich nach drei von vier Stunden fertig und bin gegangen, und zwar nachdem ich alle Aufgaben ZWEIMAL gerechnet hatte und bei den Aufgaben, wo die beiden Ergebnisse unerschiedlich waren, ein drittes Mal.

An der Uni war an solchen Luxus nicht zu denken. Dafür konnte man mit einem Drittel der Punkte schon mit einer 4.0 rausgehen, diese Latte hing in der Schule höher.

Grüße Marc

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