Aktuelle Elektronikkästen

Jul 12, 2024 Last reply: 2 years ago 47 Replies

Am 13.07.24 um 00:47 schrieb Stefan Ram:

Hallo,

ja - angefangen hatte das bei mir wohl im Kleinkindalter mit einem simplem Holzbaukasten.

Später dann ein Metallbaukasten mit einem kleinen Schraubenschlüssel und einer Menge Schrauben und diversen Metallbauteile mit Löchern für die Schrauben etwa von Trix oder Märklin.

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Ein Elekromotor war da auch schon dabei.

Mit Märklin-Modelleisenbahn gab es auch ein kurze Phase. Das brauchte viel Platz und war irgendwie teuer und Erweiterungen wurden dadurch ausgebremst. Man musste bis zum nächsten Weihnachten oder Geburtstag warten für eine neue Lok o.Ä. Ein wenig langweilig war das auch die Bahn im Oval fahren zu lassen.

Zauberkästen und -Bücher hatte ich irgendwann auch.

Elektrik und Chemie kamen dann später.

Bernd Mayer

Am 13.07.24 um 06:08 schrieb Hermann Riemann:

Hallo,

in meiner Bibliothek habe ich das Werkbuch der Elektronik auch seit etlichen Jahrzehnten. Das hat gute Dienste geleistet und war das Geld wert. Ob das heute noch aktuell ist bezweifle ich ein wenig weil ICs darin zu kurz kommen.

Ich habe allerdings auch keine Empfehlung für was aktuelles für einen Schüler.

Selber hole ich mir ziemlich viel aus dem Internet. Wegen Datenbüchern oder Infos zu ICs bin ich früher viel in Bibliotheken gewesen oder habe auf Reisen bei den örtlichen Niederlassungen von Distributoren vorbeigeschaut. Über einen geschenkten dicken und schweren IC-Master hatte ich mich damlas riesig gefreut.

Für einen Schüler würde ich wohl eher einen Chinesisch-Kurs empfehlen oder irgendwas zum Programmieren.

Der Transistor hat die vergangene Zeit wohl entscheidend geprägt. Radios wurden damals "Transistor-Radios" genannt um den Fortschritt zu den Röhrenradios zu betonen.

Heute hat eine CPU Zig-Millionen Transistoren verbaut. Mit einzelnen Transistoren hat man aber eher weniger zu tun - oder?

Bernd Mayer

Alternative: Abo der Heise MAKE: print für 12 Monate.

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durchaus das Niveau der Altersgruppe ( seufz/leider ). Ist aber eben nicht schmalspurig auf Elektronik fixiert. Ab und zu nachfragen ob/welche Artikel ihm gefallen haben und ob er sich zutraut auch sowas zu machen. Wenn keine Resonanz, rechzeitig abbestellen.

Ansonsten wäre der nächste Schritt ca. sowas:

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für Motivation braucht man konkrete, erreichbare Ziele. Das spezifische knowhow baut man unterwegs auf.

MfG JRD

Am 12.07.2024 um 23:20 schrieb Bernd Mayer:

Vor einiger Zeit wollte die Apotheke meiner Frau nicht einmal Weinsteinsäure verkaufen... Demgegenüber erinnere ich mich an den Vortrag eines Professors im Jahr der Chemie, daß der Apotheker ihm als Jugendlicher noch den Tipp gegeben hatte, den roten Phosphor "nur mit der Hühnerfeder zu vermischen".

Römp/Raaf war der Klassiker mit vielen Beispielen für die Du heute locker mit dem Rollkommando überzogen wirst.

Die faszinierten mich damals auch, aber selbst als Jugendlicher ist mir aufgefallen, daß da vieles nicht stimmt (und sogar sehr gefährlich war). In einem der Radiobastelbücher wird ein nicht netzgetrennter UKW-Vorsatz auf einem Metallchassis aufgebaut, der Minuspol der Elkos wie üblich auf das Gehäuse gelegt. Wenn man genau liest und die Bilder betrachtet, so ist das ziemlich offensichtlich aus 2 verschiedenen Schaltungen zusammengewürfelt, wobei die eine mit Netztrafo arbeitete.

Bernd

Am 13.07.2024 um 00:47 schrieb Stefan Ram:

Philips hatte zusätzlich zum normalen Anleitungsbuch in der 1000er-Serie noch ein Büchlein mit "Technischen Erläuterungen" beigelegt. Dort wurden auch die Grundlagen angerissen.

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In den Anleitungen zur 1000-Serie sind die Bauanleitungen nur sehr knapp, in den Handbüchern der späteren 2000-er Serie sind die Technischen Erläuterungen mit im Anleitungsbuch enthalten und die Bauanleitungen auch detaillierter beschrieben.

Bernd

Am 13.07.24 um 08:11 schrieb Bernd Mayer:

Da mit ICs ist so eine Sache. Die alten SN74xx* wie z.B. 74181 sind heute kaum erhältlich und passen mit aktuellen 3,3V Level wenig zusammen. Vielleicht 74HC. Nach meiner Erfahrung ist TTL Spannung empfindlich MOS Strom empfindlich.

