Messung der Rauschzahl eines JRC 545 DSP

Mar 12, 2026 Last reply: 4 months ago 4 Replies

Hi,



der JRC 545 DSP ist auf Großsignalfestigkeit ausgelegt, wesshalb die Rauschzahl nicht so niedrig ist.-


-Mittl. Frequenz im KW-Bereich 15.05 MHz, SSB, Bandbreite 2.4 kHz


-Antenneneingang mit 50 Ohm abschließen


-NF-Spannung auf mittleren Wert mit Lautstärkeregler einstellen, mit TRU RMS Spannung messen Unf.


-Rauschgenerator an Antenneneingang anschließen und mit zugeführtem Rauschen die Unf um 3 dB erhöhen (Faktor sqrt(2)). Das entspricht einer Verdoppelung des Eigenrauschen des Receivers.


-dazu notwendig gewesene Rauschleistung in dB/Hz mit Spektrumanalysator und Noise-Marker messen, das waren -147.2 dBm/Hz


-dieser Messwert muss korrigiert werden, weil bei geringem Abstand zum Eigenrauschen des Spektrumanalysators (-152.1 dBm/Hz) das Eigenrauschen in die Messung eingeht


-Korrekturfaktor in diesem Fall -1.8 dB aufgrund des geringen Abstands von 4.9 dB von Messwert und Eigenrauschen des Analysators

formatting link


-Rauschfaktor des Receivers: -147.2 dBm/Hz-1.8 dB-(-174 dBm/Hz)=25 dB



(-174 dBm/Hz ist das Grundrauschen 10*log(k*T/1e-3)



:)


Ist das jetzt viel oder ist das wenig?

ich hatte den JRC 535, den Receiver, und habe 2 Collins Filter eingebaut (die mechanischen) Durch Umschalten war der Rauschpegel deutlich hörbar.

Der 535 mit Collins rauschte überhaupt nicht. NICHTS! (Gehörmäßich) Kannst mit keinem der heutigen Amateur Transceiver erreichen. War jedesmal ein Erlebnis wenn aus dem NICHTS Signale auftauchten.

Einen Nachteil hatte der JRC 535: ZF Durchschlag bei starken Pegeln.

dagegen mußte man eine Mod einbauen mit zusätzlichen Abschirmungen. Und eine Abschaltung für das Display.

Die heutigen Transceiver mit Software Receivern versagen kläglich bei kleinen Signalen und bei großen soweiso.

ANALOG RULEZ!

w.

Am 13.03.2026 um 08:16 schrieb Helmut Wabnig:

Das ist relativ viel, aber der Großsignalfestigkeit geschuldet.-

Der JRC 545 DSP hat ein automatisches Collinsfilter zur Anpassung im Antenneneingang.

:)

Am 12.03.2026 um 23:52 schrieb Leo Baumann: [...]

Ich habe eine genauere Methode gefunden um das Rauschmaß des Empfänger zu messen. Außerdem habe ich vergessen AGC abzuschalten.

Hier die Korrektur:

Y-Faktor-Messung:

formatting link

Grüße

Am 14.03.2026 um 01:29 schrieb Leo Baumann: [...]

Eine neue Messung der Rauschzahl mit der 3 dB-Methode.

Hierbei wird gemessen welche Rauschleistung dem Antenneneingang zugeführt werden muss um das NF-Rauschen zu verdoppeln (+3 dB).

AGC des JRC 545 DSP wird ausgeschaltet. Der Antenneneingang wird mit 50 Ohm abgeschlossen.

Mit einem NF-True-RMS-Pegelmessgerät wurde die Rauschspannung am Kopfhörereingang mit dem Lautstärkeregler auf -17.2 dBm_600_Ohm einestellt.

Jetzt wird mit einem Rauschgenerator am Antenneneingang Rauschleistung hinzugefügt, bis die Rauschspannung am NF-Ausgang auf genau -14.2 dBm_600_Ohm (+3 dB) angestiegen ist.

Diese zugefphrte Rauschleistung wird mit dem Spektrumanalyator mit Noise-Marker gemessen.

Hier waren es -157.4 dBm/Hz_50_Ohm.

Die Rauschzahl des Receivers ergibt sich mit:

NF=-157.4 dBm/Hz - (-174 dBm/Hz) = 16.6 dB

-174 dBm/Hz ist das Grundrauschen 10*log(k*T/1e-3 W)

:)

Join the Discussion

Have something to add? Share your thoughts — no account required.

Didn't find your answer?

Ask the community — no account required