Netzwerkleitungen selbermachen...

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Hallo Leute



Ein Bekannter will seine CAT Kabel Selbermachen. Jetzt hat er mir eine
eigentlich einfache aber interessante Frage gestellt.



Soll er den Schirm einseitig oder beidseitig auflegen?



Also bei Audio is ja klar.... wegen den Brummschleifen. Aber bei LAN-Kabeln?
Das ist doch differentielle Übertragung, oder? Soweit ich weis, sind die
Buchsen eh isoliert. Gibt's da Spezifikationen? Hab leider nix gefunden im
Netz. Google produziert auch nur noch Mist (gefakte Ergebnisse)



MFG, Franz



Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
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Beidseitig!

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...


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Mal ganz ehrlich: CAT5 ist auf UTP spezifiziert und das heisst immer noch
Unshielded Twisted Pair. Ich hab bisher immer die ganz billigen ISDN-Teile
zum Herstellen meiner Patchleitungen verwendet. die machen genau den selben
Dienst.
Vor ca 6 Jahren hab ich mal CAT5 Dosen optimiert und mich da ziemlich tief
reingearbeitet. Da wird ziemlich viel MĂŒll erzĂ€hlt und noch viel mehr Geld
abgezockt...

Martin



Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
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Mal ganz ehrlich: Wenn man halbwegs sicher keine Störungen haben will
und wenn man bei anderen keine Störungen verursachen will, nimmt man
STP! Wenn man schon die besseren STP hat, dann schließt man die auch
vernĂŒnftig an und das heißt: Beidseitig Masse auf das Blech. Punkt.

Bei mir haben sich schon jĂ€mmerlich Leute beschwert, daß eine 150m
entfernte Installation eines Firmennetzwerkes alle möglichen Frequenzen
zunebelt. Wenn du weiter so einen Unsinn erzÀhlst, kann ich dir mal ein
paar betroffene vorbei schicken. ;-)

La - Hochfrequenz ist doch nur ein GerĂŒcht von Abzockern - rs

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...

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Quark. Selbst Gigabit Ethernet ist noch fuer UTP (Cat5e)
spezifiziert und laeuft damit auch einwandfrei. 10/100
Ethernet ist sowieso kein Problem ueber UTP. Das
'TP' ist recht gut in der Verhinderung von Stoerungen
in beide Richtungen.


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Yellow Cable? RG58? Da wird noch mit richtig Leistung
gearbeitet, im Gegensatz zu UTP.


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Hm... Wie machen die das nur in den anderen Laendern in denen
UTP in dicken Buendeln verbaut wird? Oder gibts diese spezielle
HF nur in D?

 Gerrit

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...

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Danke Gerrit, hĂ€tte ich sonst schreiben mĂŒssen ;-)

TP ist schon so gut, dass es mit den benachbarten Leitungen keine Probleme
gibt, (Durchschnittlicher Abstand im Millimeterbereich) funzt und keine
Störungen macht. Aber es soll ja schon immer Leute gegeben haben, die das
Gras wachsen hören.

Wenn ich aber in einer Maschinenhalle 100 m Kabel legen mĂŒsste wĂŒsste ich
schon auch wohin mit einem Schirm. bei <10 m Patchkabel weiss ichs aber
auch. Machs wer will, ich weiss, dass es sinnlos ist.

Martin



Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
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Das ist was fuer Glasfaser... Verhindert Probleme mit
Potentialunterschieden. Kostet etwas mehr, aber dann
ist garantiert Ruhe.

 Gerrit

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
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                              ^^^^^
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Ihr seit schon zwei so superfunzeln! Steckt den Kopf bitte noch tiefer
in den Sand! Nur weil ich euch vielleicht noch nie mit Funktechnik
auseinander gesetzt habt, bzw. im Millivoltbereich Schluß ist, bedeutet
das doch eher nicht, daß das auf den Rest der Menschheit zutrifft. Es
geht hier _nicht_ nur um Störungen benachbarter Datenkabel, sondern es
gibt auch noch so etwas wie _Funkdienste_!

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Genau, weil dich Störungen anderer nicht interessieren. Ich weiß, daß es
stört, weil ich es jederzeit ausprobieren kann. Mit einem nassen Finger
als Antenne sind bereits in einigen Metern Abstand deutliche Störungen
zu vernehmen, aber die PNP-Fraktion hier, die vermutlich noch nie einen
KurzwellenempfĂ€nger gesehen hat, weiß das natĂŒrlich alles besser ohne
sich informieren zu mĂŒssen, bzw. unter Ignoranz aller Informationen, die
man ihnen vor die Nase hÀlt.

