Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil

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Sebastian Helbing schrieb:


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Hallo Sebastian,

mit der Beschriftung ist es der SF215D; bei den Miniplast-Transistoren
der DDR-Fertigung stand in der oberen Zeile der Typ, wobei das "S" für
Silizium und die Hunderterstelle des Types weggelassen wurden; in der 2.
Zeile kam die Kennung für die Stromverstärkungsklasse; hier "D" und ein
Kürzel für die Serie oder den Herstellungszeitraum - da bin ich mir
nicht sicher.

Die Stromverstärkungen waren für Si und Ge getrennt festgelegt:

Silizium:
A  18-35
B  28-71
C  56-140
D  112-280
E  224-560
F  450-1120

Germanium:
A  18-35
B  28-56
C  45-90
D  71-140
E  112-224
F  gab's nicht

Viele Grüße
Thilo




Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil
Hallo,

jetzt muss ich mir mal selber antworten, bzw. etwas nachschieben.

ich wrote:

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Ich habe den Kernteil der Schaltung jetzt mal in LTSpice simuliert ...
die Ausgangsspannung ist ziemlich unabhaengig von den Zenerspannungen
(abgesehen von der Referenz, die aber eher ein paar 1/10V zu hoch liegt).
Was aber einen grossen Einfluss hat sind die Transistoren, bzw deren
Ungleichheit, im Differenzverstaerker (wer haette es gedacht :-)


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... und wahrscheinlich dabei keine ordentlichen Paerchen erwischt hat.
Umso dringender also meine Frage, was man als Ersatz fuer einen SF215D
verwenden koennte. Ueber den schon erwaehnten 2N3710 bin ich auf den
BC547B gekommen ... von den Eckdaten scheint er nicht ganz verkehrt zu
sein. Wenn keine anderen Hinweise kommen, werde ich es wohl mal mit dem
probieren.

Schoene Gruesse,
Sebastian
--
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                                               Craig Conway

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil
snipped-for-privacy@ida.interface-business.de meinte am 29.08.03:


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Hier die Daten

Übergangsfrequenz:              100 MHz
Kollektorstrom max:             100 mA
Kollektor-Emitterspannung max:   15 V
Emitter-Basisspannung max:        5 V
Kollektor-Basisspannung max:     20 V
Verlustleistung:                200 mW

aus "Transistor-Vergleichsliste". Als Vergleichstypen sind dort z.B.  
angegeben: 2SC460 und BF185

      MfG
              Udo
--
 * UseNet ** GerNet ** Z-/T-Netz ** Fido ** CyberNet ** DOMINO * Leipziger *
 *> Elektron BBS * ISDN/V.90 : 0341-4410686/4411747 * www.elektron-bbs.de <*
We've slightly trimmed the long signature. Click to see the full one.
Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil
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Das ist sicher die Edelvariante ... trotzdem muss das Netzteil ja
irgendwann auch mit Einzeltransistoren funktioniert haben :-)

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Hmm ... habe ich jetzt nicht danach gesucht. Ich habe jetzt einfach zwei
nach h_fe selektierte BC547B mit gleichem Datecode von einem
"Markenhersteller" (Philips) eingebaut. Die Schaltung funktioniert
immer noch ... aber mit dem gleichen Fehler: die max. Ausgangsspannung
wird nicht erreicht.

Schoene Gruesse und vielen Dank fuer die Antwort,
Sebastian



--
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                                               Craig Conway

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil
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Gut ... jetzt sind zwei BC547B drin ... das Problem bleibt aber leider
bestehen.

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Hmm ... wahrscheinlich schon, ich habe ihn direkt von einem
freundlichen Statron-Mitarbeiter bekommen. Sieht wie ein eingescanntes
Papierdokument aus. Bei den Transistoren der Diff.-Verstaerker ist
allerdings keine Anmerkung dabei. Scheint also nicht sooo kritisch zu
sein.

Schoen Gruesse und vielen Dank fuer die Antwort,
Sebastian

--
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                                               Craig Conway

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil
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Ah gut zu wissen.

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Vielen Dank ... wenn ich das recht sehe, liege ich ja dann mit meinem
BC547B (Stromverstaerkung 200-450) gar nicht so falsch ... Vce passt
auch!

Schoene Gruesse,
Sebastian

--
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                                               Craig Conway

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil
Sebastian Helbing schrieb:

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Hallo Sebastian,

leider ist die Z-Spannung stromabhängig. Bei SZX18 liegen 5 mA zugrunde.
Vielleicht hast Du mehr gehabt.

