Ich hab mit vielleicht 9-10 Jahren, ganz sicher noch in der Volksschule, einen Elektronikkasten gehabt, Philips Elektronik Erstkontakt. Ein Schulfreund hat die größere Version davon gehabt, und noch einen Chemiekasten dazu.
Bei Chemiekästen schaut es aus "Sicherheitsgründen" ja völlig düster aus, aber gibt es irgendwas in Richtung Elektronik aus aktuelle Produktion? Natürlich könnte man historische Baukästen kaufen und fehlende/defekte Bauteile ersetzen, aber was gibt es an direkt zu kaufenden Sachen, derzeit?
Es soll ein Geschenk für einen 12-jährigen werden.
Ich überlege auch, ihm einen Raspberry Pi mit ein bißchen Zubehör zu kaufen, da gibt es auch sehr gut didaktisch aufbereitetes Zeug.
/ralph
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L
Leo Baumann
Am 12.07.2024 um 14:21 schrieb Ralph Aichinger:
Es gibt viele, google 'mal nach Elektronik Baukasten - alle Preisklassen
R
Ralph Aichinger
Ja, schon. Nur welche sind gut? Hat jemand praktische Erfahrungen damit?
Da sich hier Leute mit Elektronik beschäftigen (manchmal) so ist die Wahrscheinlichkeit nicht so gering, dass sie auch andere davon begeistern wollen, und ihren Kindern und Enkeln was schenken.
Wenn man auf Amazon schaut, dann scheint es recht viel Plunder zu geben.
Ich frage hier, weil ich gerne mit anderen über praktische Erfahrungen rede. Eventuell hat ja der eine oder andere welche. Hast du welche?
/ralph
L
Leo Baumann
Diesen hatte ich damals, aber der hier ist gebraucht u. teuer...
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G
Gregor Szaktilla
Am 12.07.24 um 14:21 schrieb Ralph Aichinger:
Guck vielleicht mal bei den Arduino-Sachen
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Mein Neffe war vor ein paar Jahren schwer begeistert.
Ich habe dort schon lange nicht mehr vorbei geschaut, aber die Sachen waren damals ziemlich brauchbar, wenn es um die Vermittlung von Informatik-Grundwissen ging.
Ein RPi ist IMO zu „sophisticated“. Der kann später dazukommen, wenn es darum geht, einen „richtigen“ Computer zu haben, mit dem man den Arduino programmieren kann.
HTH
Gregor
H
Hans-Juergen Schneider
Ja, Chemie ist ganz böse. Wer z.B. Unkrautvernichter kauft, der kriegt Besuch. Und Akkusäure bringt Dich in den Knast.
Guck Dich mal bei ELV um. Aber Du solltest vielleicht erstmal was suchen, das Grundlagen vermittelt. Z.B. Kosmos Easy Elektro-Start oder so.
MfG hjs
A
Andreas Bockelmann
Leo Baumann schrieb:
Tja und schon die Schaltung auf dem Titelbild macht heute lange Gesichter mangels Mittelwellesendern.
F
Frank Müller
"Ralph Aichinger" schrieb:
Ich bin zwar kein Freund von solchen Baukästen, aber wenn du Aktuelle suchst dann könnte man bei Kosmos fündig werden:
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Frank
M
Manuel Reimer
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Aber ich hab keine Ahnung ob die Handbücher noch an das rankommen was in den alten Kosmos-Kästen drin war. Ich bin kein Freund der Plastik-Bauteile, aber vielleicht ist es ja genau das was heute gefragt ist.
Und wenn man von "Kindgerecht" weggeht, dann vermutlich eher in diese Richtung:
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Schon mit Steckbrett. Wenn sich ernsthaft Interesse ergibt, dann kann man das Prinzip dann auch in der Zukunft immer wieder anwenden für Prototypen.
Alles in allem wird es aber düster mit Baukästen.
Aber wen wundert's? Wie die aktuell waren, war die "Welt noch analog". Mit einem Klasse AB Verstärker hatte man noch ein Bauprojekt das halbwegs technisch aktuell war und mit den Mittelwelle-Empfängern aus den Baukästen waren gleich mehrere Sender stark zu empfangen.
