mehr oder weniger logarithmischer OpAmp?

Sep 21, 2005 9 Replies

Hallo,



Wie kriegt man mit einem OpAmp eigentlich am besten eine logarithmische verstärkung eines Audiosignals von einem Mikrofon oder E-Gitarre hin? Sinn der Sache ist ganz einfach, dass beim Festhalten der Saiten das Rauschen und leise schwingende Saiten nicht hörbar sind. Geht das irgendwie mit OpAmps? Oder irgendwie anders?



lg,



Markus -

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ein Rückblick in die entsprechende Vorlesung sagt mir: Diode in der Rückkopplung. Ob das unbedingt die beste Variante ist, weiß ich nicht. Eine Sache würde mich aber noch interessieren: Wenn Du auf dem Weg Deine Störung unterdrückt hast, wie holst Du dann Dein Nutzsignal wieder linear heraus?

Ciao, Holger

Guido Merkel schrieb:

Hallo,

wenn Du das so ganz einfach machst, dann wird das nur ein brutal=20 nichtlinearer Audioverst=E4rker. Was Du eigentlich erreichen willst geht anders und wird deutlich=20 aufwendiger.

Bye

Hört sich eher nach Noisegate, Vox, Sprachschalter usw. an wie bei Funkgeräten: wenn zuwenig Pegel wird abgeschaltet damit man das Rauschen in Sprachpausen nicht hört. Nominell ist das also Analogschalter ( CD4066 ) der von KOPs in Fensterkomparatorschaltung eingeschaltet wird. Praktisch sind gute Schaltungen etwas komplizierter: man will Zeitkonstanten um bei einzelnem Knacker nochnicht einzuschalten bzw. um Aussetzer zu vermeiden wenn eingeschaltet ist. "Weicheres" Schalten als CD4066 würde OTA oder Fet ( CD4007 ) ermöglichen.

MfG JRD

Guido Merkel schrieb:

Das macht man üblicherweise mit NoiseGates, die erst ab einer bestimmten Schwelle das Signal durchlassen. Sowas gibt es bestimmt auch dynamisch, also ein kontinuirlicher Übergang der Verstärkung. Das Signal selber wird übrigens weiterhin linear durchgelassen, die Verstärkung der Schaltung wird über einen VCA gesteuert...

Gruss Udo

Guido Merkel schrieb:

Na, will da jemand seine mangelhaften Gitarrenkünste vertuschen? Glaub, mir das wird k*cke klingen. Wenn Du nichtlinear verstärkst, bekommst Du immer Verzerrungen rein. Und dann hört man das Gepfusche noch mehr.

Diode im Rückkopplungszweig wurde schon erwähnt. Wird beim TubeScreamer so gemacht (2 antiparallele 1N914), allerdings eher zum Zerren...

Gruß Henning

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praktisch möchte man ganz viele dinge nicht selber machen. wenn aber doch, hilft es sich auf

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umzuschauen. die bauen für ganz viele standard-applikationen aus der audiotechnik hochintegrierte schaltkreise die sowas in annehmbarer qualität mit wenig externem drumherum können. z.b. den 4301P.

gruss,

Jan N. Klug, Essen

"Guido Merkel" schrieb:

Entweder Du nimmst dafür ein NoiseGate, welches ab einem bestimmte Signalpegel ganz dicht macht, oder einen Compressor. Letzerer bringen aber je nach Qualität mehr rauschen in das Signal als wirklichen nutzen.

Beide verändern die Dynamik der Gitarre aber Nachteilig.

Gruß Jürgen

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Juergen Klein schrieb:

Kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich hatte für Lifeaufnahmen einen Dynamikkompressor gebaut. Hat wirklich ausgezeichnet funktioniert. Nur leider hörte sich die Musik langweilig an. Seit dieser Erfahrung, kein Kompressor.

mfg hdw

"horst-d.winzler" schrieb:

Live kann man noch einen Limiter einsetzen, wenn der Sänger mal mit dem Mic zu nah an die Monitor- oder Frontboxen kommt, verhindert der das schlimmste. Genauso wie bei anderen Rückkoplugen. Wobei wir seit kurzem InEarMonitoring benutzen. Spart man sich die Monitorboxen durch die Gegend zu schleppen und man hat weniger Probleme mit Rückkoplung.

Gruß Jürgen

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