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"Frische Transistoren": Wenn's auch nichts nützt, schaden wird's nicht.
Natürlich gehen hier irgendwelche Allerweltstypen wie z.B. BC546.

Das Problem liegt aber vermutlich wo anders. Vielleicht hat sich an der
Referenzspannung etwas geändert. Der Ladeelko könnte z.B. früher mal
eine Kapazität gewesen sein. Oder eine der Gleichrichterdioden spielt
nicht mehr mit. Auf jeden Fall sollten die Hilfsspannungen in Ordnung
sein. (Eine Reihenschaltung von Z-Dioden 6,8 und 8,2 ergibt 15 Volt,
erhöht die Verlustleistung und minimiert den TK.)
Vielleicht ist auch etwas an der Vorlast faul. Der Strom durch T7 sollte
bei Ua30%V etwa 10...15 mA betragen (W13).
Oder die Strombegrenzng sieht sich zum Eingreifen veranlaßt. Man kann
das durch Auftrennen von D9 oder der Basis von T10 abstellen.

Wenn alles in Ordnung scheint, dann mußt Du mit dem angepaßten W26 leben.
Bei Geräten bis Baujahr 1971 ist W2647%K.

MfG
hjs

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil
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Bei der Stabilisierung der Hilfsspannung wohl schon (die liegen auch am
deutlichsten ueber ihrem Wert) ... das will die Schaltung aber so, da
der Strom von entsprechen beschalteten Stromquellen geliefert wird.
Durch die Diode zur Refernzspannungserzeugung fliessen knappe 6mA ...
also nicht weit weg von der Spec.

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Es sind jetzt BC547B (gepaart nach h_fe) mit gleichem Datecode drin ...

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... sieht so aus, denn die Ausgangsspannung ist immer noch zu niedrig.

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Die ist eher ein paar Zehntelvolt zu hoch.

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Etwas Ripple ist schon da ... aber nicht zu dramatisch. Die Spannung an
Elko bleibt immer _deutlich_ ueber der max. Ausgangsspannung ... auch
unter Volllast. Alle anderen Elkos (Hilfsspannung) habe ich schon
erneuert.

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Auch die sind noch OK ... die Ausgangsspannung ist ja auch sauber (auch
unter Last bei max. Strom/Spannung), nur kann man eben nicht die max.
Spannung von 30V einstellen.

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Hier liegen +16.3V und -16.4V vor ... ich denke, das ist im gruenen
Bereich ... zumal mir eine Spice-Simulation gezeigt hat, dass selbst
groessere Unterschiede zw. pos. und neg. Versorgungsspannung nur ganz
unwesentlich auf die Ausgangsspannung durchschlagen.

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Habe ich gerade gemessen ... an W55 (82Ohm) liegt ein knappes Volt an
... es fliessen also ca. 12mA.

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Nein, die bleibt still bis sie berechtigterweise eingreifen darf ...
auch bei Maximalspannung (derzeit 27V) kann ich ein volles Ampere
ziehen. man sieht auch sehr schoen (hochohmiger Tastkopf) an den
Katoden von D8/9 oder an der Spannung ueber den jeweiligen Dioden (0.5V
Durchlass oder deutlich negativ), welcher Regler (Strom oder Spannung)
sich gerade um die Endstufe kuemmert.

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Sieht ganz so aus ... aber jetzt wo ich wirklich keinen anderen Fehler
gefunden habe, ist meine Hemmschwelle dazu deutlich gesunken :-)

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Ich weiss das Baujahr leider nicht ... ich habe jetzt einfach auf der
Platinenrueckseite einen 470K-Widerstand parallel zu W26 geloetet, das
ergibt ca. 55K. Das Geraet laeuft damit schon eine Stunde ohne zu
stinken und zu rauchen ... ich glaube, ich kann es so wieder
zuschrauben.


Schoene Gruesse und vielen Dank fuer die vielen Vorschlaege,
Ciao Sebastian

--
".NET ist das Asbest der Informationstechnik"
                                               Craig Conway

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil
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Erst einmal vielen Dank an alle, die mir mit Rat und Tat zur Seite
gestanden sind. In meinen Antworten zu den entprechenden Postings bin
ich ausfuehrlicher auf die Vorschlaege eingegangen.

Nur soviel an diese Stelle: nachdem ich keinen anderen Fehler gefunden
habe, habe ich doch W26 auf 55K verringert und die max.
Ausgangsspannung auf 30V justiert. Das Geraet lauft damit jetzt schon
eine gute Stunde unter Last problemlos. Was mir nur noch aufgefallen
ist: Als Laengstransistoren (2 parallel) sind KU605 statt wie im
Schaltplan vorgesehen KU607 verbaut.