Bei mir Datenbücher + internet. Datenbücher sind für mich einfacher lesbar.

Es gab Ausstellungen auf Messe wie elektronica in München.

Da vermute ich schlechtes Aufwand Nutzen Verhältnis. Die Sprache für Elektronik und Programmieren ist englisch.

Python. Und irgendetwas mit Linux. apple ist zu teuer und windows hat zu viel computer Spielreize, die Reflexe statt Überlegungen trainieren.

Mein einzig selbstgebasteltes funktionierendes Radio bestand nur aus Diode und Kopfhörer, mit dem ich ein Sender deutlich hörbar empfangen konnte.

Wenn der durchgebrannt ist..

Am 13.07.2024 um 12:07 schrieb Bernd Laengerich:

Das war meine Einstiegsdroge:

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Frank Müller schrieb:

Wenn wir uns dann von den Kästen verabschieden, wären wir beim Steckbrett. Nun bräuchte man noch die Anleitungen.

In meiner Kindheit hatte man recht schnell Erfolg, wenn es darum ging den WDR auf Mittelwelle in einen Kristallohrhörer zu bekommen oder später in den Lautsprecher. Auch die Alarmanlage, die ins MW-Radio plärrte war schnell verstanden. Blöd, dass es keine Mittelwelle mehr gibt

Aber der Burkhard hat die Kästen schon liebevoll zusammengestellt.

Ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte, wäre das UKW-Radio als "Bausatz"

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Sorry, aber ein FM-Radio in einem Chip und einen Flashspeicher als Senderspeicher dranzufriemeln halte ich nicht für lehrreich.

Vermutlich nitrose Gase. Du wolltest doch sicher was nitrieren, um nachher mit dem Produkt einen Knall zu produzieren :-).

Verglichen mit der Elektronik-Frickelei ist eine Chemie-Ausrüstung heute kaum noch vorstellbar - die Nachbarn würden ständig beim Kardiologen zu Besuch sein. Und erst die Umwelt :-(.

Grüße, H.

Am 12.07.24 um 14:21 schrieb Ralph Aichinger:

Vielleicht wäre das hier etwas für deine Ansprüche:

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Einfach mal die Vorworte der beiden Einstiegs-PDFs[1][2] begucken und entscheiden.

Schöne Grüße Jochen

[1]
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[2]
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Am 12.07.2024 um 14:21 schrieb Ralph Aichinger:

Beim im Thread angesprochenen (Hand-)Multimeter, würde ich überlegen eines mit einem eingebauten (NF)Oszilloskop zu nehmen. NF Frequenzmessung sowie R und C Messung dito. Bekommt man ab ca. 70€ und hat einen einfachen Kompakt"messplatz", wo man auch mal auf dem Oszi einen Impuls oder eine RC Zeitkonstante sehen kann, das mach mit Dual Slope DMM eher weniger Spaß 😴

Was hätte ich mit 12 Jahren dafür gegeben...

Ach ja, ein kleines, einstellbares und kurzschlussfestes "Labor"Netzteil mindert den Batterieverbrauch deutlich. Auch hier breites Angebot im zweistelligen € Bereich.

Bei den Kästen kann ich nicht wirklich helfen, so etwas hatte ich nie. Wahrscheinlich ist eine Steckplatine/Breadboard ein guter Anfang. Wenn das nicht mehr reicht kommt ein kleines Lötset (eher eine einfache Lötstation als ein Lötkolben) und ein paar Lochraster Leiterplatten dazu. Danach werden bei Interesse eher mehr Fragen zur Schaltungstechnik kommen - und Bauteile nach Bedarf.

Viel Spaß!

Und die Lehrer erst, vor allem transatlantisch.

Ein Junge erlegt ein einfaches Weckradion, wirft das Gehäuse weg und ordent die Komponenten sichtbar und funtionierend auf einem Holzbrett an. Die Schule alarmiert das Terrorkommando.

Oder eine Einserschülerin löst an einem schulfeien Tag in der Mitte eines großen menschenleeren Schulhofes unter Beachtung aller Sicherheitsregeln eine harmlose kleine Verpuffung aus.

Für beides muß ich hier in der Gruppe vermutlich keine Quellen vorkramen. Wober der erste Fall angesichts der Familie und Politik des Vaters durchaus bewußt inszeniert gewesen sein kann.

Kann es auch Arduino sein? Pollin hat da was:

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Gerrit

Am 13.07.24 um 12:07 schrieb Bernd Laengerich:

Hallo,

so weit war ich damals noch nicht.

Zu der Zeit hatte ich mich immer gewundert, warum die Glühlämpchen für

12 V immer so aufblitzten wen ich einen Gleichrichter plus Elko an einen 12 V Trafo anschloß und daran das Birnchen. So richtig hatte ich das erst ca. 10 Jahre später verstanden.