Heute sieht man rein analoge Verstärker nur noch selten und wie lange noch analoges Radio zu empfangen ist (noch geht ja UKW) steht auch in den Sternen. Ein Grundwissen über alle Bauteile ist natürlich nach wie vor wichtig, aber tiefes Wissen in analoger Schaltungstechnik wird in der Praxis immer weniger relevant.
Und einen Elektronik-Baukasten für den Aufbau eines Klasse-D-Verstärkers mit DSP oder eines DAB+-Radios wird man so schnell halt eher nicht finden. Wäre auch eher unspannend weil man in die ICs ja nicht reinschauen kann.
Dann vielleicht besser mit einem einfachen Elektronik-Kasten einsteigen und dann mit dem Grundwissen weiter zu einem kindgerechten Arduino-Lernset.
Gruß
Manuel
H
Hermann Riemann
Am 12.07.24 um 15:21 schrieb Gregor Szaktilla:
Beim Arduino besteht das Problem, dass man zum Programmieren einen einen computer mit geeigneten Betriebssystem braucht.
Fazit raspberry pi 400 + Arduino R4 Bastelkit.
Wenn es ohne computer gehen soll, gibt es im Heise shop für ca 50 € make elektronik spezial. Das Heft ist von Heise, der Experimentierset von ELV
R
Ralph Aichinger
Warum nicht (ehrlich gemeinte Frage)?
Danke!
/ralph
R
Ralph Aichinger
Danke, seh ich mir an.
Danke!
Ja, irgendwo zwischen Elektronik, Arduino und Raspberry Pi schwanke ich etwas. Beim Raspberry Pi kommt mir die Software-Seite etwas besser didaktisch aufbereitet vor, beim Ardunio die Hardwareseite.
/ralph
G
Gregor Szaktilla
Am 12.07.24 um 17:36 schrieb Hermann Riemann:
Das stimmt. Wenn es nur darum geht, elektronische Grundkenntnisse (Lämpchen leuchten lassen, Elektromagnetismus) zu vermitteln, ist ein reiner Elektronik-Baukasten sicher besser. Mein Neffe hat die Elektronik erst zusammen mit dem Arduino entdeckt. Zu sehen, dass er durch die Manipulation einer Zahl im Programmcode die Blinkfrequenz ändern konnte, hat ihn total geflasht.
Auf keinen Fall würde ich jedenfalls etwas aufgemöbeltes Gebrauchtes schenken. Ein Kind, das etwas neu entdecken soll, soll das auch mit neuem Zeug tun, finde ich.
Gruß
Gregor
F
Frank Müller
Bei Baukästen hat man nur eine begrenzte Auswahl an Bauelementen die dazu auf die vorgegebenen Bauanleitungen abgestimmt sind. Da kann man einen Sender bauen oder einen Empfänger, aber beides gleichzeitig geht selten.
Ich finde Bastelbücher sind besser, dazu ein Lötset und ein Multimeter. Die Bauteile kann man heute irgendwo bestellen. So habe ich damals angefangen.
Frank
B
Bernd Mayer
Am 12.07.24 um 14:21 schrieb Ralph Aichinger:
Hallo,
als Schüler hatte ich damals auch einen Chemiekasten von Kosmos. Ein Schulfreund hatte einen Kosmos Radiomann, manchmal hatten wir damit zusammen herumexperimentiert. Mein Bruder hatte einen Philips Elektronikkasten den ich ihm später abgetauscht hatte.
Ich war aber zuvor schon ohne diese Kästen motiviert zum Experimentieren.
Die Kästen wurden schon bald erweitert. Manchmal wundere ich mich selbst wie ich damals, ohne Internet und mit wenig Taschengeld, mir Chemikalien, Reagenzgläser, Erlenmayerkolben usw. beschaffen konnte. In Apotheken uns Drogerien hatte man etliches bekommen - anders als heute.