Zur Erinnerung: Franz' Bekannter _hat_ anscheinend bereits STP-Kabel und
entsprechende Stecker vorliegen. Keiner hier weiß, wie lang die Kabel
sind, wie viele es sind, wo sie benutzt werden etc. und wollte lediglich
wissen, wie man damit umgeht. Eure Lösung scheint die zu sein, daß man
den Schirm wieder abreißen muß, weil es bei Hochfrequenz ja eh keine
Abstrahlungen gibt! "Ich hab unspezifiziertes Kabel genommen und zwei
Computer konnten trotzdem Daten austauschen." Das muß man an dieser
Stelle als Grundsatzdiskussion unbedingt anbringen, statt ihm einfach
nur kurz zu erklĂ€ren, wie man das Zeug anschließt. So ein GeplĂ€nkel
Erleichtert das eigene Gewissen, wenn man die Landschaft mit HF
verseucht, richtig?

Ihr seid meine Helden! Wirklich!

Lars

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...

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        ^oder VHF ...

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
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Schon klar... Nur darfst du jetzt mal erklaeren wie der Rest der
Welt, der ungeschirmte Kabel in dicken Buendeln verlegt, solche
Probleme vermeidet. Auch dort gibt es Funkdienste, Radio, Fernsehen.


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Gemessen wie? Mit welcher Netzwerktechnik? Kabel waren ungeschirmt oder
geschirmt aber die Schirmung nicht oder nur einseitig angeschlossen?



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Ich habe einen und der funktioniert auch in der Naehe von
ungeschirmten Netzwerkkabeln...

 Gerrit

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
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Das ist Quatsch! Ich arbeite bei einem Konfektioneur und bei uns werden
ebenfalls nur STP Kabel mit beidseitig angeschlossener Schirmung verbaut. UTP
ist fĂŒr ISDN durchaus verwendbar aber bei Netzwerkanwendungen ist STP
gĂŒnstiger.


Gruß
Thomas



--
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Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
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Und wo werden die hingeliefert? Ausserhalb von D sehe ich deutlich
mehr UTP als STP und die USA sind komplett UTP-only.


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Pssst... erzaehl das nicht den Netzen die ich benutze.

Das groesste Problem mit STP sind Potentialunterschiede und
daraus resultierende Ausgleichsstroeme ueber die Schirmung.
Das kann von 'laestig' bis 'ungesund' gehen. Sowas sollte
nicht vorkommen, aber real existierende elektrische Anlagen
sind leider nicht immer ideal. Bei UTP kann sowas nicht
vorkommen.

Andere Probleme mit STP sind der Durchmesser, UTP-Verlegekabel
bekomme ich mit 24AWG-Leitungen, 4 Paare in 5mm
Leitungsdurchmesser was die deutlich weniger Aufwand bedeutet
und die Biegesteifigkeit von Patchkabeln. Die meisten sind sehr
starr verglichen mit UTP. Das ist ungemein laestig bei der
Verlegung in Kabelarmen bei Rackmountservern.

Der letzte Nachteil ist die eingeschraenkte Farbvielfalt...
In STP kann ich nur weiss, rot, blau, gruen, gelb und grau
finden. Das ist etwas wenig. Kennst du eine Quelle die
andere Farben in STP liefert? Ich meine damit rosa, pink,
hellgruen, hellblau, dunkelrot, lila, schwarz, braun.

  Gerrit

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
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Nein, da koppeln dann die ĂŒber den PE vagabundierenden Impulsströme  
induktiv ein... In einer verPENten Installation[0] hat man weder
geschirmt noch ungeschirmt eine Chance. Da hilft wirklich nur, die
Elektroinstallation in Ordnung zu bringen.

Danach plĂ€diere ich dann fĂŒr STP. Die Rauschglocke ist eh schon stark
genug.

GrĂŒĂŸe

Stefan

[0] <http://www.ub.uni-duisburg.de/volltexte/hrz/pen/

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
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Genau das soll die Verdrillung der Paare aber verhindern.

 Gerrit

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...

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Genau da liegt der Haken begraben... Wenn irgendwas einkoppelt, dann in der
Tat induktiv und dagagen hilft ein Aluschirm quasi gar nicht. Dann mĂŒsstest
Du schon magnetisch schirmen und das tut auch keiner. Die DĂ€mpfung durch im
Schirm entstehende Wirbelströme hast Du auch, wenn der Schirm nicht auf
Masse liegt, also auch egal in diesem Fall. Die Wirkung des Masseschirmes
bezogen eines erdfreien symmetrischen Übertragungskanals, sei auch mal
kritisch hinterfragt. Mir fallen da erheblich mehr GrĂŒnde ein, warum ich auf
diesen Schirm verzichten wollte...
Durch eine stetige und gleichmĂ€ĂŸige Verdrillung mit einer Steigung, die
hinreichend klein gegenĂŒber der WellenlĂ€nge ist symmetriert man die
Abstrahlungen / Einkopplungen so schön, dass sich das wenige, was in einem
FlĂ€chsenstĂŒck abstrahlen könnte vom benachbarten wieder kompensiert. Das
funktioniert sogar innerhalb des kabels, da die einzelnen Paare mit
unterschiedlicher Steigung verdrillt sind. Die laufen sogar noch eher
Ă€hnlicher, als die Kopplung nach aussen und erreichen dennoch eine sehr
passable Trennung untereinander. und die liegen wirklich auf engstem Abstand
nebeneinander.
Ganz im Ernst, CAT V ist UTP spezifiziert und dabei haben nicht nur
Dummköpfe mitgeredet, auch wenn die Norm in der Tat ein wenig mit der
heissen Nadel gestrickt wurde. Es reicht ĂŒppig, auch wenn Dus nicht glauben
willst.