Schoene Gruesse,
Sebastian

--
".NET ist das Asbest der Informationstechnik"
                                               Craig Conway

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil

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Diese beiden Typen sind sich sehr ähnlich.  Möglicherweise wurde bei
Beschaffungsproblemen (war ja schließlich Import-Ware von Tesla) dann
der andere ggf. eingesetzt.

Spätere Versionen dürften stattdessen KDxxx benutzt haben (oder SDxxx
aus DDR-Produktion), deren h21e ist nicht so extrem Ic-abhängig wie
der der KU6xx, die ja Schalttransistoren sind.  In den 70er Jahren gab
es aber außer diese KU's nichts anderes in dieser Leistungsklasse in
der DDR, die wurden sogar in NF-Verstärkern mißbraucht. ;-)
--
J"org Wunsch                           Unix support engineer
joerg_wunsch@interface-systems.de        http://www.interface-systems.de/~j /

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil

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Ich denke schon.  Die 2N3055 haen seinerzeit schweinische
Schwarzmarktpreise hierzulande gehabt...
--
J"org Wunsch                           Unix support engineer
joerg_wunsch@interface-systems.de        http://www.interface-systems.de/~j /

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil
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Das ist in der Tat die klassische Loesung (ich weiss auch nicht, warum
Dynacord die ignoriert hat) ... aber leider hier nicht so einfach zu
realisieren, da das Ganze bereits auf einer Platine aufgebaut ist ...
die muesste ich dazu patchen [*]. Ich werde einfach einen zusaetzlichen
Widerstand vom Schleifer zum negativen Ende auf der Platinenrueckseite
loeten ... das faellt nicht sehr auf und sollte funktionieren. Das Poti
hat 25k, schon mit einem 100K weicht das ganze nicht mehr sehr von der
urspruenglich linearen Verstellkurve ab.

Ciao Sebastian  

[*] ist dann eine Loesung, wenn ich jemals mein Vorhaben realisieren
sollte, die verbrannte Platine zu rekonstruieren ... Dynacord kann eh
keinen orginalen Ersatz mehr liefern.

--
".NET ist das Asbest der Informationstechnik"
                                               Craig Conway

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil

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KT808: U[CER] = 130 V, I[Cmax] = 10 A, npn.  Das ,M' steht dabei für
eine Gehäusemodifikation, statt des alten ,,typisch russischen''
Spezialgehäuses wurden bei diesen Serian dann TO-220 benutzt.

(Quelle: http://www.qrz.ru/reference/kozak/BIPOL/bih20.htm )

KT8801 gibt's dort nicht, bist Du Dir da mit der Bezeichnung sicher?
--
J"org Wunsch                           Unix support engineer
joerg_wunsch@interface-systems.de        http://www.interface-systems.de/~j /

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil
Jörg Wunsch schrieb:
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Danke dir. Kannst du mir auch noch die anderen Angeben übersetzen? Ich
kann so schlecht russisch.
 
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Das ist die Chargennummer, kein Typ, hatte es sicherheitshalbe mit
angegeben. Hatte versuch ihn mit BUX48A und KU607 zu tauschen, aber kein
Erfolg. Will net so richtig anschwingen der HSG 1. Vorschläge für
Ersatztypen?

Gruß Immo.

Re: Ost-Transistor in STATRON Netzteil

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Die Erklärungen findest Du auf
http://www.qrz.ru/reference/kozak/BIPOL/bih04.htm

Füttere die Seite in http://babelfish.altavista.com/ rein, das
Resultat sieht gar nicht so schlecht aus.  `stress' ist in diesem
Falle `voltage' (ist eben beides eine Spannung, im Deutschen genauso
wie im Russischen), `gear ratio' ist die Stromverstärkung, `direct
current' ist der Flußstrom, `scattered power' die Verlustleistung.
Das leuchtet aber einigermaßen ein.

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Ach so, das Herstellungsdatum.  1. Woche 1988.

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Ich würde nicht versuchen, den durch einen Schalttransistor zu
ersetzen, die sind ziemlich nichtlinear in ihrer Stromverstärkung.
Nimm mal eher einen guten NF- oder mittleren HF-Transistor (so schlimm
kann es mit der Frequenz ja nicht sein, ft wird mit 10 MHz angegeben).
--
J"org Wunsch                           Unix support engineer
joerg_wunsch@interface-systems.de        http://www.interface-systems.de/~j /

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