Manchmal wundert mich auch, das ich das überhaupt überlebt hatte, etwa Experimente mit Hochspannung aus Autozündspulen im Kilovoltbereich. Einmal hatte ich den Keller voller Schwaden mit irgendeinem giftigen braunen Gas (irgendwas mit Brom oder Stickstoff IIRC). Meine erste Sorge, war gut zu lüften damit das niemandem auffiel weil ich befürchtete das mir dann das Experimentieren verboten würde. Erst danach bin ich an die frische Luft.
Bestellungen erfolgten mit Postkarten.
Wichtig war für mich, die gute Schulbibliothek, etwa:
Römpp, Chemische Experimente, die gelingen.
Und Bücher über Elektrik/Elektronik von Heinz Richter: Heinz Richter: Elektrotechnik für Jungen. Eine Einführung durch Selbstbau und Experimente, die jedem gelingen. 1964. Heinz Richter: Elektronik in Selbstbau und Versuch. 1966. Heinz Richter: Radiobasteln für Jungen. 1968. Heinz Richter: Das große Transistor-Bastelbuch. Anleitungen zum Selbstbau von über 100 einfachen Transistorgeräten. 1971.
Ob solche Kästen heute noch zeitgemäß sind, da bin ich mir nicht sicher.
Von Heise fällt mir das "Sonderheft Make Operationsverstärker Special" ein.
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Bernd Mayer
M
Michael Schwingen
Die Conrad Elektronik-Adventskalender waren nicht schlecht - Steckbrett, ein paar Bauteile und brauchbare Anleitungen. Die Anleitungen findet man teilweise noch, das Material sollte bei Reichelt etc. relativ leicht beschaffbar sein.
cu Michael
S
Stefan Ram
Michael Schwingen snipped-for-privacy@discworld.dascon.de> schrieb oder zitierte:
Für technisch interessierte Kinder war das zu meiner Zeit so, daß sie erst einmal mit Lego oder Fischer-Technik anfingen und dann später gab es die Kosmos-Experimentierkästen. Den Spielcomputer Logikus, Alchemist, Optikus, Chemielabor C-1, . . .
Daneben haben mich aber auch Zauberkästen (mit Zaubertricks) interessiert. Ich hatte auch einen Elektronikkasten, den ELBK-200, der war nicht von Kosmos.
Im Nachhinein denke ich, daß man durch Lesen von Büchern mindestens eben so effektiv lernen kann. Man kann auch Schaltungen nachbauen oder chemischen Substanzen mischen, ohne viel dabei zu lernen. Heute hätten wir noch die Möglichkeit, daß man als Kind programmieren kann oder am Bildschirm mit /simulierten/ Experimentierkästen arbeiten oder sich Videos mit Experimenten auf Videodiensten ansehen . . .
Ich weiß nicht, wie es ist, /heute/ ein technisch-naturwissenschaftlich interessiertes Kind zu sein. Wir waren ja damals durch die ersten Raumfahrt-Experimente der Menschheit beeinflußt, durch Sendungen von Heinz Haber oder Hoimar von Ditfurth oder Jean Pütz (der im Fernsehen einen Elektronikkurs anbot). Gibt es für die heutigen Kinder denn irgendwelche Experimentierkästen oder ist das praktisch der Raspberry Pi oder etwas, das ich gar nicht kenne?
Als Kind habe ich mich erst einmal gewundert, was ein Transistor als Verstärker sein soll. Wenn das Mikrofon zu leise ist, kann ich doch ein Batterie in Reihe mit dem Mikrofon schalten, dann sollte es doch lauter werden - so stellte ich mir das vor. Mehr Batterien sollten alles lauter machen!
In den Begleitbüchern zu meinem Elektronikkasten wurde dieser Punkt auch nicht erklärt.
Heute (denke ich), daß ich verstanden habe, daß es einen Unterschied macht, ob ich eine konstante Spannung /addiere/ (Batterie in Reihe) oder eine Spannung mit einer Konstanten /multipliziere/ (Transistor), aber ich denke, das habe ich nie so irgendwo gelesen, sondern muß es mir irgendwann selbst so gedacht haben.
H
Hermann Riemann
Am 12.07.24 um 21:42 schrieb Frank Müller:
Sie sind für einen Ersteinstieg geeignet.