Martin



Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
"Martin Schönegg"

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Bei der induktiven Kopplung erzeugt ein sich zeitlich Àndernder Strom
ein Magnetfeld, das in einer anderen Leiterschleife eine Spannung
induziert. Dadurch treten magnetische Kopplungen auf. Diese Kopplungen
sind um so grĂ¶ĂŸer, je stĂ€rker die StrömĂ€nderungen sind.
Auch hier stellt eine Schirmung der Signalleitung den besten Schutz
dar. Denn im Kabelschirm wird durch das störende Magnetfeld einen
Strom erzeugt, dessen Magnetfeld wiederum dem erregenden Feld
entgegenwirkt. Damit wird aus Sicht des Signalleiters das störende
Feld fast vollstÀndig kompensiert.

Um ein magnetisches Feld erzeugen zu können, das seiner Ursache
entgegenwirkt, ist es aber notwendig, daß der induzierte Strom auch
ĂŒber den gesamten Kabelschirm fließen kann. Daher muß zur
Kompensierung des störenden Magnetfeldes der Schirm auf beiden Seiten
aufgelegt und mit dem Erdpotential verbunden werden.

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Nein, wenn der Schirm nicht beidseitig auf Erdpotential liegt, fehlt
die geschlossene Leiterschleife.

Gruß Willi

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
Willi Marquart schrieb:
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1mm Fe :-)
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Aber nur, wenn er dicker als die Eindringtiefe ist. Und die liegt bei
50Hz und guten, nicht ferromagnetischen Leitern wie Al und Cu auf jeden
Fall höher als mehrere mm vielleicht sogar cm. Der Schirm schĂŒtzt gegen
HF, aber nicht gg. 50Hz Einkopplung.

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Nein, wir wollen auf keinen Fall, daß solche Erdströme im Schirm
fließen, sie verbessern die Wirkung auf keine Weise, verschlechtern sie
normalerwiese wieder. Der Grund: Diese riesige Masseschleife
Schirm/Erdung wirkt wie eine große Rahmenantenne, welche alle Felder,
die diese SchleifenflĂ€che durchdringt empfĂ€ngt und ĂŒber den induzierten
Strom in die Signalleitung einkoppelt. WÀre die Schleife offen, könnte
dieser Strom icht fließen, die ihn induzierenden Felder alleine Treffen
aber die Leitung gar nicht und haben daher keine Wirkung darauf.

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richtig, da es nur um DĂ€mpfung der Felder geht, denen das Kabel selbst
ausgesetzt ist, die also die OberflÀche des Kabels treffen.
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...die wir keinesfalls brauchen könnten!

Martin

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
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der
mĂŒsstest
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Mit Eisen wist Du bei den Frequenzen wahrscheinlich noch nicht mal
glĂŒcklich. Und die HF-tauglichen Materialien sind so spröde, dass as mit
Leitungen auch kein Spaß macht...
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Wen stört eigentlich eine 50 Hz Einkopplung in einer Ethernetleitung? Da
kommt am anderen ende der Leitung ein FerritĂŒbertrager und der lĂ€sst von den
50 Hz ohnehin nix durch. Interessant ist ja wohl nur die Abstrahlung, die
hier moniert wird.
Und die ist irgendwo zwischen Kurzwelle und UKW zu suchen

Martin



Re: Netzwerkleitungen selbermachen...
"Martin Schönegg" schrieb:
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Stört mMn eh nicht, aber irgendjemand wollte sie abschirmen - wir haben
hier (fast) ausschließlich UTP, Eingezogene und Patchkabel von derselben
Rolle.
Aber im Leben des Elektronikers gibt es nicht nur Netzwerkleitungen...

Martin

Re: Netzwerkleitungen selbermachen...

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Danke, fĂŒr die AusfĂŒhrungen, wenn ich das mal frĂŒher gewusst hĂ€tte... ;-)
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Nö, wozu? Die Leiterschleife zieht lokal eine FlÀche auf und genau in dieser
FlÀche wird dann der Wirbelstrom induziert, der wie der Name schon sagt,
lokal im Kreise Fließt und dort ein entgegengerichtetes Feld aufbaut (und
ganz nebenbei natĂŒrlich Verluste produziert, die das Signal dĂ€mpfen).
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Da die Wirbelströme sich um ein Angelegtes Potential herzlich wenig scheren,
fließt nicht ein pA des Wirbelstromes in diese Kontakte. Worin die
Kompensatorische Wirkung in diesem Fall bestehen soll hab ich aus obiger
ErklÀrung nicht entnehmen können.

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Wirbelströme finden sozusagen pers se ihre Leiterschleife, ich glaube Du
solltest Dich mit dem Begriff des Wirbelstromes noch einmal
auseinandersetzen.


Martin



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