NF-Verstaerker fuer Schulbetrieb absichern

Jun 06, 2008 19 Replies

Hallo NG,



nachdem es gerade ums Verstaerkerquaelen und die Schule ging, fuehre ich das mal zusammen:



Ich bin dabei, einen universellen NF-Verstaerker fuer die Physiksammlung meiner ehemaligen Schule zu bauen. Dazu habe ich auf einer Platine von ELV mehr oder weniger die Standardbeschaltung eines LM3886

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aufgebaut, weil der lt. Hersteller ja gegen alles schon geschuetzt ist ;-)



Nun muss das Ganze aber den Haerten des Schulbetriebs widerstehen (wie der Leiter der Physiksammlung es ausdrueckte: "lehrersicher" sein). Betrieben werden mit dem Ding eben nicht nur Lautsprecher, sondern auch Birnchen, Spulen, ein Steuereingang eines Lasers etc.



Was wuerdet Ihr an Schutzschaltungen empfehlen? Auf jeden Fall rein kommen natuerlich:



-Netzfilter und -Sicherung



-Sicherungen in den Versorgungspannungszweigen



-Temp.-Schalter auf dem Kuehlkoerper, selbiger ueberdimensioniert



-Kondensator im Eingang gegen Gleichspannungen



und sonst?



-Dicker Elko im Ausgang?



-Serien-R mit 1 Ohm oder so im Ausgang als Kurzschlussschutz?



Danke und Gruesse, Michael


Michael Hoereth - MCH-RIPE - Munich, Germany

Hm..ich hab ja auch mal Schulzeugs entwickelt. Da gab es drei Klassen:

  1. Normalsicher
  2. Idiotensicher
  3. Kindersicher.

Letzeres war natuerlich am schwierigsten. :-)

Alle Anschluesse muessen mindestens 230V abkoennen und Kurzschlussfest sein. :-D Ich wuerde ja sagen es ist einfacher das IC zu sockeln und ein Tuete mitzuliefern.

Wenn das Geraet mit Gleichspannung betrieben wird dann wird die natuerlich immer mal verpolt angeschlossen. Ausserdem musst du immer damit rechnen das einer am Ausgang eine fette Induktivitaet anschliesst um beim abschalten ordentlich Hochspannung zu erzeugen.

Allermindestens!

Olaf

Michael Hoereth schrieb:

Als Lehrersohn empfehle ich einfach einen IC-Sockel, den Schaltplan im Gehäuse eingeklebt und ein Fach für ein paar Ersatz-ICs.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

und ich als Lehrersohn kann Dir sagen, dass das in diesem Fall wahrscheinlich schon mit einer Taschenlampe und Ersatz- birnchen nicht funktionieren wuerde. Erfahrung ;-) Es ist ein humanistisches Gymnasium...

Nein, da muss schon ein bisschen Betriebssicherheit eingebaut werden.

Gruesse Michael

Michael Hoereth - MCH-RIPE - Munich, Germany

Das wird aber schwierig das arme IC vollständig zu schützen. Ich halte es für übertrieben und bevorzuge hier eine russische Lösung: Einfach, direkt!

- Henry

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Henry Kiefer schrieb:

Begegnung zweier Lehrers=F6hne ;-)

--=20 mfg hdw

Es gibt den LM3886 leider nicht mit Loktalsockel und Ziehgriff...

Gruesse Michael

Michael Hoereth - MCH-RIPE - Munich, Germany

Russischer Pragmatismus ist der beste Berater. Diskreter Aufbau könnte daher von Vorteil sein.

Thomas

Horst-D.Winzler schrieb:

Überzüchtet eben.

- Henry

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Du meinst ein Physiklehrer schafft noch nicht einmal einen IC-Sockel richtig zu benutzen? Oder verbietet das die Versicherung?