Vor dem Löten kommt heutzutage eher ein breadboard. Beim Löten empfehle ich fädeln. Ist weit weniger aufwendig als eine Platinenentwicklung. Gefädelt habe ich öfter.
Ein Multimeter halte ich auch für notwendig. meines ist ein paar Jahrzehnte alt, wird aber immer noch ab und zu verwendet. Z.B. um Batterien zu testen oder Pole bei Netzgeräte zu erkennen.
z.B. bei Reichelt. Conrad ist nach meinem Eindruck teurer, hat aber größere Auswahl. Amazon scheint mir zu riskant, und nur für Spezialfälle geeignet.
Ich habe mit Radiomann angefangen. So anschaulich Erklärung von Kondensator, Spule Regelwiderstand ist kaum noch aufzufinden.
H
Hermann Riemann
Am 12.07.24 um 23:20 schrieb Bernd Mayer:
Es gibt auch noch Lego, Fischertechnik und Metallbaukästen. Die kann man neben Knet etc auch für eigene Vorstellungen zweckentfremden. Dann auch noch Papier, Pappe, Schere Kleber.. Mit Lötkolben kann man Kunststoff einweichen.
In Hugendubel München pep habe ich vor wenigen Tagen auch kein Buch über computer mehr gefunden. Defekte einfache Elektronik lässt sich besser reparieren als Meinungsunterschiede.
Ich hatte damals ein paar Trafos hintereinandergeschaltet um höhere Spannung zu bekommen. Ergebnis war nicht zufriedenstellen. Da habe ich mit 2N3055 Rückkopplung etwas Schwingendes aufgebaut und das als Eingabe für
2 hintereinandergeschaltete Trafos verwendet. Die Erreicht Spannung war etwas höher. Nach meiner Erinnerung habe ich dann mit dieser Schaltung ein Diode als Energie Empfänger verwendet, und damit ein Glühlämpchen zum Leuchten gebracht.
Ist Nührmann: Werkbuch Elektronik 1980 noch relevant? ( Röhre habe ich nur als kurzlebige Glühlampe verwendet. )
In einigen Städten gibt es noch Stadtbibliothek.
Vor Operationsverstärker ist eher Diode und Transistor angesagt. Ich vermute, meine ca 40 Jahre alten 1N4148 werden auch weiter zum Einsatz kommen.
H
Hermann Riemann
Am 13.07.24 um 00:47 schrieb Stefan Ram:
Vor Lego gab es Bauklötzchen aus Holz. Dann hatte ich den Trix Baukasten.
Der Haken bei den Experimentierkästen ist der Dienst nach Vorschrift.
Ich habe noch etliche ( unbenutzte ) Baukästen in meiner Wohnung.
Das ergänzt sich. Wie Übungsaufgaben zum Lehrstoff. Ohne Spiel kann das Gelernte kaum verwendet werden. Wie ein Student aus Persien, der eine Vorlesung komplett auswendig gelernt hatte, aber damit nichts anfangen konnte.
Lernen geschieht am effektivsten vielleicht bei der Suche nach Fehler. Weil da Varianten simuliert und abgeschätzt werden. ( Interessant für ki )
Ohne eigenes Experimentieren wird dann schneller vergessen als gelernt.
Rein intuitiv vermute ich, die werden von Menge überflutet und resignieren. Das war früher mit wenigen einfachen Bauteile einfacher. Die 8088 PC konnte ich Bauteilmässig noch nachvollziehen. Bei heutiges motherboard geht das mit meiner Ausrüstung nicht mehr.
Damals wollte ich mit 10 stufiger Rakete Roboter auf den Mond absetzen, die eine Roboterfabrik bauen, mit denen mir ein Ausweichquartier gebaut wird. Das Roboter Roboterfabrik bauen, wird vermutlich realsiert.
ESP32? In wenigen Jahren (oder jetzt schon), dürfte da (mini)Linux drauf laufen. Mit 1 TB mini M2..
Gelesen oder selbst gedacht oder zusammengesetzt ist nicht immer feststellbar.
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