Im Ort gab es eine Batteriefabrik, die hatten auch Taschenlampen hergestellt. Beim Erkunden der Umgebung hatten wir eine wilde Müllkippe entdeckt und dort fanden wir Unmengen an Birnchen die bei der Qualitätskontrolle ausgesondert wurden, etwa weil der Strahl der geschmolzenen Glaslinse zu weit vom Zentrum abwich.

Glühlämpchen waren meine ersten Spannungsdetektoren, etwa so wie heute LEDs.

Ein Taschenlampe zum Lesen unter der Bettdecke hatte ich mir aus einer

4,5 V Batterie und einem Schalter auch gebaut.

Die Batterien hielten aber nicht lange - ich hatte zum Ausschalten die Batterie kurzgeschlossen.

Bernd Mayer

Leo Baumann schrieb:

Ist der noch mit diesen Haarnadeln und Federn? Den Kasten (Vorläufermodell) mochte ich, aber den Murks mit den Federn und dem damit verbundenen Schmerz in den Fingern hasste ich.

Und bei den teuren Germaniumtransistoren, insbesondere bei dem AFnnn mit vier Drähten, sind diese recht schnell abgebrochen. Bei andern Bauteilen auch. Der MW-Empfänger funktionierte bei mir nicht; den besten MW- Empfang hatte ich mit der Schaltung Wechselsprechanlage.

Nett fand ich auch einen ähnlichen Baukasten aus der DDR.

Am 13.07.2024 um 22:37 schrieb Rolf Bombach:

Haarnadel durch Lochpappe, Feder drauf, Wiederstand einklemmen.

Am 13.07.2024 um 22:37 schrieb Rolf Bombach:

Haarnadel durch Lochplatte, Feder drauf, Widerstand einklemmen!

Hermann Riemann snipped-for-privacy@hermann-riemann.de schrieb oder zitierte:

Also, falls jemand auch englischsprachige Bücher akzeptieren würde:

Ich habe kürzlich ein mehrbändiges Werk über Elektronik entdeckt, das alles super-langsam erklärt und mit einer kostenlosen Lizenz im Web zu finden ist:

"Lessons in Electronic Circuits".

Band 1: Gleichspannungsschaltungen (560 Seiten) Band 2: Wechselspannungsschaltungen (566 Seiten) Band 3: Halbleiterschaltungen (526 Seiten) Band 4: Digitale Schaltungen (517 Seiten) Band 5: Nachschlageteil (171 Seiten) Band 6: Experimente (382 Seiten)

Band 6 enthält Bauanleitungen für einfache Schaltkreise und Experimente, ähnlich wie bei einem Experimentierkasten, aber die Bauteile müßte man selber beschaffen.

Ach, wenn ich nur die Zeit hätte, das zu lesen!

Autor ist wohl Tony R. Kuphaldt, die Bände wurden zuletzt in den nuller Jahren überarbeitet.

Hermann Riemann snipped-for-privacy@hermann-riemann.de schrieb oder zitierte:

Ach ja, von Jean Pütz gab es auch ein Elektronikbuch: "Einführung in die Elektronik". Allerdings war er bei diesem Buch Herausgeber, also nicht unbedingt Autor.

Dieses Buch erschien wohl zunächst als Begleitung zur gleichnamigen Fernsehserie aus dem Jahre 1972. Kam wohl mindestens bis zur 15. Auflage 1981. Web:

|Der gelernte Elektroingenieur Pütz hatte bei seiner Arbeit |stärker als andere Wissenschaftsjournalisten die technolo- |gischen Aspekte wissenschaftlicher Entwicklungen im Blick. |Sein überaus verständliches und praxisnahes Buch "Einführung |in die Elektronik" war für manchen jungen Menschen der ent- |scheidende Kick, sich mit den Möglichkeiten der modernen |Elektronik und Digitaltechnik auseinanderzusetzen. aus dem Web.

Am 14.07.24 um 11:57 schrieb Stefan Ram:

Hallo,

ja - die lessons von Kuphaldt habe ich schon als PDF heruntergeladen:

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Auf archive.org kann man etliches finden.

PDFs kann man ja auch gut und schnell am PC durchsuchen.

Es schadet nicht, wenn man früh anfängt Englisch und andere Fremdsprachen zu lernen. Auf Englisch gibt es mehr Literatur zu Elektronik als auf deutsch Und Schaltpläne sind international verständlich.

Englische Lehrbücher etwa für Mathe, Physik, Elektronik sind dazu oft einfacher geschrieben. Englisch ist auch prägnanter. Übersetzungen aus dem Englischen ins Deutsche sind im Schnitt 11 Prozent länger.

Ein Schnellesekurs kann auch sinnvoll sein.

Letzenendes muss man eine Auswahl treffen was einen interessiert.

Elektronik ist ja ein umfangreiches Gebiet.

Bernd Mayer

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