188%-Anzeige

Mar 25, 2025 Last reply: 1 year ago 20 Replies

Hallo Leute,



ich hab mich mit chinsischer Taschenlampe beschäftigt. Dort soll die Akkuladung angezeigt werden. Die Segmente der LED-Anzeige sind eben die genannten 188%. Das Teil hat fünf Anschlüsse. Nun gibt es ja die seriellen Protokolle wie Sand am Meer. Logikanalysator habe ich nicht und Vermutungen bringen mich auch nicht weiter. Also: Hat vielleicht jemand Kenntnis von dieser Technik?



MfG hjs


Am Tue, 25 Mar 2025 20:35:09 +0100 schrieb Hans-Juergen Schneider:

Ohne Details ist das schwierig zu sagen. Erfahrungsgemäß ist das oft ein I²C-Interface plus Resetleitung, oder SPI.

Gibt es irgendwelche weiteren Informationen?

Am 25.03.25 um 21:07 schrieb Andreas Graebe:

Oder einfach ein "dummes" Voltmeter. Entladeschluss=0%, Ladeschluss=100%, dazwischen linear.

Also wenn schon, dann wohl 3,0 und 4,2 Volt. Aber macht man das? Der Steuer-IC hat 14 Pins. Natürlich ohne Beschriftung. Ich möchte dieses Display anderweitig verwnden.

MfG hjs

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Falk D.

Charlieplexing! Auf diese Idee wäre ich nicht von alleine gekommen.

MfG hjs

Der einzige Vorteil davon ist weniger Pins zu brauchen. Ansonsten ist es so ziemlich die schlechteste Methode LEDs anzusteuern.

Gerrit

Am 25.03.25 um 23:07 schrieb Hans-Juergen Schneider:

Es gibt Akkuanzeige-Module, die das so machen. Hatte ich vor ein paar Jahren mal in einem Projekt verbaut. Es gab sogar hinten einen Knopf, mit dem man durch trickreiche "Morsecodes" Zellentyp und Zellenanzahl programmieren konnte.

Dank Falk wissen wir ja jetzt, das die Chancen sogar recht gut stehen. Auf die Idee mit Charlieplexing wäre ich auf Anhieb auch nicht gekommen, aber wenn man die Innenschaltung sieht, fällt es wie Schuppen von den Augen...

Weil immer nur 1 LED leuchtet. Wenn du also über die 5 pins bis zu 20 LEDs ansteuern willst hast du einen Duty Cycle von 5%. Damit die LED damit hell genug leuchtet braucht es mehr Strom als bei normalem Multiplexing wo multiple LEDs gleichzeitig leuchten. Du riskierst, daß der Strom für Dauerbetrieb zu hoch ist. Ist das der Fall, darf dir dein Programm nie abschmieren.

Beste Ansteuerung ist statisch, aber die braucht eben mehr Hardware.

Gerrit

Am 26.03.25 um 17:32 schrieb Hans-Juergen Schneider:

- Die Implementierung ist unangenehm komplex. Du wirst deine Freude damit haben!

- Charlieplexing erfordert relativ hohe Multiplexfaktoren, d.h., das Display wird flimmern.

- Bei modernen, hocheffizienten LEDs, die bereits im Mikroampere-Bereich anfangen zu glimmen, kann es zu parasitären Effekten kommen. D.h. dunkle Segmente sind nicht komplett dunkel.

Bei heutigen LED reichen oft 1 mA für ausreichende Helligkeit. Da sehe ich bei 20 LED noch kein Problem. Bei Multiplexing gehe ich immer vom Worstcase, d.h. Controller hängt, aus und gehe max. 50 % über den Nennstrom.

Diese Freude hatte ich bereits. Und ich mache sowas tatsächlich gerne.

Den Dreißiger hatte ich mit 512µs getaktet. Hat nicht geflimmert.

Ich hab preiswerte LEDs von der Stange genommen. Das ging.

MfG hjs

oder aktuelle LEDs.

Ja, solche Programme macht man nicht.

Was mir aber noch so einfällt: Das Platinenlayout wird anpruchsvoll. Wenn man z.B. den 56-er auf einseitig machen will, dann könnte die KI vielleicht nützlich sein. Ich habe keine Ahnung, ob das geht.

MfG hjs

Ja, aber du arbeitest mit einem fertigen Display. Da musst du nehmen was als LED verbaut ist.

Charlieplexing kann man machen wenn es sonst nicht anders geht. Aber wenn man genug I/O hat oder ein externer I/O-Expander nicht stört, dann lieber so.

Gerrit

Hi Gerrit,

Watchdogs sind bereits erfunden und weil sie so praktisch sind, gibt es sie quasi in jedem µC bereits eingebaut.

Marte

Auf der anderen Seite, wenn du den Watchdog wirklich brauchst stimmt was mit deinem Code oder deiner Schaltung nicht.

Gerrit

Es kann auch ein Fehler in der Programmlogik vorliegen. Da hilft ein Watchdog nicht.

Wer hatte Angst vor dem abschmierenden Programm?

Marte

Hi Peter,

Oft schon. Aber darum gings doch gar nicht. Hier hatte Gerrit Angst, dass sein Programm, aus unerfindlichen Gründen - weil programmieren kann er ja - abschmieren könnte und dann das Display mit Überstrom himmeln könnte. Dagegen hilft ein Watchdog durchaus. Selbst bei unsauber programmiertem Code kann das in solchen Fehlerfällen helfen, wieder in einen geordneten Betriebszustand überzugehen, und zumindest die Überlastung des Displays zu vermeiden. Ich hab nicht behauptet, dass sonstige Funktionen dann auch noch tun. Aber ja, der Watchdoch konfiguriert sich nicht selbst.

Marte

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