- Henry

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Hallo Michael, Joerg hat sich ja noch nicht gemeldet, aber der w=FCrde wohl sagen: "Nimm R=F6hren! Die sind nicht so empfindlich." :-) Grunds=E4tzlich gibt es verschiedene Verst=E4rker-ICs, die schon weitgehende Schutzschaltungen eingebaut haben. Ob das f=FCr den LM3886 auch zutrifft, kann ich jetzt nicht sagen. Da gibts andere Leute hier, die sich da besser auskennen. Zus=E4tzlich w=FCrde ich auf jeden Fall eine Schaltung f=FCr Einfach- Versorgung nehmen und einen Verpol- schutz mit Reihendiode. Als Serien- widerstand einen 2 Ohm Leistungswider- stand; die meisten ICs vertragen das dann auch als Dauerlast. Gruss Harald

...mit Röhren! :-)

SCNR, Stefan

An Eingang und Ausgang jeweils zwei Dioden in Sperrichtung zu den Versorgungsspannungen. An der Eingangsbuchse einen 10kOhm Widerstand.

Im Netzteil eine Ausschaltung bei Überlast, für den Fall, dass die parasitären Thyristoren im IC zünden.

Siehe auch das hier:

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Gruss, Stefan

Aber bei dem Klientel kommen nur die alten Wehrmachtsroehren im Stahlgehaeuse in Frage. Gusseisern halt. :-D

Olaf

Na Jungs, an Roehren hatte ich ganz kurz auch mal gedacht. Schliesslich sorgen die bei mir hier fuer die Musik. Aber bei geforderten

20...40W muss das schon was im Gegentakt sein, z. B. Klein & Hummel V30, und da gehen schonmal 200 Steinchen fuer Kupfer und Blech weg... Und vom Gewicht ganz zu schweigen.

Gruesse Mi-heute nicht-chael

Michael Hoereth - MCH-RIPE - Munich, Germany

Ok.

Da habe ich schon mitteltraege Schmelzsicherungen. Sollte reichen...?

Sehr interessant, danke. Kommt in den Eingang.

Gruesse Michael

Michael Hoereth - MCH-RIPE - Munich, Germany

Er laesst es - in genauer Einschaetzung seiner Grenzen - sein.[1] Defekte Kabel wechseln oder so, kein Problem. Elektronik - das geben wir dem Hoereths-Bubm. Und bis jetzt hab ich auch alles wieder hinbekommen, mit einem besonderen Ehrgeiz bei den Sachen, die Leybold/Phywe/Neva als irreparabel oder zu halt abgelehnt hat.

Gruesse Michael [1] Sokrates lehrt uns: Nur der ist weise, der weiss, dass er nichts weiss. Ich sagte es schon, humanistisches Gymnasium...

Michael Hoereth - MCH-RIPE - Munich, Germany

Michael Hoereth schrieb:

Weisheit ist den eigenen Erkenntnishorizont richtig einzuschätzen, soll heißen: Ich laß die Finger von Sachen die ich eh kaputtmache.

Das allerdings Firmen mit "zu halt" den eigenen Schraubenverdreher nicht mehr zücken wollen, erstaunt mich doch.

- Henry

www.ehydra.dyndns.info

Michael Hoereth schrieb:

Was spricht gegen Polyfuses?

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Ich erinnere mich, daß zu meiner Schulzeit mit ihren meist nur beschränkt fähigen Physiklehrern, Sicherungen immer dann durchbrannten, wenn die ganze Klasse gerade auf den Versuch gespannt war. :-(

Gruß, Jürgen

GPG key: http://pgp.mit.edu:11371/pks/lookup?search=J%FCrgen+Appel&op=get

Die paedagogische Wirkung? Wenn das Ding vier Wochen in Reparatur ist, passt man vielleicht beim naechsten Mal besser auf... (Diesen Tip bekam ich hier, als ich vor einiger Zeit ein grosses Zeigerinstrument reparieren musste).

Im Ernst: Sind die nicht zu traege, um einen Leistungs-IC zu schuetzen? Ich hab sowas im einem Akkupack, da geht das wunderbar als Kurz- schlussschutz, aber fuer echte Elektronik?

Gruesse Michael

Michael Hoereth - MCH-RIPE - Munich, Germany

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