Beschaltung Chipkarten Kontaktiereinheit

Jul 14, 2010 16 Replies

Hallo,



ich habe hier bei einer Anwendung Chipkartenkontaktiereinheiten eingesetzt. Es gibt passende Karten mit 6 und 8 Kontaktflächen. Die



6-poligen machen keine Probleme, aber die 8-poligen verursachen gelegentlich einen Kurzschluss auf der 3,3V Versorgung, was zum Rechnerabsturz führt.

Wir haben das Problem jetzt dadurch gelöst, dass wir mit einem 100 Ohm Serienwiderstand die Sache kurzschlussfest gemacht haben. Es gibt auf der Kontaktiereinheit aber auch noch einen Schalter, mit dem man die Stromversorgung erst dann einschalten könnte, wenn die Karte richtig eingesetzt ist.



Was wäre denn hier die richtige Lösung?



Mir ist momentan die Lösung mit dem Widerstand sympatischer.



Gruß



Stefan DF9BI


Am 14.07.2010 08:27, schrieb Stefan Brröring:

IMO: Den Schalter nutzen, dazu eine Strombegrenzung, z.B. in Form eines kleinen Spannungsreglers oder einer selbstheilenden Sicherung.

Mir überhaupt nicht, denn dadurch bricht die Spannung bei Stromspitzen stark ein. Das kann je nach Kartenfabrikat später noch mächtig Ärger machen.

Hergen

Die Lösung mit dem Schalter finde ich nicht gut, weil die das Problem nicht generell löst. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass gelegentlich mal irgendwelches Zeugs in den Kartenleser gestopft wird, z.B. Papierschnipsel. Das könnte dazu führen, dass der Schalter frühzeitig auslöst und nicht mehr sicher gegen den Kurzschluss schützt. Außerdem könnte auch jemand auf die Idee kommen, etwas metallisches hineinzustopfen und so einen Kurzschluss verursachen.

Der Kartenleser würde in beiden Fällen vermutlich sowieso nicht mehr funktionieren, aber das ist weniger gravieren, als wenn der Rechner abschmiert.

Ich werde wohl die 3.3V für die Chipkarten mit einem separaten Festspannungsregler aus den ebenfalls vorhandenen 5V erzeugen...

Gruß

Stefan DF9BI

Wenig gesagt was das für Chipkarten sind. Ausser ISO7816 gibts ja auch simple EEPROMs.

Für ISO 5V war mal Artikel in ominösen Zeitschrift in Arbeit:

formatting link
Hängt an Portpins eines 5V Controllers GP32 der per Timer den Takt erzeugt.

Aber da wäre heute wohl Änderung für Umschaltung auf 3,3V fällig.

MfG JRD

Danke für die Info, sieht interessant aus, werds mal durchlesen...

Es geht übrigens um simple EEProm Karten 24LC16

Gruß

Stefan DF9BI

Mir auch. Ein Schalter geht irgendwann kaputt, der Widerstand dagegen nicht wenn er leistungsmaessig fuer Dauerkurzschluss ausgelegt ist.

Man sollte aber mal untersuchen warum die 8-poligen solche Probleme machen, da ist mit dem Design der Pads was falsch. Bei 3.3V und 100ohm koennten schlimmstenfalls ueber 30mA in eine Substratdiode fliessen. Wenn der Chip auf der Karte das aushaelt, ok.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Und gegen fiese Strompeaks der Karte könnte man noch einen C gegen Masse spendieren, der das bissl überbrückt...

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Hab ich auch schon dran gedacht, nur wenn der C zu groß ist, brennen beim Kurzschluss die Kontakte weg.

Gruß

Stefan DF9BI

Falls der Kurzschluss auf der Karte tatsaechlich in eine Substratstrecke geht wuerde das dann ordentlich freigebrannt :-)

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Klar - dann regelt sich das von alleine mit den Schrottkarten :)

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

OMFG! Denkt hier eigentlich auch nur *einer* mit?

Natürlich soll der Schalter nicht die Versorgung der Karte schalten. Der soll signalisieren, daß die Karte komplett eingeschoben ist. Dann kann man die Versorgung der Karte zuschalten. Natürlich strom- begrenzt und womöglich auch mit einer Angstsicherung.

XL

Und welchen Grund hast du zu der Annahme, der Schalter würde eher kaputt gehen als die anderen Kontakte? Natürlich haben diese Kontaktiereinrichtungen ein begrenztes Leben. Und eine vom Hersteller spezifizierte Mindestzahl an Steckzyklen. Danach sollten sie ohnehin ausgewechselt werden.

Also nochmal: was nutzt dir der unkaputtbare Widerstand, wenn die Karte nicht mehr sauber kontaktiert wird?

XL

Normalerweise wird die Kontaktflaeche bei solchen Anlagen im Zuge der PM turnusmaessig gereinigt. Beim Schalter kannst Du das nicht.

Kann aber sein dass ich das missverstehe. Ich bin jetzt von diesen bei Euch ueblichen Karten mit den Kontaktfeldern ausgegangen. Telefonkarten, Bankkarten und so.

Gruesse, Joerg http://www.analogconsultants.com/ "gmail" domain blocked because of excessive spam. Use another domain or send PM.

Weil die Kontakte immer von den Karten blankgerubbelt werden, die Schalter dagegen nicht.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Es gibt zwar unterschiedliche Varianten aber bei den billigen schleifenden Typen für wenig Steckzyklen war gängig daß die Karte die beiden Kontakte trennt.

MfG JRD

Ahja; ich kenne eigentlich nur welche, bei denen die Karte irgendwie auf den Betätiger für den Kontakt drückt.

-ras

Ralph A. Schmid http://www.dk5ras.de/ http://www.db0fue.de/ http://www.bclog.de/

Ralph A. Schmid, dk5ras schrieb:

In der Praxis sieht's dann aber eher so aus, daß die Kontake jeglichen Dreck einsammeln.

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required